Internet-Kriminalität BKA warnt vor Angriffen auf Online-Banking
Hacker spähen verstärkt Daten von Bankkunden aus. Die Ermittler sprechen von einem "Angriff in unvorstellbarem Ausmaß". Auch Geldwäscher sind im Netz aktiver denn je.
Das Bundeskriminalamt (BKA) hat vor gezielten Angriffen von Hackern auf Online-Banking-Kunden gewarnt. "Wir erleben in Deutschland einen Angriff in unvorstellbarem Ausmaß", sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Finanzaufsicht BaFin. Die Drahtzieher hätten dabei die Geheimzahlen, mit denen die Kunden ihre Überweisungen durchführen, im Visier. Die entsprechenden Programme der Online-Verbrecher seien mittlerweile so weit fortgeschritten, dass man von einem "gezielten Angriff" auf das Online-Banking in Deutschland spreche könne, sagte Ziercke.
Darüber hinaus verzeichnete das BKA auch einen Anstieg der Geldwäsche-Verdachtsfälle. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Hinweise gegenüber 2008 um 23 Prozent auf 9046 gestiegen, sagte Ziercke. Dabei geht mittlerweile jede vierte Anzeige auf Betroffene zurück, die in die Falle der Geldwäscher gingen. Insgesamt hat sich die Zahl der Anzeigen seit 1995 mehr als verdreifacht.
Die Geldwäscher gehen dabei laut BKA immer raffinierter vor. Sie machen zunehmend Privatkunden zu ihren Komplizen, die – ohne es zu merken – ihr Konto für kriminelle Machenschaften zur Verfügung stellen. Die Drahtzieher werben gezielt Menschen an, die im Internet einkaufen und ihr Konto gegen eine Provision für Überweisungen illegaler Gelder bereitstellen. "Geldwäscher gehören zu den kreativsten Menschen auf diesem Planeten. Sie wechseln laufend ihre Methode – das macht unsere Arbeit sehr schwierig", sagte BaFin-Präsident Jochen Sanio.
Die Kriminellen nutzen zudem ausländische Zahlungsdienstleister, die in Deutschland Internetcafés, Callshops oder Reisebüros als Stützpunkte installiert haben. Auf diese Weise entziehen sich die Unternehmen gezielt der Aufsicht durch die BaFin, die bislang lediglich für Finanzinstitute zuständig ist und gegen diese Kleinunternehmen keine Handhabe sieht. Auch machen sich die Drahtzieher vermehrt den schnell wachsenden Bereich der vorab bezahlten Wertkarten (Prepaid) und der Mobiltelefonie zunutze.
Bei etwa der Hälfte der Anzeigen wegen Geldwäsche aus dem Vorjahr hat sich der Verdacht einer Straftat den Angaben zufolge erhärtet. In den meisten Fällen wurde den Personen ein Betrugsdelikt zur Last gelegt. 98 Anzeigen enthielten zudem Hinweise auf Terrorismusfinanzierung. Oftmals wurden durch die Anzeigen wegen Geldwäsche erst entsprechende Ermittlungen in Gang gesetzt. "Das ist ein entscheidender Ansatz, um terroristische Anschläge mit möglicherweise verheerenden Auswirkungen zu verhindern", sagte Ziercke.
Ziercke und Sanio forderten eine noch stärkere internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Geldwäsche. Es werde ein "weltweit abgestimmtes Vorgehen" gebraucht, sagte Ziercke. BaFin-Präsident Sanio bemängelte zudem die im internationalen Vergleich eher niedrigen Bußgelder in Deutschland. Die Beträge seien "fast schon ein Witz", sagte Sanio. Sie bewegten sich im "unteren fünfstelligen Bereich". Er betonte aber zugleich, dass der Gesetzgeber bestimmte Obergrenzen aufgrund des Verfassungsrechts nicht überschreiten könne. Die BaFin ist im Bereich der Geldwäsche vor allem präventiv tätig, indem sie die Maßnahmen der Finanzinstitute kontrolliert.
- Datum 01.09.2010 - 17:12 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, AFP
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Wer eines der unzähligen Angebote der Nigeria Connection regelmäßig erhält, kann sich nur wundern, warum immer wieder Menschen darauf reinfallen. Nun ich kann dem BKA nur Recht geben, wenn diese behaupten, die Jungs werden immer raffinierter. Die Schreiben erreichen in der Zwischenzeit eine Qualität, dass man davon ausgehen muss, sie werden eben nicht mehr nur von irgendwelchen Übersetzungsprogrammen übersetzt. Hier müssen Deutsche mit im Spiel sein, die Ahnung haben von der deutschen Grammatik und dementsprechend die Schreiben formulieren.
Eins dieser Schreiben habe ich vor längerem schon online gestellt und erklärt, wie der Betrug funktioniert: http://www.ploync.de/zeit...
Geht es wieder mal nur um Fishing-Attacken?
Sicher sollte man die Betrüger auch verfolgen, aber so richtig fürchten muss man sich davor ja nicht. Onlinebanking immer direkt aufrufen bzw. über ein Bookmark, nicht über Links. Nur da die Daten eingeben, und man ist davor sicher.
