Gesundheitskarte Die Karte kommt – durch die HintertürSeite 2/2
Dass eben diese dabei eine zentrale Rolle spielt, machte die Rede von BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer deutlich. Er sprach davon, dass etwa Risikopatienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes von der Telemedizin profitieren könnten. "Die dargestellten Praxisbeispiele beinhalten unter anderem Beispiele für den Einsatz der elektronischen Gesundheitskarte und des Heilberufeausweises, der elektronischen Patienten- und Gesundheitsakte, der elektronischen Fallakte, der Point-of-Care Diagnostik und der mobilen beziehungsweise stationären Pflege sowie weiterer Prozesse der Gesundheitsversorgung." Also doch. Und Scheer legte nach: Mittlerweile existierten ausgereifte Produkte, die aber bisher vor allem in Pilotversuchen eingesetzt würden. "Hier besteht Handlungsbedarf auch für die Politik, die den Einsatz dieser Technologien als Alternative zur stationären Behandlung aktiv fördern sollte."
Während die Worte der Minister noch Zurückhaltung andeuteten, wird im Grußwort von Messevorstand Ernst Raue klar, dass man die Karte schnell um weitere Funktionen erweitern möchte: "Auch bei der IT-Infrastruktur, Stichwort elektronische Gesundheitskarte, deutet sich nach einer durch den Regierungswechsel bedingten Bestandsaufnahme mit der jetzt geplanten Fokussierung auf das Online-Update der Versichertendaten, auf den elektronischen Arztbrief und auf die elektronischen Notfalldaten neue Dynamik an."
Die Ärzte hatten gefordert, dass die Nutzung der Karte auf Freiwilligkeit beruhen müsse. Ihnen müssten zudem die Kosten vergütet werden, wenn ihnen kein nachweisbarer ökonomischer Nutzen durch die technische Neuerung entstehe. Die Versicherten hat danach bislang noch keiner gefragt. Kritiker gehen bereits davon aus, dass Krankenkassen die Teilnahme mit Bonusprogrammen verknüpfen könnten. Dann wäre die Karte zwar tatsächlich freiwillig, aber wer auf sie verzichtet, müsste dafür indirekt höhere Versicherungskosten hinnehmen.
- Datum 03.03.2010 - 14:30 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Ist es nicht so, dass ein großer Konzern besonders von der Einführung profitieren würde. Darum geht es in erster Linie. Die GKK werden wier einmal unnötig belastet. Das Problem der Datenspeicherung ist immer das gleiche - da wo Missbrauch möglich ist, wird er betrieben.
Ich stelle mir auch mit Gruseln vor, dass eine falsche Diagnose übernommen wird.
Im Wahlkampf hat sich die FDP noch riesengroß als DIE Partei dargestellt die für die Bürger und den Datenschutz kämpft.
Und jetzt? Ist sie mit einer der Parteien die am meisten GEGEN den Datenschutz tut.
Dass Parteien sich nicht an ihre Wahlprogramme halten ist bekannt, aber dass die Mövenpick-Partei konsequent ihre aufgestellten Prinzipien bricht ist Betrug.
Ursprünglich veranschlagte Kosten: ca. 1,4 Millarden
Derzeitige Kosten: ca. 14 Millarden
Derzeit laufen nur Pilotprojekte und Ullas letzte Rache verursacht bereits die zehnfachen Kosten. Ein Ende der Kostenspirale ist nicht in Sicht.
Da wo dieses Stück Plastikmüll eventuell noch sinnvoll wäre, da werden wahrscheinlich erst in 10 Jahren alle Rettungswagen mit einem vernünftigen Lesegerät ausgerüstet sein.
Warum machen sie nicht gleich eine Kombination aus biometrischem Pass, Gesundheitskarte und Führerschein?
Die können mir die Karte mal durch den Schlitz an meiner Rückseite ziehen.
MfG
AoM
Ich habe es befürchtet! Und schon wieder die "Notfalldaten"!
Wenigstens lassen BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer und Messevorstand Ernst Raue die Katze aus dem Sack!
Infarstruktur!? Hoffentlich verstehen die darunter - wenn sie denn unvermeidlich ist - NICHT nur Lesegerät, Konnektor, Software, sondern auch eine sichere, durchgängig stabile Breitband-Internetverbindung. Mit den lächerlichen 384 k die bei uns möglich sind führt es garantiert zu langen Wartezeiten. Von Ende August bis Dezember letzten Jahres hat die T-Kom bei uns gebraucht um den Fehler BEI IHNEN festzustellen, der zu ständigen Netzausfällen führte. Wäre ich so vom I-Net abhängig gewesen, wie mit eCard vorgesehen, hätte ich entweder den Laden zumachen können, oder die T-Kom (ersatzweise Wirtschaftsministerium/gesundheitsministerium) hätte eine Schadensersatzklage am Hals gehabt die sich gewaschen hat!
Schafft erstmal die Bandbreiten-Infastruktur, dann können wir uns über weitere Ideen unterhalten! Und wieder: Cui bono? (Wem nützt es?)
Zu 90% der IT-Industrie! Am wenigsten Patienten und Ärzten!
"Die elektronische Gesundheitskarte kommt, Ärzte, Apotheker und Kassen sind einverstanden."
Fehlt hier nicht jemand? Schön, dass sich alle einig sind bis auf die, die es betrifft - die Krankenversicherten.
"Kartensystem auf freiwilliger Basis"
Ich weiß nicht, ob die meisten Krankenversicherten ausreichend darüber aufgeklärt sind, welche möglichen Gefahren die elektronische Gesundheitskarte hat und aus Unwissenheit oder durch "Schönreden" der Krankenkassen sich auf die elektronische Gesundheitskarte einlassen.
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