Digitales Vergessen Aigner präsentiert Verfallsdatum für Fotos
Das Verbraucherschutzministerium stellt einen digitalen Radiergummi vor: Ein Programm, das Fotos im Internet nach bestimmter Zeit unsichtbar machen soll.
© Sean Gallup/Getty Images

Ilse Aigner, Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Das Verbraucherschutzministerium will, dass Nutzer Fotos in Sozialen Netzwerken wie Facebook mit einem Verfallsdatum versehen. Der Saarbrücker Informatiker Michael Backes stellte dazu in Berlin die Software X-pire vor, die Bilder nach einer bestimmten Zeit mit einer Art "digitalem Radiergummi" unsichtbar machen soll.
Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) sagte dazu auf einer Diskussionsveranstaltung zum Thema "Verbraucher im Netz": "Ein Medium ist nur so gut, wie die Menschen auch Vertrauen in dieses Medium haben." Es müsse die Frage gestellt werden, ob es im Internet "ein Recht auf Vergessen" gebe.
Diese Frage hatte einst der Wissenschaftler Viktor Mayer-Schönberger formuliert und eine gesellschaftliche Debatte dazu gefordert.
Aigner nun präsentierte eine technische Lösung dazu. Es ist nicht die erste, mehrere Forschergruppen weltweit arbeiten an solchen Modellen.
Backes sagte, die Software X-pire werde nach Abschluss der Testphase voraussichtlich in der nächsten Woche fertiggestellt. X-pire kann laut Angaben des Entwicklers Bilder verschlüsseln und sie mit einem Ablaufdatum verknüpfen. Die verschlüsselten Bilder können im Anschluss ins Internet, insbesondere in soziale Netzwerke wie Facebook, wer-kennt-wen und Flickr eingestellt werden. Nach Erreichen des Ablaufdatums ist ein Anzeigen dieser Bilder nicht mehr möglich.
Umgesetzt wird das mit einer Verschlüsselung der Fotos. Wer ein Bild hochladen will, holt sich mittels der Software einen Codeschlüssel, der auf einem Server des Anbieters hinterlegt wird. Jeder, der sich das Foto anschauen will, muss zuerst von diesem Server den Schlüssel laden. Nach Ablauf der Frist wird auf dem sogenannten Keyserver der Schlüssel gelöscht, das Foto kann nicht mehr dekodiert werden.
- Datum 11.01.2011 - 14:38 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
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Das heißt, dass es dann riesige Datenmängen an Müll in Datenbanken geben wird, weil der server selbst schlecht prüfen kann ob das bild noch angezeigt werden kann oder nicht.
Oder soll der Server ebenso wie der Endbenutzer dann den Server mit den Schlüsseln fragen ob das bild noch gültig ist???
Selbstverständlich müsste ein Bildanbieter, zum Beispiel Facebook, ebenfalls regelmäßig prüfen, ob ein Bild noch aktuell ist. Andernfalls hätte er wirklich irgendwann einen riesigen Haufen Datenmüll, der nur noch Speicherplatz in Anspruch nimmt. Das kann nicht in seinem Interesse sein.
Selbstverständlich müsste ein Bildanbieter, zum Beispiel Facebook, ebenfalls regelmäßig prüfen, ob ein Bild noch aktuell ist. Andernfalls hätte er wirklich irgendwann einen riesigen Haufen Datenmüll, der nur noch Speicherplatz in Anspruch nimmt. Das kann nicht in seinem Interesse sein.
Jemand der so vorausschauend denkt um sich diesen Schlüssel zu lizensieren ist sicher auch in der Lage Bilder entsprechend sorgfältig zu publizieren und braucht somit diese Krücke gar nicht.
Es würde mich auch nicht wundern wenn Facebook und Co. diese Technik in ihren Systemen nicht zulassen.
Facebook und Co. müssten diese Technik zulassen, wenn es dafür eine gesetzliche Regelung gäbe.
Facebook und Co. müssten diese Technik zulassen, wenn es dafür eine gesetzliche Regelung gäbe.
Facebook ist gerade durch seine Nutzerfreundlichkeit bekannt und erfolgreich geworden. Bilder über einen externen Server verschlüsseln zu lassen damit diese wieder in den sozialen Netzwerken decodiert werden können klingt fast so einfach wie eine Zugfahrt mit der Deutschen Bahn.
Einfacher wäre dem aktuellen Bildformat JPEG/JPG eine bildinterne Verschlüsselung zugeben. Damit würde die ganze Höllenfahrt über externe Server, Programme, Prozeduren entfallen.
