Facebook Datenschützer mögen den Like-Button nicht
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Datenschützer trauen Facebook nicht

Und Datenschützern ist noch immer unklar, was der "Gefällt mir"-Knopf überhaupt alles an Daten überträgt. Den Angaben Facebooks dazu zumindest trauen sie nicht. Facebook habe behauptet, dass es IP-Adressen von Nutzern, die nicht Mitglied bei Facebook sind, nicht speichere, sagt Bernhard Freund, Referent beim Hamburgischen Landesdatenschutzbeauftragten.

Jedoch habe seine Behörde festgestellt, dass bereits ein Klick auf den Button genüge, um ein Cookie mit einer eindeutigen Identifikationskennung auf dem Rechner zwei Jahre lang zu platzieren. Eine Anmeldung bei Facebook sei dafür nicht nötig. Selbst wenn ein Nutzer nicht auf den Button klicke, werde bei ihm ein Cookie gesetzt. Der setze zwar keine eindeutige Kennung, könne in der Regel aber für die Dauer der Internetnutzung verfolgen, welche weiteren Webseiten besucht werden.

Moritz Karg vom Unabhängigen Landesdatenschutzzentrum in Schleswig-Holstein (ULD) ist mit der technischen Analyse des Like-Buttons befasst. Er sagt: "Bereits die Tatsache, dass nicht eindeutig klar ist, welche Verarbeitungsprozesse bei der Einbindung des Plugins in ein Webseitenangebot angestoßen werden, ist ein starkes Indiz für eine datenschutzrechtliche Unzulässigkeit." Facebook sei aufgefordert worden, die Vorgänge zu klären.

Noch haben die Datenschützer kein Verfahren gegen Facebook eingeleitet, da sie noch keine abschließende Bewertung treffen können. Damit der Button dem Datenschutzrecht entspricht, dürfte er aber Daten wie die IP-Adresse nur anonymisiert weitergeben. Auch müssten Betroffene ihr Recht auf Widerspruch, Auskunft und Löschung "ungehindert und effektiv" wahrnehmen können.

Diejenigen, die den Button einbauen, müssten eine Einwilligungslösung anbieten, finden Datenschützer. Oder Facebook müsste zwischen den Daten der Reichweitenanalyse und den Informationen aus den Netzwerkprofilen "strikt trennen".

Karg vom ULD glaubt jedenfalls, dass es "absolut unwahrscheinlich" ist, dass Facebook freiwillig eine datenschutzfreundliche Version seines Buttons anbieten wird: "Das Agieren von Facebook in der Vergangenheit lässt den Schluss zu, dass dem Unternehmen nicht an Datensparsamkeit und -vermeidung gelegen ist."

Eine andere Sorge ist eher grundsätzlicher Art: Facebook schafft mit dem Button eine neue Grundlage für die Bewertung von Websites. Bislang funktionierten Suchmaschinen wie Google, weil sie die Relevanz von Links bewerten können, indem sie die Verlinkung analysieren. Wenn aber Links aus einem geschlossenen Netzwerk wie Facebook ins Netz hineinreichen, können Suchmaschinen diese nicht mehr bewerten, weil sie keinen Zugriff auf sie haben.

Langfristig verschiebt sich dadurch die Gewichtung der Suchergebnisse, die Qualität der Suchergebnisse könnte sinken. Eine Orientierung im Netz würde schwerer.

 
Leser-Kommentare
    • dschun
    • 18.03.2011 um 13:06 Uhr

    Äh. Wenn ich diesen Beitrag jetzt liken würde, wäre das dann wohl paradox, nicht.

    Für mein Dafürhalten hat der Like-Button einen großen Vorteil: es tut nicht weh, kostet kaum Zeit und man ruft sich beim anderen in Erinnerung. Es gibt ja viele, die sich nicht getrauen, einen Kommentar zu verfassen. Aber klar, Big Zuckerberg ist überall.

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    Sehe ich ähnlich. Wobei ich auch gerne den "Dislike"-Button hätte, denn um z.B. auf der Guttenberg-Fan-Seite einen Kommentar verfassen zu dürfen, müsste ich diesen "Liken" und das tue ich ja nicht. Also spare ich mir in dem Fall das "Liken" und somit auch meinen Kommentar.

