FDP fürchtet die Kosten
Erstaunlicherweise ist die FDP – als Regierungspartei immerhin angetreten mit dem Ziel, den Datenschutz zu verbessern – da ganz anderer Meinung. Die innenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Gisela Piltz, sagte dem Tagesspiegel am Sonntag: "Ein solcher bürokratischer Aufwand, der mit hohen Kosten für die Unternehmen verbunden ist, ist durch nichts gerechtfertigt." Zwar teile sie die Forderung des Innenministers nach mehr Transparenz, aber "man müsse prüfen, ob es nicht weniger bürokratische und effektivere Wege als den Datenbrief gebe". Piltz forderte, in erster Linie müssten die Unternehmen möglichst kostenlos Daten zur Verfügung stellen, diese sollten aber von diesen nicht ungefragt und automatisch versendet werden müssen.
Bei den Überlegungen des CCC spielt dieser Punkt durchaus eine Rolle. Muss es doch nicht unbedingt ein Brief sein, findet Rieger. Möglich wäre auch, dass Firmen diese Informationen über ein abgesichertes Netzportal zur Verfügung stellten und Kunden sie dort einsehen könnten.
Wie das technisch letztlich umgesetzt werden kann, darüber berät der CCC gerade mit den betrieblichen Datenschützern großer deutscher Firmen. Sicher aber ist, dass eine regelmäßige Unterrichtung die Unternehmen Geld kosten würde.
Das soll sie auch, finden die Netzaktivisten. Könnte das doch dazu führen, dass nur noch wirklich notwendige Kundendaten gespeichert werden und nicht mehr alle verfügbaren. Was nicht gebraucht werde, würde aus Kostengründen gelöscht, so die Hoffnung auf einen Nebeneffekt.
Das eigentliche Ziel aber ist ein anderes: Mit einem solchen Brief könne die Datenwelt "etwas einfacher und übersichtlicher werden", glaubt Frank Rieger.
- Datum 27.02.2010 - 19:23 Uhr
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Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/se
"Und wie heißt er gleich? Thomas de Maizière? Nie gehört!"
Ich sehe das mal eher als Kompliment, dass sie noch nie von ihm hörten.
Der Herr war zuvor Kanzleramtsminister! Da wird man nicht für lautes Geschrei bezahlt. Ich zähle ihn zu den Fähigsten Figuren in unserer Obrigkeit. Der Mann reflektiert bevor er handelt.
Eine ergebnisoffene Diskussion zum Thema Datenbrief unterstreicht für mich seine Kompetenz im neuen Amt.
De Maiziere war der, der beim Justizskandal in Leipzig (Bordelle, Staatsanwälte,, fehlende Akten etc.)auch nichts wusste, bzw. die Akten nicht erhalten hatte oder fand. Wer weiss es schon?
Ob das nun unbedingt von Fähigkeit zeugt, wie das User 'klinker'meint, oder wovon aiuch immer, sei dann mal dahingestellt.
"Und wie heißt er gleich? Thomas de Maizière? Nie gehört!"
Ich sehe das mal eher als Kompliment, dass sie noch nie von ihm hörten.
Der Herr war zuvor Kanzleramtsminister! Da wird man nicht für lautes Geschrei bezahlt. Ich zähle ihn zu den Fähigsten Figuren in unserer Obrigkeit. Der Mann reflektiert bevor er handelt.
Eine ergebnisoffene Diskussion zum Thema Datenbrief unterstreicht für mich seine Kompetenz im neuen Amt.
De Maiziere war der, der beim Justizskandal in Leipzig (Bordelle, Staatsanwälte,, fehlende Akten etc.)auch nichts wusste, bzw. die Akten nicht erhalten hatte oder fand. Wer weiss es schon?
Ob das nun unbedingt von Fähigkeit zeugt, wie das User 'klinker'meint, oder wovon aiuch immer, sei dann mal dahingestellt.
Wer hätte das erwartet, die FDP ist dagegen ...
Aber es ist lobenswert, dass ein CDU-Minister diese Idee nun aufgreift.
..... die Kosten und Risiken der Idee überlegen zu wollen, bevor man eine Bürokratie ins Leben ruft und eine Datensammlung herstellt, die nun wirklich stehlenswert wäre, synthetisierte sie doch aller durch Firmen gesammelter Daten an einer Stelle. Eine wahre Bonanza für Datendiebe.
