Facebook-Chef Mark Zuckerberg herrscht über ein weltumspannendes Reich. Und er hat nicht vor, sich diese Herrschaft streitig machen zu lassen. Schon gar nicht von seinen Untertanen. Das hat er mit seinem jüngsten Kommentar in der Washington Post einmal mehr demonstriert.

Was ist derzeit der lauteste Vorwurf gegen Facebook? Das Netzwerk missachte die Privatsphäre seiner Nutzer und nötige sie , mehr Informationen öffentlich zu machen, als sie eigentlich wollen. Und wie war die Antwort auf diesen Vorwurf, die Gründer und Chef Zuckerberg am Wochenende gab? " The biggest message we have heard recently is that people want easier control over their information. Simply put, many of you thought our controls were too complex. " Die wichtigste Botschaft also, die Zuckerberg verstanden haben will, ist der Wunsch nach einfacheren Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre.

"Ja, auch!", möchte man rufen. Um dann hinterher zu brüllen: "Aber das ist doch gar nicht das Problem!"

Grundsätzlich sollte jeder, der auf seine Privatsphäre und den Schutz seiner Daten Wert legt, soziale Netzwerke meiden. Denn, so die Stiftung Warentest : "Ein Netzwerk, das Informationsaustausch und Datenschutz in Einklang bringt, existiert noch nicht."

Doch ist es auch zu einfach, all jenen, die solche Dienste nutzen wollen, ein "selber Schuld" zu entgegnen. Wer mächtige Instrumente baut, trägt Verantwortung. Es sollte daher wenigstens klar sein, was dort mit Daten passiert. Und jeder sollte sich darauf verlassen können, dass auch nur genau das passiert, was ihm versprochen wurde und nicht noch viele andere Dinge , die man nicht mitbekommt, weil man nicht gefragt wurde.

Facebook beteuert immer wieder, die Mitglieder sollen die volle Kontrolle haben. Auch Zuckerberg tat das als er schrieb, eines der Prinzipien seines Unternehmens sei: " You have control over how your information is shared. "