Wozu braucht es überhaupt einen eigenen Dienst für die E-Post?
Auch De-Mail , der für 2011 angekündigte Dienst der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit ausgewählten Betreibern, wird mittlerweile heftig diskutiert. Kritik war aufgekommen, nachdem bekannt wurde, dass die De-Mails auf den Servern der Anbieter kurzzeitig entschlüsselt werden. Das könnte Hackern Zugriff verschaffen. Das Bundesinnenministerium antwortete, dass die Entschlüsselung nur kurz und unter hohen Sicherheitsstandards geschehe. In einem Pilotprojekt konnten Hacker nicht in das System eindringen.
Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung verweist in einem Schreiben auf weitere Datenschutzprobleme. So wird gesagt, dass gemäß § 113a des Telekommunikationsgesetzes Verkehrsdaten sechs Monate aufgezeichnet werden. Das bedeutet, dass jeder Zugriff auf das Postfach durch den Provider gespeichert wird. Eine zusätzliche Speicherung der De-Mail-Verkehrsdaten außerhalb der bestehenden Richtlinien würde es dagegen, so das Bundesinnenministerium auf Nachfrage von ZEIT ONLINE, nicht geben.
Eine anonyme Nutzung ist, im Gegensatz zum traditionellen Brief, ohnehin nicht gegeben. Jeder Nutzer des Dienstes muss sich bei der Registrierung der Adresse identifizieren. Das kritisierte auch der Bundesbeauftragte für Datenschutz Peter Schaar im Chat der Süddeutschen Zeitung : Die sichere elektronische Kommunikation müsse auch unter einem Pseudonym genutzt werden können. Sonst drohe die "De-Mail-Adresse zu einer Art Personenkennzeichen zu werden".
Fraglich scheint zudem zu sein, warum man überhaupt einen eigenen Dienst für die elektronische Post braucht. In einer Stellungnahme erklärte der deutsche Anwaltsverein am Dienstag, dass man mit der elektronischen Signatur bereits eine Infrastruktur für sichere Dokumente habe. Ähnlich der eigenhändigen Unterschrift unter einem Dokument erfüllt die elektronische Signatur den Zweck, den Unterzeichner zu identifizieren. Auch dürfe die anonyme Kommunikation im Internet durch andere Verfahren nicht eingeschränkt werden. Öffentliche Stellen und große Unternehmen könnten ohnehin ihre Kunden nicht zur Nutzung von De-Mail zwingen.
Entsprechend äußerte sich am Mittwoch auch der Dachverband der IT-Sicherheitsfirmen TeleTrusT . Zwar begrüße man den Gesetzentwurf des Innenministeriums, der den Umgang mit elektronischer Post regeln soll. Doch auch der Dachverband verweist auf die bereits bestehende Infrastruktur. Man wünsche sich, dass existierende Verschlüsselungsverfahren zukünftig mit eingebunden werden.
Bis jetzt ermöglichen GMX, WEB.DE und die Deutsche Telekom Vorregistrierungen für De-Mail-Adressen. Ein fertiges Gesetz soll bis Ende des Jahres vorliegen. Der E-Postbrief der Deutschen Post ist dagegen schon seit dem 14. Juli verfügbar.
- Datum 29.07.2010 - 16:40 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Ganz simples "Problem" - ich bin im Urlaub, niemand leert meinen Briefkasten - wenn Behörden mir einen Brief per Einschreiben zustellen (was sie bei wichtigen Dokumenten tun sollten) stellt der Briefträger und dann der Absender fest dass ich nicht zu Hause bin.
Warum sollte ich nun im Urlaub meine Emails lesen?
Vielleicht will ich einfach mal Ruhe haben?
Des weiteren kostet es - egal ob Internetcafe oder per Prepaid Internet etc.
Dazu muss ich auch noch fragen - wie sieht es mit POP/IMAP Zugang aus? Wenn mir jemand sagen würde ich sollte ein Webmail Konto regelmäßig überprüfen... nö - dann werde ich das Email Konto einfach nicht nutzen.
