Entschädigung Fünf Euro für Betroffene der Schlecker-Datenpanne
Die Drogeriekette verteilt Gutscheine an Kunden, deren Daten im Web sichtbar waren. Ein Leck hatte Profilinformationen von 150.000 Kunden offen gelegt.
© Martin Gerten/dpa

Kurzzeitig waren die Daten von 150.000 Schlecker-Kunden öffentlich im Netz verfügbar
Die Drogeriemarktkette Schlecker hat sich für die Internet-Datenpanne bei ihren Kunden entschuldigt und eine Entschädigung angekündigt. Als direkte Reaktion auf das Datenleck habe Schlecker seinen Online-Kunden per E-Mail einen Einkaufsgutschein im Wert von fünf Euro angeboten, bestätigte ein Unternehmenssprecher. Kunden hatten sich gemeldet und nach Entschädigung gefragt, ihre Zahl halte sich aber im Rahmen, teilte der Sprecher mit. Das Datenleck sei mittlerweile geschlossen.
Vergangene Woche war bekannt geworden, dass Datensätze von 150.000 Schlecker-Online-Kunden im Internet zugänglich waren. Sie enthielten Vor- und Nachnamen, Adresse, E-Mail-Adresse und Kunden-Profil. Zudem waren 7,1 Millionen E-Mail-Adressen von Newsletter-Kunden abrufbar. Die Daten lagen auf dem Server eines externen Dienstleisters. Ein Mainzer Internet-Unternehmer hatte das Leck durch Zufall entdeckt und öffentlich gemacht.
Der Sprecher von Schlecker betonte, der Zugriff auf die Werbedaten sei "nur über größeres Fachwissen möglich" gewesen. Die Drogeriemarktkette vermutet, dass es zuvor einen "internen Angriff" auf den Server des Dienstleisters gegeben habe und erstattete deshalb Anzeige gegen unbekannt. Sensible Informationen wie Kontonummern oder Passwörter der Online-Shop-Kunden seien nicht betroffen. Diese Daten lägen nicht bei dem Dienstleister und würden ständig auf Sicherheit geprüft. "Wir sind bemüht, den bösen Leuten immer voraus zu sein", sagte der Sprecher. Für den Dienstleister werde es Konsequenzen geben. Details nannte er nicht.
- Datum 30.08.2010 - 19:00 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Wieso muss ich da immer an eine Mutter denken, die ihrem Kleinkind nach einem Sturz auf die kleine Schramme pustet, damit das Aua wieder weggeht?
Und wieso fühle ich mich mehr und mehr wie irgend ein kleines Kind? Tante Schlecker ist nicht böse, Onkel Google ist lieb, geh ruhig mit facebook.
Die "Großen" sagen, wo es lang geht. Wenn ich was falsch mache, gibts Haue. Wenn die etwas falsch machen... so was kann passieren, nicht schlimm, richten wir wieder, das können wir, glaub uns. Und du kannst das noch gar nicht verstehen.
Juchu, fünf Euro! Reicht für zwei Eis.
ob jemand diese Daten "gesaugt" hat oder ob dieses "Leck" von allen unbemerkt existiert hat bis man Schlecker darauf aufmerksam gemacht hat...
Die Gutscheine haben einen Brutto Warenwert von je 5€.
Berücksichtigt man die Handelsspanne von mindestens 50% bedeutet dies, daß Schlecker, sollten diese tatsächlich genutzt werden, mit einer finanziellen mehr oder weniger Plus/Minus Null Kampagne sich durch die Kunden, deren Daten im Internet sichtbar waren, auch noch ihre "Reinwaschung" finanzieren lässt.
Mehr für blöd verkaufen geht nicht.
Es wäre besser, die Gutscheine einzusammeln und diese einer Sammelklage zur Verfügung zu stellen. Ein findiger Rechtsanwalt wäre mit Sicherheit in der Lage, den Herren von Schlecker klar zu machen, daß ein Eintausch gegen Bares, gepaart mit einer, sagen wir mal, kleinen "ab jetzt vermeide ich Aufmerksamkeiten dieser Art Bonuszahlung", sicherlich mehr die Verfehlungen würdigen würde als diese Verhohnepiepelung der Geschädigten.
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich sachlich. Danke. Die Redaktion/lv
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