Bedrohlich würde es, wenn wirklich die Onlinebankingsysteme direkt angegriffen wurden oder Man-in-the-Middle-Attacken mit erschlichenen Zertifikaten durchgeführt würden etc.
Wäre gut, wenn man solchen Meldungen entnehmen könnte, worum es genau geht.
"gezielte Angriffe von Hackern auf Online-Banking-Kunden" zu befürchten. Das kann ich mir aber nicht vorstellen, ist wohl nur der Reißerische Presseton um aus einer Mücke die erwünschte Horde Elefanten zu machen. Denn es würde ja bedeuten, dass es nicht mal um etwas krasses wie ein allgemeines Virus geht (was ich bitte als konkrete Meldung hören möchte, denn das wäre wichtig), dass dann zB. eine Sicherheitslücke ausnutzt und zB. alle Nutzer vom MS Win. XP ohne SP2 betrifft, sondern es wird behauptet, es gäbe eine Welle "gezielter Angriffe". Also die Hacker (erster Fehler, wenn dann sind es Cracker) spionieren ihr konkretes persönliches System nach Sicherheitslücken aus, und greifen es dann entsprechend an. Erscheint mir etwas zuviel des Aufwandes...
"gezielte Angriffe von Hackern auf Online-Banking-Kunden" zu befürchten. Das kann ich mir aber nicht vorstellen, ist wohl nur der Reißerische Presseton um aus einer Mücke die erwünschte Horde Elefanten zu machen. Denn es würde ja bedeuten, dass es nicht mal um etwas krasses wie ein allgemeines Virus geht (was ich bitte als konkrete Meldung hören möchte, denn das wäre wichtig), dass dann zB. eine Sicherheitslücke ausnutzt und zB. alle Nutzer vom MS Win. XP ohne SP2 betrifft, sondern es wird behauptet, es gäbe eine Welle "gezielter Angriffe". Also die Hacker (erster Fehler, wenn dann sind es Cracker) spionieren ihr konkretes persönliches System nach Sicherheitslücken aus, und greifen es dann entsprechend an. Erscheint mir etwas zuviel des Aufwandes...
"gezielte Angriffe von Hackern auf Online-Banking-Kunden" zu befürchten. Das kann ich mir aber nicht vorstellen, ist wohl nur der Reißerische Presseton um aus einer Mücke die erwünschte Horde Elefanten zu machen. Denn es würde ja bedeuten, dass es nicht mal um etwas krasses wie ein allgemeines Virus geht (was ich bitte als konkrete Meldung hören möchte, denn das wäre wichtig), dass dann zB. eine Sicherheitslücke ausnutzt und zB. alle Nutzer vom MS Win. XP ohne SP2 betrifft, sondern es wird behauptet, es gäbe eine Welle "gezielter Angriffe". Also die Hacker (erster Fehler, wenn dann sind es Cracker) spionieren ihr konkretes persönliches System nach Sicherheitslücken aus, und greifen es dann entsprechend an. Erscheint mir etwas zuviel des Aufwandes...
Vor Angriffen auf Online-Banking kann man immer warnen. Aber darum geht es gar nicht. Diese Meldung wird nur aus zweierlei Gründen gestreut und von der Presse unreflektiert weiter verbreitet:
Zum Einen soll der neue Perso mit RFID Chip schön geredet werden. Der ist doch jetzt schon ein Rohrkrepierer, nachdem der CCC mittlerweile feststellte, wie unsicher und leicht der zu knacken ist.
Zum anderen will das BKA die informationelle Selbstbestimmung aushebeln und IP Nummern speichern dürfen. Da haben die nämlich schon Dreck am Stecken.
http://www.heise.de/newst...
Zuletzt wurde das Thema am 26. März in einer Bundestagsdebatte behandelt. Die Scharfmacher vom BKA drücken da mächtig aufs Gas und die CDU möchte am liebsten wieder die abgelehnte Form der VDS. Denn das BVerfG hat in seinem Urteil gesagt, daß ein zukünftiges Gesetz die Anforderungen des GG erfüllen muss.
http://www.heise.de/newst...
Deshalb brauchen wir (neue) Feindbilder, wenn der Terror schon nicht reicht. Das angeblich verstärkte ausspähen der Online-Banking Daten ist eine Nebelkerze. Sobald die sich verzogen hat, taucht auch schon ganz langsam INDECT am Horizont auf. Bin gespannt, wer dann der Böse ist (wir alle?).
http://www.zeit.de/digita...
http://www.youtube.com/wa...
Zum Beispiel um solche Dinge:
Die Angebotsseite der Korruption
Da hätten die Herrschaften ein breites Tätigksfeld - allerdings vermutlich ziemlich mühsam.
#4: @maculatur
Das sehe ich genau so wie Sie.
Es wir einfach immer und überall die Terrorismus Verblödungs - und Angsterzeugungskarte gezogen.
Die funktioniert immer bei der Masse und ist die beste Begründung für mehr Überwachung und Kontrolle.
Alles natürlich zu unserer eigenen Sicherheit daher unumgänglich und leider alternativlos.
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