"Einfacher wäre dem aktuellen Bildformat JPEG/JPG eine bildinterne Verschlüsselung zugeben. Damit würde die ganze Höllenfahrt über externe Server, Programme, Prozeduren entfallen."
...könnte man nicht mehr ohne weiteres dafür kassieren.
Aber du hast schon recht, auch wenn das ändern eines Standard das Bohren dicker Bretter ist.
"Einfacher wäre dem aktuellen Bildformat JPEG/JPG eine bildinterne Verschlüsselung zugeben. Damit würde die ganze Höllenfahrt über externe Server, Programme, Prozeduren entfallen."
...könnte man nicht mehr ohne weiteres dafür kassieren.
Aber du hast schon recht, auch wenn das ändern eines Standard das Bohren dicker Bretter ist.
längst überfällig !
Anm: Bitte argumentieren Sie sachlich zum Thema des Artikels. Die Redaktion/lv
...dachte Ich mir beim durchlesen des Artikels auch... ;-) Vielleicht währen Wahlen in jedem Quartal auch nicht verkehrt. Da hätten Politiker A nicht mehr die Möglichkeit zu lange an schwachsinnigen Lösungen zu basteln und B könnten bei Vorstößen die dem Volk zuwieder sind schnell und sauber entfernt werden. Ja, Ich glaube das wäre gar nicht schlecht. Und wer sinnvolle Dinge im Sinne der Bürger vollbringt, der bleibt und kann weiter walten. Doch - die Idee fände Ich spitze!
Anm: Bitte diskutieren Sie hier den Inhalt des Artikels. Danke. Die Redaktion/lv
...dachte Ich mir beim durchlesen des Artikels auch... ;-) Vielleicht währen Wahlen in jedem Quartal auch nicht verkehrt. Da hätten Politiker A nicht mehr die Möglichkeit zu lange an schwachsinnigen Lösungen zu basteln und B könnten bei Vorstößen die dem Volk zuwieder sind schnell und sauber entfernt werden. Ja, Ich glaube das wäre gar nicht schlecht. Und wer sinnvolle Dinge im Sinne der Bürger vollbringt, der bleibt und kann weiter walten. Doch - die Idee fände Ich spitze!
Anm: Bitte diskutieren Sie hier den Inhalt des Artikels. Danke. Die Redaktion/lv
Wenn in diesem Ministerium zu viel Geld zum rausschmeissen ist sind hier noch 2 weitere "Foerderprojekte":
- Open Key Server: sammelt die Schluessel aller Verschluessungsserver ein um das dauerhafte Betrachten der Bilder zu sichern
- Open Image Server: speichert alle verschluesselte Bilden unverschluesselt zur schnelleren und einfacheren Bildbetrachtung
Selbstverständlich müsste ein Bildanbieter, zum Beispiel Facebook, ebenfalls regelmäßig prüfen, ob ein Bild noch aktuell ist. Andernfalls hätte er wirklich irgendwann einen riesigen Haufen Datenmüll, der nur noch Speicherplatz in Anspruch nimmt. Das kann nicht in seinem Interesse sein.
Facebook und Co. müssten diese Technik zulassen, wenn es dafür eine gesetzliche Regelung gäbe.
...meines Wissens zählt entweder der Geschäftssitz oder der Serverstandort, wenn es um juristische Fragen geht. Beides dürfte außerhalb D stationiert sein.
Würden nur Websperren helfen und die gibts (zum Glück) noch nicht, denn wenn deutsche Politiker damit anfangen, lohnt es sich nicht mehr ins Netz zu gehen. Korrupte politcal-correcte, möchtegern-moralische, perfektionistische Regelungswut wäre das AUS. Schon jetzt muss man als Webseitenbetreiber quasi einen Anwalt anstellen, wenn man so dumm ist und seine Seiten in D hosted und das auch noch mit Namen und Adresse...
...meines Wissens zählt entweder der Geschäftssitz oder der Serverstandort, wenn es um juristische Fragen geht. Beides dürfte außerhalb D stationiert sein.
Würden nur Websperren helfen und die gibts (zum Glück) noch nicht, denn wenn deutsche Politiker damit anfangen, lohnt es sich nicht mehr ins Netz zu gehen. Korrupte politcal-correcte, möchtegern-moralische, perfektionistische Regelungswut wäre das AUS. Schon jetzt muss man als Webseitenbetreiber quasi einen Anwalt anstellen, wenn man so dumm ist und seine Seiten in D hosted und das auch noch mit Namen und Adresse...
Darauf hat die Welt gewartet.
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