Dass DIE ZEIT die FDP feindlich behandelt ist bekannt. Wundersam ist, dass die Leser das nicht bemerken und so die diesbezüglichen "Nachrichten" zu bewerten wissen.
..... die Kosten und Risiken der Idee überlegen zu wollen, bevor man eine Bürokratie ins Leben ruft und eine Datensammlung herstellt, die nun wirklich stehlenswert wäre, synthetisierte sie doch aller durch Firmen gesammelter Daten an einer Stelle. Eine wahre Bonanza für Datendiebe.
Dass DIE ZEIT die FDP feindlich behandelt ist bekannt. Wundersam ist, dass die Leser das nicht bemerken und so die diesbezüglichen "Nachrichten" zu bewerten wissen.
"Ein solcher bürokratischer Aufwand, der mit hohen Kosten für die Unternehmen verbunden ist, ist durch nichts gerechtfertigt."
Genau! Hohe Kosten für Unternehmen sind durch nichts zu rechtfertigen!
Die Gewinne, die die Unternehmen aus den Daten beziehen sind aber völlig in Ordnung?
Wenn die Daten, die gespeichert werden, so wenig nützen, dass sich die Unternehmen davon nichtmal ein bisschen Briefpapaier leisten können, dann stellt sich die Frage wozu sie die Daten überhaupt brauchen.
Jedes Unternehmen kann den Kosten eines Datenbriefs ganz nämlich einfach umgehen, in dem es nicht speichert.
Die Haltung der FDP und der Unternehmen ist heuchlerisch. Wenn Teenager untereinander ein paar MP3s tauschen ist das ein Schwerverbrechen. Wenn Unternehmen jedoch persönliche Daten von häufig ahnungslosen Menschen verwenden, dann ist es sogar zu viel verlangt, dass sie die Betroffenen informieren?
Mein Apell an die Opfer von Identitätsklau und falschen gespeicherten Daten bei Unternehmen: Tut euch zusammen und zahlt der FDP eine Spende. Ob man bei der Parteiverwaltung Preiskataloge anfordern kann?
Alternativ: Die Piraten wählen.
Verehrter Ranjit,
Sie schreiben: "Hohe Kosten für Unternehmen sind durch nichts zu rechtfertigen!
Die Gewinne, die die Unternehmen aus den Daten beziehen sind aber völlig in Ordnung?"
Es ist ja nicht so, als würden alle Unternehmen Gewinne aus ihren Daten beziehen. Das betrifft nämlich nur Unternehmen, die die Daten verkaufen, was ist aber ohne eine ausdrückliche Einwilligung des Kunden ohnehin verboten ist, weshalb die meisten dieser Unternehmen im Ausland sitzen und über die Datenbriefe herzhaft lachen und sich über den Wettbewerbsnachteil der deutschen Konkurrenz freuen.
Diejenigen Unternehmen, die sich korrekt und konform zu den Regeln des Datenschutzgesetzes verhalten, verdienen ihr Geld hingegen nicht mit dem Datenhandel, sondern mit ihrem Kerngeschäft, in dem weitere Kosten nicht einkalkuliert. Also würden die Dienste teurer, in ein ausländisches Unternehmen verlagert oder ganz eingestellt.
....zahlt letztlich der Einzelne. Ob das durch höhere Preise oder Jobabbau ist, kann man a Priori nicht sagen. Es ist irrig zu glauben, das wäre anders.
Verehrter Ranjit,
Sie schreiben: "Hohe Kosten für Unternehmen sind durch nichts zu rechtfertigen!
Die Gewinne, die die Unternehmen aus den Daten beziehen sind aber völlig in Ordnung?"
Es ist ja nicht so, als würden alle Unternehmen Gewinne aus ihren Daten beziehen. Das betrifft nämlich nur Unternehmen, die die Daten verkaufen, was ist aber ohne eine ausdrückliche Einwilligung des Kunden ohnehin verboten ist, weshalb die meisten dieser Unternehmen im Ausland sitzen und über die Datenbriefe herzhaft lachen und sich über den Wettbewerbsnachteil der deutschen Konkurrenz freuen.
