Ein Mann arbeitet an seinem Laptop vor einem Display mit Windows 10 in San Francisco. © Robert Galbraith/Reuters

Im Umgang mit dem neuen Microsoft-Betriebssystem Windows 10 sollten Nutzer vorsichtig sein. Es verwandle den Computer "in eine Art private Abhöranlage", teilte die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz mit. Wer die Datenschutzbestimmungen akzeptiere, willige in "eine umfassende Ausforschung" der Nutzung ein.

Die Auswertung durch Microsoft gehe über Daten wie Name, Adresse, Alter, Geschlecht und Telefonnummer hinaus. Ermittelt werden demnach auch der Standort des Geräts, die in den unternehmenseigenen Diensten aufgerufenen Websites, genutzte Suchbegriffe, Kontakte zu anderen Personen und gekaufte Artikel.

"Nutzer digitaler Geräte werden immer mehr selbst zu einer Ware, die vermarktet wird", warnte der Rechtsreferent der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Aus den Nutzungsdaten ließen sich etwa Gewohnheiten, Bedürfnisse und die Kaufkraft ablesen. Werbung und Angebote könnten so auf die Interessen der Verbraucher zugeschnitten werden. Auch Vertragskonditionen, Preise und Rabatte könnten an Konsum- und Verhaltensprofile angepasst werden.

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz rät Nutzern, die zusätzliche Datenübertragungen an Microsoft nicht wünschen, die Datenschutzeinstellungen anzupassen. Es sei nicht nötig, ein Microsoft-Konto einzurichten, über das Einstellungen und Dokumente im Internet gespeichert werden. Verbraucher müssten dann aber auf die Nutzung einiger Funktionen verzichten.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Datenschutz- und Privatsphäre-Einstellungen anzupassen. Eine Anleitung dazu hat ZEIT ONLINE hier zusammengestellt.