    Sehe ich ähnlich. Wobei ich auch gerne den "Dislike"-Button hätte, denn um z.B. auf der Guttenberg-Fan-Seite einen Kommentar verfassen zu dürfen, müsste ich diesen "Liken" und das tue ich ja nicht. Also spare ich mir in dem Fall das "Liken" und somit auch meinen Kommentar.

  1. Fuer die meisten Webbrowser gibt es Plugins, die dieses sogenannte Tracking abschalten. Bei Googles Browser Chrome heisst es "Facebook Disconnect", fuer Firefox und Co. duerfte es Aehnliches geben.

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    Erweiterung fuer Chrome:

    https://chrome.google.com...

    Erweiterung fuer Firefox:

    http://www.camp-firefox.d...

    Für Firefox gibt es außerdem das überaus hilfreiche NoScript.

    Erweiterung fuer Chrome:

    https://chrome.google.com...

    Erweiterung fuer Firefox:

    http://www.camp-firefox.d...

    Für Firefox gibt es außerdem das überaus hilfreiche NoScript.

  2. Erweiterung fuer Chrome:

    https://chrome.google.com...

    Erweiterung fuer Firefox:

    http://www.camp-firefox.d...

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    • gag
    • 18.03.2011 um 14:04 Uhr

    Gibt es hier jemanden der die technischen Konsequenzen der von Komentator 3 genannten Liste genauer erfasst? Ich habe soeben die AdBlockPlus Liste für Firefox abonniert, aber werden die Facebook Inhalte jetzt nur nicht mehr angezeigt oder erfolgt auch das Tracking nicht mehr?
    Und funktioniert das auch wenn ich gelichzeitig in einem weiteren Tab bei Facebook anegmeldet bin?

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    • Quay
    • 18.03.2011 um 14:56 Uhr

    Adblock arbeitet so, dass Inhalte von bestimmten Quellen nicht mehr geladen werden. Dies schlieszt auch Tracking-Scripte grundsaetzlich mit ein.

    Allerdings fuehrt das auch dazu, dass wenn beispielsweise alle Facebook-Inhalte geblockt werden, auch die normale Facebook-Seite nicht mehr aufrufbar (oder mindestens nicht mehr darstellbar) sein sollte. Das bedeutet, dass wenn Sie sich bei Facebook anmelden koennen, die Adblock-Liste Facebook nicht enthalten kann.

    Grundsaetzlich ist ein gleichzeitiges Benutzen und Blockieren von Facebook schwierig, denn dazu muesste man unterscheiden, welche Facebook-Inhalte gewuenscht sind und welche nicht.

    Eine Moeglichkeit besteht darin, externe Skripte zu verbieten. Das bedeutet, wenn ich auf Facebook bin, ist Facebook erlaubt, wenn ich woanders bin, dann nicht. Dabei gibt es aber zwei Probleme:
    1.) "Externe Skripte verbieten" ist sehr allgemein. Eventuell gibt es eine Seite, auf der ich mir externe Skripte wuensche. Diese Seite waere dann nur eingeschraenkt funktkionstuechtig (passiert aber eher selten)
    2.) Soweit ich weis, gibt es keine entsprechende Einstellung in Firefox (bei anderen Browsern weis ich es nicht). Fuer Cookies gibt es genau diese Regel (Cookies von Drittanbietern zulassen), bei Skripten habe ich das nicht gefunden.

    Eine Alternative bietet NoScript. Dieses Firefox-Plugin ermoeglicht es, Skripte erstmal zu verbieten und nur bei Bedarf anzuschalten. Dies erfordert jedoch gerade am Anfang ein wenig Gewoehnung.

    • Quay
    • 18.03.2011 um 14:56 Uhr

    Adblock arbeitet so, dass Inhalte von bestimmten Quellen nicht mehr geladen werden. Dies schlieszt auch Tracking-Scripte grundsaetzlich mit ein.

    Allerdings fuehrt das auch dazu, dass wenn beispielsweise alle Facebook-Inhalte geblockt werden, auch die normale Facebook-Seite nicht mehr aufrufbar (oder mindestens nicht mehr darstellbar) sein sollte. Das bedeutet, dass wenn Sie sich bei Facebook anmelden koennen, die Adblock-Liste Facebook nicht enthalten kann.