Diejenigen Unternehmen, die sich korrekt und konform zu den Regeln des Datenschutzgesetzes verhalten, verdienen ihr Geld hingegen nicht mit dem Datenhandel, sondern mit ihrem Kerngeschäft, in dem weitere Kosten nicht einkalkuliert. Also würden die Dienste teurer, in ein ausländisches Unternehmen verlagert oder ganz eingestellt.
....zahlt letztlich der Einzelne. Ob das durch höhere Preise oder Jobabbau ist, kann man a Priori nicht sagen. Es ist irrig zu glauben, das wäre anders.
Tja, die FDP und Bürgerrechte vertragen sich ja im allgemeinen nicht so gut. Denn der Grundsatz "Unternehmensrecht vor Bürgerrecht !" muss stets gelten.
Wie heisste es so schön im Programm der FDP auf Seite 26 ?
"Die FDP setzt sich für ein modernes, leicht verständliches, übersichtliches und effektives Datenschutzrecht ein. Sie strebt die Verankerung allgemeiner Datenschutzgrundsätze in nur einem Gesetz an. An die Stelle von hunderten von speziellen Gesetzen soll ein neues Bundesdatenschutzgesetzbuch treten. Für die FDP
muss der Grundsatz der Datensparsamkeit im öffentlichen wie im nichtöffentlichen Bereich konsequent umgesetzt werden. Hierzu muss auch jeder Einzelne seinen Beitrag leisten, indem
er sparsam und verantwortungsvoll mit seinen personenbezogenen Daten umgeht. Der Staat hat ihn hierbei durch Regelungen zu unterstützen, die Selbstdatenschutz ermöglichen."
http://www.deutschlandpro...
Obwohl ich ganz für die Idee bin, ist die Kritik am Bürokratieaufwand doch nicht ganz unerheblich. Wenn jedes Unternehmen einmal im Jahr solche Briefe verschicken würde, wären da Millionen Briefe unterwegs, abgesehen von möglichen Datenschutzlücken die das Umherschicken dieser Daten neu schaffen würde. Wenn jetzt außerdem noch jeder von 20 Unternehmen im Jahr Post bekommt wird das wohl eher zur Belästigung.
Wie gesagt, super Idee, aber wenn, dann bitte elektronisch und nur wahlweise per Post. Schön, dass der CCC das angeregt hat.
Zit.: "Wenn jetzt außerdem noch jeder von 20 Unternehmen im Jahr Post bekommt wird das wohl eher zur Belästigung."
wenn ich bedenke, wie vielen Unternehmen ich für irgend eine Bestellung einmal meine DAten gegeben habe, da reichen 20 nie und nimmer ... dann jedes Jahr einmal für jeden kleinen Existenzgründer, der mir mal was geschickt hat das Porto für einen Brief aufbürden.
Ich kann die FDP kein bisschen leiden, aber hier muss man ihr Recht geben - ganz abgesehen von ökologischen Kriterien.
... und wer würde die Datenbank zum abrufen sicher hosten? Wollen wir, dass der Staat so alle Daten von uns bekommt?
Zit.: "Wenn jetzt außerdem noch jeder von 20 Unternehmen im Jahr Post bekommt wird das wohl eher zur Belästigung."
wenn ich bedenke, wie vielen Unternehmen ich für irgend eine Bestellung einmal meine DAten gegeben habe, da reichen 20 nie und nimmer ... dann jedes Jahr einmal für jeden kleinen Existenzgründer, der mir mal was geschickt hat das Porto für einen Brief aufbürden.
Ich kann die FDP kein bisschen leiden, aber hier muss man ihr Recht geben - ganz abgesehen von ökologischen Kriterien.
... und wer würde die Datenbank zum abrufen sicher hosten? Wollen wir, dass der Staat so alle Daten von uns bekommt?
Piraten sind al einzige wählbar! Jedoch nur in DIESEM Bereich. Geht es um Ökologie, Tierschutz und andere Themen hapert es bei den piraten schon und man reiht sich schnell in konservativen Kreisen ein. Piraten sind vielleicht ganz nett als Mini-Partei, würden sie sicherlich einem Linken bündnis gut tun. Aber mehr auch nicht.
