Datensicherheit Auch E-Mail-Konten von Google und Yahoo ausgespäht

Hotmail steht offenbar nicht allein: Laut Medienberichten haben "Phisher" auch die Nutzer von anderen E-Mail-Diensten ausgeforscht.

Der Internet-Gigant Google betreibt neben seiner Suchmaschine eine Vielzahl weiterer Online-Dienste. Einer von ihnen ist Googlemail, jetzt Ziel einer "Phishing"-Attacke.

Der Internet-Gigant Google betreibt neben seiner Suchmaschine eine Vielzahl weiterer Online-Dienste. Einer von ihnen ist Googlemail, jetzt Ziel einer "Phishing"-Attacke.

Wie ein Google-Sprecher der britischen BBC am Dienstag bestätigte, sind auch Konten des firmeneigenen E-Mail-Dienstes Googlemail Ziel von Phishing-Attacken geworden. Die Angriffe beschränkten sich allerdings auf wenige hundert Konten. Das Unternehmen habe der BBC zufolge aber eine Liste im Internet entdeckt, auf der sensible Daten weiterer Accounts preisgegeben würden. Wie viele Nutzer davon betroffen sein könnten, sagte Google nicht.

Beim Phishing tarnen sich Hacker in vermeintlich offiziellen E-Mails als seriöse Anbieter etwa von Banken oder anderen Dienstleistern. So versuchen sie an persönliche Nutzerdaten und Passwörter zu kommen. Dafür richten sie zudem gefälschte Internet-Seiten ein, die den echten Seiten oft auf den Pixel gleichen. Der Nutzer bemerkt dann während der Eingabe nicht, dass er sich auf eine Seite eingeloggt hat, die es nur auf seine Kontodaten, PIN-Nummern und Kennwörter abgesehen hat.

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Ein Google-Sprecher sagte der BBC, das Unternehmen sei kürzlich auf eine branchenweite Phishing-Attacke aufmerksam geworden. Man habe deswegen sofort die Passwörter bei den betroffenen Accounts zurückgesetzt. Der Sprecher sagte, es handele sich bei der Attacke nicht um ein spezielles Sicherheitsproblem von Googlemail, vielmehr hätten die User selbst ihre Daten auf gefälschten Websites hinterlassen.

Bereits am Dienstag hatten die BBC und die Technologie-Website neowin.net von einer im Internet veröffentlichten Liste berichtet, die Namen und Passwörter von 10.000 E-Mail-Konten des Microsoft-Dienstes Hotmail aufgeführt habe. Nun liegt der BBC laut eigenen Angaben eine weitere Aufstellung vor, die persönliche Angaben zu weiteren 20.000 Konten enthalte. Darunter seien neben Hotmail auch die E-Mail-Dienste von Yahoo, AOL, Google und anderen Anbietern.

Sicherheitsexperten empfahlen den Nutzern, ihre Passwörter umgehend zu ändern. Ohnehin sei es ratsam, dies regelmäßig zu tun. Sie warnten zudem davor, immer ein- und dasselbe Passwort für gleich mehrere verschiedene Dienste zu verwenden. Laut eines Experten der Online-Sicherheitsfirma Sophos tun dies immerhin noch 40 Prozent der Nutzer.

 
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