Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg beim Arbeitsessen des UN Private Sector Forums 2015. © Steffen Kugler/Bundesregierung/dpa

Angela Merkel hat Mark Zuckerberg, Gründer und Chef von Facebook, am Rande einer UN-Veranstaltung in New York auf den Umgang des Netzwerks mit Hasskommentaren angesprochen. "Ich denke, wir müssen daran arbeiten", antwortete Zuckerberg. Als Merkel nachhakte, ob er die Situation verbessern wolle, antwortete er mit "Ja". Das Gespräch der beiden war über das offenbar eingeschaltete Tischmikrofon auf dem UN-Livestream zu hören. Angela Merkel hatte zuvor mehrmals gefordert, Facebook solle seine eigenen Regeln konsequenter anwenden und gegen fremdenfeindliche Parolen vorgehen.

Bereits Mitte September hatte sich Justizminister Heiko Maas (SPD) mit Facebook-Vertretern in Berlin getroffen. Maas hatte Facebook zu einem Gespräch eingeladen, nachdem Nutzer menschenverachtende und rechtsradikale Parolen gegen Flüchtlinge in dem Netzwerk veröffentlicht hatten. Merkel schaltete sich in die Debatte ein und forderte, Facebook solle gegen Volksverhetzung vorzugehen. Maas hatte sich irritiert darüber gezeigt, dass zwar Inhalte wie freizügige Fotos unverzüglich gelöscht, rassistische oder fremdenfeindliche Äußerungen aber auch nach Nutzerhinweisen nicht sofort von Facebook entfernt würden.