> Geht es um Ökologie, Tierschutz und andere Themen hapert es bei den piraten schon und man reiht sich schnell in konservativen Kreisen ein. <
Wer kümmert sich bei CDU/CSU, SPD, FDP und den Linken um diese Themen? Das waren einmal Themen bei den Grünen, aber die sind bereits auf dem Wirtschaftstrip. Die Piraten haben zur Zeit noch keine umfassenden Themen, sind aber eine echte Alternative zu den mit sich selbst beschäftigten Parteien. Warum sollen sie keine Gelegenheit bekommen in einer Regierung mitzuwirken? Die meisten regen sich über die jetzige Regierung auf wollen aber nichts ändern.
> Geht es um Ökologie, Tierschutz und andere Themen hapert es bei den piraten schon und man reiht sich schnell in konservativen Kreisen ein. <
Wer kümmert sich bei CDU/CSU, SPD, FDP und den Linken um diese Themen? Das waren einmal Themen bei den Grünen, aber die sind bereits auf dem Wirtschaftstrip. Die Piraten haben zur Zeit noch keine umfassenden Themen, sind aber eine echte Alternative zu den mit sich selbst beschäftigten Parteien. Warum sollen sie keine Gelegenheit bekommen in einer Regierung mitzuwirken? Die meisten regen sich über die jetzige Regierung auf wollen aber nichts ändern.
So idealistisch, so bürgerfreundlich, so freiheitsliebend, Datenschutz ole´.... ach was sie nicht alles ist diese FDP. Aber sie ist es eben nur so lange, wie eben kein Unternehmen irgendwelche Pflichten aufgebrummt bekommt.
Zehn Jahre war ich in dieser Partei und ich kann sagen, in den meisten kleineren Verbänden herrscht eine pseudo-liberale Plattitüden-Kultur. Schlecht durchdachte, selbst-referenzielle Gläubigkeit an die "Freie Marktwirtschaft" (und durchaus eine sehr definitionsfremde Interpretation eben dieser).
Bei den meisten FDPlern, die ich kennen gelernt habe, endet die eigene Freiheit nicht an den Grenzen der Freiheit des Anderen.
Was für ein geistig harmloser Haufen.
Zit.: "Wenn jetzt außerdem noch jeder von 20 Unternehmen im Jahr Post bekommt wird das wohl eher zur Belästigung."
wenn ich bedenke, wie vielen Unternehmen ich für irgend eine Bestellung einmal meine DAten gegeben habe, da reichen 20 nie und nimmer ... dann jedes Jahr einmal für jeden kleinen Existenzgründer, der mir mal was geschickt hat das Porto für einen Brief aufbürden.
Ich kann die FDP kein bisschen leiden, aber hier muss man ihr Recht geben - ganz abgesehen von ökologischen Kriterien.
... und wer würde die Datenbank zum abrufen sicher hosten? Wollen wir, dass der Staat so alle Daten von uns bekommt?
sind auch nur Unternehmen mit bestimmten Kriterien verpflichtet. Ähnlich könnte man dies bei Kleinunternehmer handhaben.
Auf der anderen Seite, könnte man diesen Vorgang bei Kleinstuntenehmen auch "Portopflichtig" gestalten. Bei größeren Unternehmen wäre das nach einen Jahr in jedem CRM-System voll automatisiert. An jeder digitalen Abbildung gesetzlicher Prozesse verdienen auch wiederum IT-Unternehmen Geld. z.B. wäre es aber auch denkbar, es erst ab einem bestimmten Umsatzvolumen je Kunden machbar. Wer also nur für 3.50 was bestellt, muss sich bewusst sein, seine Daten nicht kostenlos abrufen zu können. Wer aber mit einem Volumen in den Handel tritt, bei dem die paar Cent Porto-Kosten für die Rentner dieser Nation, die kein Internet handhaben können, anfallen in den Preis verrechenbar sind, der hat ein Recht auf eine automatische Mitteilung.
In dem System meiner Firma wäre ein Umsetzung so einer Anforderung ein Klacks verglichen mit dem, was wir sonst so an Prozessen haben.
Reden Sie doch nicht den Gaul schlecht, nur weil er auf den ersten Blick mit Schlamm bedeckt ist.