(POP oder IMAP werden für einen Email klienten benötigt)
Wenn jemand sowieso emails häufig nutzt (zum Beispiel Forenbeiträge) wird ein Programm wie Outlook immer laufen - und da wäre es dann kein Problem - aber wer keinen Klienten nutzt?
Zum Thema verschöüsselung - man kann selbst verschlüsseln - auch umsonst und dann den Text als Word oder PDF Dokument anhängen - geht auch.
Identifizierung - Leute die mich kennen bekommen meine Emailadresse von mir - insofern habe ich da auch kein Problem.
Etwas anderes was entweder aus einem früheren Artikel stammt oder aus der (für mich eher dummen) Werbung der Post - eine Post Emailadresse ist sehr lang - ich habe so eine lange email Adresse - als Student an meiner Uni - viel zu lang und aufwendig - ich kann mit über yahoo etc. (oder har daheim?) meine eigene Emailadresse erstellen die wesentlich...
Auf der offiziellen Informationsseite zur De-Mail steht dazu folgendes:
Die technischen Richtlinien schließen keinen Zugangsweg aus. Daher kann jeder Provider mit seinen Kunden unterschiedliche Kommunikationskanäle vereinbaren. Das können SMTP/POP3/IMAP über SSL genauso wie WebServices-Schnittstellen sein. Somit könnten die Provider dann auch Anbindungen für Outlook, IPhone-Apps und ähnliches bereitstellen. Verpflichtend für die Provider wird immer ein Web-Interface gefordert.
Gruß,
E.K.
Auf der offiziellen Informationsseite zur De-Mail steht dazu folgendes:
Die technischen Richtlinien schließen keinen Zugangsweg aus. Daher kann jeder Provider mit seinen Kunden unterschiedliche Kommunikationskanäle vereinbaren. Das können SMTP/POP3/IMAP über SSL genauso wie WebServices-Schnittstellen sein. Somit könnten die Provider dann auch Anbindungen für Outlook, IPhone-Apps und ähnliches bereitstellen. Verpflichtend für die Provider wird immer ein Web-Interface gefordert.
Gruß,
E.K.
...kürzer ist.
Und das muss nichts unseriöses oder unisnniges sein.
Aber Vorname.Initiale.Nachname sind bei mir 19 Buchstaben - so etwas ist viel zu tippfehleranfällig.
Und nebenbei - ich wohne eh nicht mehr in .de.
Auf der offiziellen Informationsseite zur De-Mail steht dazu folgendes:
Die technischen Richtlinien schließen keinen Zugangsweg aus. Daher kann jeder Provider mit seinen Kunden unterschiedliche Kommunikationskanäle vereinbaren. Das können SMTP/POP3/IMAP über SSL genauso wie WebServices-Schnittstellen sein. Somit könnten die Provider dann auch Anbindungen für Outlook, IPhone-Apps und ähnliches bereitstellen. Verpflichtend für die Provider wird immer ein Web-Interface gefordert.
Gruß,
E.K.
Danke für den Hinweis - was ich aber recht interessant finde - dieses "könnte"...
Und natüröich kommt dann wieder die Frage auf - wenn POP/IMAP Zugang gewährt wird - ab wann wird dort wo verschlüsselt.
Wird das einloggen schon verschlüsselt oder nicht - oder wird nur der EmailVerkehr verschlüsselt.
Danke für den Hinweis - was ich aber recht interessant finde - dieses "könnte"...
Und natüröich kommt dann wieder die Frage auf - wenn POP/IMAP Zugang gewährt wird - ab wann wird dort wo verschlüsselt.
Wird das einloggen schon verschlüsselt oder nicht - oder wird nur der EmailVerkehr verschlüsselt.
Danke für den Hinweis - was ich aber recht interessant finde - dieses "könnte"...