    Grundsaetzlich ist ein gleichzeitiges Benutzen und Blockieren von Facebook schwierig, denn dazu muesste man unterscheiden, welche Facebook-Inhalte gewuenscht sind und welche nicht.

    Eine Moeglichkeit besteht darin, externe Skripte zu verbieten. Das bedeutet, wenn ich auf Facebook bin, ist Facebook erlaubt, wenn ich woanders bin, dann nicht. Dabei gibt es aber zwei Probleme:
    1.) "Externe Skripte verbieten" ist sehr allgemein. Eventuell gibt es eine Seite, auf der ich mir externe Skripte wuensche. Diese Seite waere dann nur eingeschraenkt funktkionstuechtig (passiert aber eher selten)
    2.) Soweit ich weis, gibt es keine entsprechende Einstellung in Firefox (bei anderen Browsern weis ich es nicht). Fuer Cookies gibt es genau diese Regel (Cookies von Drittanbietern zulassen), bei Skripten habe ich das nicht gefunden.

    Eine Alternative bietet NoScript. Dieses Firefox-Plugin ermoeglicht es, Skripte erstmal zu verbieten und nur bei Bedarf anzuschalten. Dies erfordert jedoch gerade am Anfang ein wenig Gewoehnung.

  3. Sehe ich ähnlich. Wobei ich auch gerne den "Dislike"-Button hätte, denn um z.B. auf der Guttenberg-Fan-Seite einen Kommentar verfassen zu dürfen, müsste ich diesen "Liken" und das tue ich ja nicht. Also spare ich mir in dem Fall das "Liken" und somit auch meinen Kommentar.

    Eine Leser-Empfehlung
    • Quay
    • 18.03.2011 um 14:56 Uhr

    Adblock arbeitet so, dass Inhalte von bestimmten Quellen nicht mehr geladen werden. Dies schlieszt auch Tracking-Scripte grundsaetzlich mit ein.

    Allerdings fuehrt das auch dazu, dass wenn beispielsweise alle Facebook-Inhalte geblockt werden, auch die normale Facebook-Seite nicht mehr aufrufbar (oder mindestens nicht mehr darstellbar) sein sollte. Das bedeutet, dass wenn Sie sich bei Facebook anmelden koennen, die Adblock-Liste Facebook nicht enthalten kann.

    Grundsaetzlich ist ein gleichzeitiges Benutzen und Blockieren von Facebook schwierig, denn dazu muesste man unterscheiden, welche Facebook-Inhalte gewuenscht sind und welche nicht.

    Eine Moeglichkeit besteht darin, externe Skripte zu verbieten. Das bedeutet, wenn ich auf Facebook bin, ist Facebook erlaubt, wenn ich woanders bin, dann nicht. Dabei gibt es aber zwei Probleme:
    1.) "Externe Skripte verbieten" ist sehr allgemein. Eventuell gibt es eine Seite, auf der ich mir externe Skripte wuensche. Diese Seite waere dann nur eingeschraenkt funktkionstuechtig (passiert aber eher selten)
    2.) Soweit ich weis, gibt es keine entsprechende Einstellung in Firefox (bei anderen Browsern weis ich es nicht). Fuer Cookies gibt es genau diese Regel (Cookies von Drittanbietern zulassen), bei Skripten habe ich das nicht gefunden.

    Eine Alternative bietet NoScript. Dieses Firefox-Plugin ermoeglicht es, Skripte erstmal zu verbieten und nur bei Bedarf anzuschalten. Dies erfordert jedoch gerade am Anfang ein wenig Gewoehnung.

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    Antwort auf "@3 Frage"
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    Einfach selbst folgende zwei Filter bei Adblock Plus eingeben:

    ||fbcdn.net^

    ||facebook.com/plugins/*

    Dann auf http://www.facebook.com gehen und Adblock-Plus für facebook.com desaktivieren. Danach kann man Facebook und andere Seiten gleichzeitig in verschiedenen Tabs offen halten, ohne dass Facebook die anderen Seiten ausspionieren kann. Und der Like-Botton geht auch noch.

    ... finde ich sehr zutreffend.
    Nach dem Hinweis habe ich es mal zusätzlich zu anderen Add-Ons hinzugefügt undmuss sagen, es ist recht interessant, was da alles für Scripte auf diversen Seiten laden wollen ...