Der angesprochene Existenzgründer könnte die Daten ja auch einfach vor Ablauf der Jahresfrist löschen. Dann spart er sich den Aufwand für den Datenbrief und die Daten des Kunden können immerhin von einer Firma weniger verloren werden. Bestellt der Kunde innerhalb eines Jahres kein zweites Mal, kann ihn die Firma ohnehin abschreiben, tut er es doch - z.B. in den letzten 3 Monaten vor Ablauf der Jahresfrist - dann kann man auch den Datenbrief in Schriftform beilegen.
Eine Alternative in Form eines durch einen unabhängigen Portals, z.B. ein von einem, wie der Wehrbeauftragte vom Bundestag bestellten statt im Aufgabenbereich des Innenministeriums angesiedelten, Datenschützer betreutes, ist sicher weniger wünschenswert, aber meines Erachtens besser als die derzeitige Situation.
Ein dritter, für mich akzeptabler, Weg wäre der Wegfall des "Listenprivilegs" gepaart mit einer Verpflichtung zur - schriftlichen - Benachrichtigung bei der *Weitergabe* von Daten an Stellen außerhalb eines Unternehmens/einer Behörde, natürlich unter Angabe von Rechtsgrundlage, Begründung und Empfänger. Die interne Verarbeitung wäre hiervon unberührt, die Mehrkosten könnten an den Empfänger weitergegeben werden, wodurch, ganz nebenbei, der Handel mit persönlichen Daten weniger attraktiv würde.
sind auch nur Unternehmen mit bestimmten Kriterien verpflichtet. Ähnlich könnte man dies bei Kleinunternehmer handhaben.
Auf der anderen Seite, könnte man diesen Vorgang bei Kleinstuntenehmen auch "Portopflichtig" gestalten. Bei größeren Unternehmen wäre das nach einen Jahr in jedem CRM-System voll automatisiert. An jeder digitalen Abbildung gesetzlicher Prozesse verdienen auch wiederum IT-Unternehmen Geld. z.B. wäre es aber auch denkbar, es erst ab einem bestimmten Umsatzvolumen je Kunden machbar. Wer also nur für 3.50 was bestellt, muss sich bewusst sein, seine Daten nicht kostenlos abrufen zu können. Wer aber mit einem Volumen in den Handel tritt, bei dem die paar Cent Porto-Kosten für die Rentner dieser Nation, die kein Internet handhaben können, anfallen in den Preis verrechenbar sind, der hat ein Recht auf eine automatische Mitteilung.
In dem System meiner Firma wäre ein Umsetzung so einer Anforderung ein Klacks verglichen mit dem, was wir sonst so an Prozessen haben.
Reden Sie doch nicht den Gaul schlecht, nur weil er auf den ersten Blick mit Schlamm bedeckt ist.
Der angesprochene Existenzgründer könnte die Daten ja auch einfach vor Ablauf der Jahresfrist löschen. Dann spart er sich den Aufwand für den Datenbrief und die Daten des Kunden können immerhin von einer Firma weniger verloren werden. Bestellt der Kunde innerhalb eines Jahres kein zweites Mal, kann ihn die Firma ohnehin abschreiben, tut er es doch - z.B. in den letzten 3 Monaten vor Ablauf der Jahresfrist - dann kann man auch den Datenbrief in Schriftform beilegen.
Eine Alternative in Form eines durch einen unabhängigen Portals, z.B. ein von einem, wie der Wehrbeauftragte vom Bundestag bestellten statt im Aufgabenbereich des Innenministeriums angesiedelten, Datenschützer betreutes, ist sicher weniger wünschenswert, aber meines Erachtens besser als die derzeitige Situation.
Ein dritter, für mich akzeptabler, Weg wäre der Wegfall des "Listenprivilegs" gepaart mit einer Verpflichtung zur - schriftlichen - Benachrichtigung bei der *Weitergabe* von Daten an Stellen außerhalb eines Unternehmens/einer Behörde, natürlich unter Angabe von Rechtsgrundlage, Begründung und Empfänger. Die interne Verarbeitung wäre hiervon unberührt, die Mehrkosten könnten an den Empfänger weitergegeben werden, wodurch, ganz nebenbei, der Handel mit persönlichen Daten weniger attraktiv würde.
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