Das Internetunternehmen Yahoo kündigt Veränderungen an: Die verbliebenen Konzernteile sollen in Altaba umbenannt werden. Außerdem wird die heutige Konzernchefin Marissa Mayer das Unternehmen verlassen und nicht länger dem Verwaltungsrat der Firma – dem Kontrollgremium mit weitreichenden Funktionen – angehören.

Die neue Holding Altaba wird vor allem aus der Beteiligung an der chinesischen Onlineplattform Alibaba und Yahoo Japan bestehen. Zuvor hatte Yahoo seinen E-Mail-Dienste sowie seine Websites und Apps verkauft. 

Yahoo räumte ein, dass der geplante Verkauf an den US-amerikanischen Telekommunikationskonzern Verizon für 4,8 Milliarden nicht zustande kommen könnte. Verizon könnte den Deal platzen lassen, hieß es seitens des Unternehmens. Hintergrund sei, dass Daten von Nutzern bei dem Konzern nicht sicher waren. Bei zwei Onlineattacken in den Jahren 2013 und 2014 waren persönliche Daten von 500 Millionen beziehungsweise einer Milliarde Yahoo-Nutzer entwendet worden. Verizon hat bereits ankündigt an, den Deal prüfen zu wollen. 

Mayer war es nicht gelungen, dem von Konkurrenten Google und Facebook an den Rand gedrängte Unternehmen wieder Erfolg zu verschaffen. Anfang 2016 war bereits über ihren Abgang spekuliert worden, doch sie redete den offensichtlich desolaten Zustand Yahoos schön. "Ich glaube an Yahoo und bin jeden Tag inspiriert", sagte Mayer noch Anfang 2016.