    Ich persönlich mag FB nicht, und will nicht, dass meine Daten irgendwo aufgenommen werden, was ich selbst nicht verannlasst habe.
    Doch mitlerweile bin ich Prinzipiell der Meinung, wer FB nutzt muss sich im klaren sein, dass praktisch alles was er in Verbindung damit macht in der ganzen Welt bekannt ist.

    Wer das nicht will soll es lassen ...
    Ich persönlich muss nicht auf hunderten Seiten präsent sein (mit einem FB-Acc) und ich habe auch nicht den unbedingten Drang, alles was ich sehe gleich 100 anderen ins Gesicht zu werfen (mal Umgangssprachlich gesprochen). Ansehen würden es sich ja eh nur 5 ...

    Auf diversen Seiten auf denen ich tätig bin habe ich unterschiedliche Nick's. Wer meine Wahre Identität nicht kennen soll, der kennt sie nicht. (OK ich bin auch nicht so naiv, zu glauben das es nicht doch herauszufinden wäre, aber würde das schon wieder Aufwand bedeuten)

    Einfach selbst folgende zwei Filter bei Adblock Plus eingeben:

    ||fbcdn.net^

    ||facebook.com/plugins/*

    Dann auf http://www.facebook.com gehen und Adblock-Plus für facebook.com desaktivieren. Danach kann man Facebook und andere Seiten gleichzeitig in verschiedenen Tabs offen halten, ohne dass Facebook die anderen Seiten ausspionieren kann. Und der Like-Botton geht auch noch.

    ... finde ich sehr zutreffend.
    Nach dem Hinweis habe ich es mal zusätzlich zu anderen Add-Ons hinzugefügt undmuss sagen, es ist recht interessant, was da alles für Scripte auf diversen Seiten laden wollen ...

    Ich persönlich mag FB nicht, und will nicht, dass meine Daten irgendwo aufgenommen werden, was ich selbst nicht verannlasst habe.
    Doch mitlerweile bin ich Prinzipiell der Meinung, wer FB nutzt muss sich im klaren sein, dass praktisch alles was er in Verbindung damit macht in der ganzen Welt bekannt ist.

    Wer das nicht will soll es lassen ...
    Ich persönlich muss nicht auf hunderten Seiten präsent sein (mit einem FB-Acc) und ich habe auch nicht den unbedingten Drang, alles was ich sehe gleich 100 anderen ins Gesicht zu werfen (mal Umgangssprachlich gesprochen). Ansehen würden es sich ja eh nur 5 ...

    Auf diversen Seiten auf denen ich tätig bin habe ich unterschiedliche Nick's. Wer meine Wahre Identität nicht kennen soll, der kennt sie nicht. (OK ich bin auch nicht so naiv, zu glauben das es nicht doch herauszufinden wäre, aber würde das schon wieder Aufwand bedeuten)

  4. Ein Firefox Add-On names Ghostery blockt Tracker - Facebook, aber auch Kandidaten wie disqus.

    Vielleicht sollte man die Unternehmen endlich einmal als das ansehen was sie sind...

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    Nur zum Thema Verfolgung....

    Ghostery zeigt freundlicherweise an was denn so geblockt wird.

    Interessanterweise scheint Google Adsense in Links zu Google Suchen zu stecken... oder der Browser versucht das im voraus zu laden... -> ich habe allerdings kein Add-in in diese Richtung installiert.

    Auch interessant ist, dass Flickr (Yahoo) keinerlei Tracker nutzt.

    Nur zum Thema Verfolgung....

    Ghostery zeigt freundlicherweise an was denn so geblockt wird.

    Interessanterweise scheint Google Adsense in Links zu Google Suchen zu stecken... oder der Browser versucht das im voraus zu laden... -> ich habe allerdings kein Add-in in diese Richtung installiert.

    Auch interessant ist, dass Flickr (Yahoo) keinerlei Tracker nutzt.

  5. Nur zum Thema Verfolgung....

    Ghostery zeigt freundlicherweise an was denn so geblockt wird.

    Interessanterweise scheint Google Adsense in Links zu Google Suchen zu stecken... oder der Browser versucht das im voraus zu laden... -> ich habe allerdings kein Add-in in diese Richtung installiert.

    Auch interessant ist, dass Flickr (Yahoo) keinerlei Tracker nutzt.

    Antwort auf "Ghostery"

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