Und natüröich kommt dann wieder die Frage auf - wenn POP/IMAP Zugang gewährt wird - ab wann wird dort wo verschlüsselt.
Wird das einloggen schon verschlüsselt oder nicht - oder wird nur der EmailVerkehr verschlüsselt.
interessant in der Kommunikation zwischen Behörden und Kanzleien. Für Otto-Normalbürger kein Nutzen.
In den letzten Jahren hat die Post ihren Service erheblich verschlechtert. Immer mehr Postfilialen wurden geschlossen, die Schlangen in den verbliebenen wurden immer länger, Diskussionen um die Verringerung der Anzahl der Zustelltage kommen immer wieder mal auf. Mit den Leistungen des Unternehmens bin ich immer weniger zufrieden.
In dieser Situation stürzt die Post sich jetzt noch mehr auf die virtuelle Welt und möchte mir E-Mails verkaufen. Wozu? Die bekomme ich bisher kostenlos und bei manchen Mitteilungen möchte ich gar keine bezahlte E-Mail, sondern Papier. Seien es Rentenbescheide, Knöllchen oder sonstige amtlichen Papiere - wenn ich die jetzt selbst ausdrucken soll und die Post dafür auch noch fast Briefporto haben möchte, ist das schon ein starkes Stück.
Fazit: Ich werde die Post nicht darin unterstützen, ihre Leistungen, die ich brauche, weiter zu verschlechtern und dafür teure Ersatzleistungen anzubieten, die ich nicht haben möchte. Wer mir Informationen per Mail schicken will, kann das gerne tun, aber nicht, wenn dadurch der Umsatz der Post erhöht wird. Was für eine irre Idee.
Ich werde mir daher keine E-Mail-Adresse der Post zulegen.
Die eigentlichen Funktionalitäten gibt es schon länger, nur wird jetzt eine Art offizieller Stempel unter einer Führung aufgeprägt. Damit erwünscht man sich eine Zuordnung von Authentizität, die umgekehrt all die Probleme schafft, die Kritiker anführen. Das Ganze wirkt wie verspäteter Trotz in Verbindung mit kommerziellem Kalkül.
Böse e-mail-Dinger, kostenlos und unverbindlich nutzbar, schneller als alles in fester Form, die uns, der Post, so viel Konkurrenz im Bereich der Kommunikation machen! Lasst uns irgend etwas tun, anbieten, anpreisen, dass im Kern das selbe ist, aber mit einem Hauch des von uns Gewohnten.
Auch die entsprechenden Absichten von staatlicher Seite aus scheinen eher auf ein Erzwingen vergangener Möglichkeiten ausgerichtet.
Man will teilhaben, die Vorteile für sich selbst nutzen, aber die unabwägbaren Freiheiten kontrollieren. E-Postbrief und De-Mail sind keine Fortschritte (was eigentlich schon ihre Namen sagen...), sondern närrische Versuche, Außenliegendes zu bändigen. Deswegen werden die ansonsten genannten Sicherheitsbedenken gegenüber internet-Diensten hier auch geradezu umgekehrt: Was man selbst macht, das ist gut (allein schon durch den Zweck); nur das Fremde ist bedenklich.
Wenn ich vertrauliche Daten versenden und Signieren will, dann benutze ich End-to-End-Verschlüsselung und -Signaturen. Web-of-Trust-Strukturen gibt es schon lange, und eMail seit Jahrzehnten.
Wofür man sich nun für ein unsicheres (weil die Sicherheit nicht durchgängig gewährleistet werden kann) Geld bezahlen soll, ist mir ein Rätsel. Dafür soll ich täglich meine eMail checken und meine Daten werden in die Weltgeschichte verkauft. Danke.
Das System bietet Vorteile ausschließlich für Behörden und Firmen, und bürdet Nachteile den Bürgern und Endkunden auf.
Hoffen wir, dass das neue System genau so schnell floppt, wie der letzte Versuch ePost (* Juni 2000, Februar 2005)...
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