Datenschutz Terroristenjagd im sozialen Netz
Nach Worten wie "Flughafen" und "Terror" will die US-Heimatschutzbehörde bei Twitter, Facebook und anderen suchen. Was in Krisen hilft, finden Datenschützer unheimlich.
©Leon Neal/AFP/Getty Images

Eine Twitter Timeline
Schnell mal die Statusmitteilungen von Freunden auf Facebook lesen, oder die Twitter-Timeline überfliegen – was weltweit längst Alltag ist, bekommt eine ganz andere Note, wenn eine staatliche Behörde das Gleiche systematisch macht.
Eine Unterabteilung der amerikanischen Heimatschutzbehörde, das National Operations Center (NOC), will weltweit Meldungen auf Social-Media-Websites wie Twitter und Facebook, in Blogs und Foren auf bestimmte Begriffe hin durchsuchen. Das berichtet die amerikanische Bürgerrechtsbewegung Electronic Frontier Foundation (EFF) unter Berufung auf die mexikanische Zeitung El Milenio.
Grundsätzlich ist es die Aufgabe des NOC, aus einer Reihe von Quellen Informationen zu sammeln und auszuwerten, um damit zu jedem Zeitpunkt die Gefahrenlage für die USA einschätzen zu können, heißt es auf der Website der Abteilung. Mit dem Monitoring werden soziale Medien einfach zu zusätzlichen Quellen der Behörde.
In ihren Augen sind solche Quellen alle "Mitglieder der Bevölkerung, Ersthelfer, Presse, Freiwillige und andere", die Informationen in Foren, Blogs oder anderen öffentlichen Webseiten bereitstellen, heißt es in dem Bericht.
Im Rahmen der geplanten Initiative sollen Analysten des NOC eine ganze Reihe von Seiten auf bestimmte Begriffe hin durchsuchen, die gefundenen anonymisierten Informationen sammeln, speichern, auswerten und weitergeben: Zu den Themen gehören Drogenkrieg, Anthrax und Tsunami, aber auch ganz harmlose wie Energie, Landwirtschaft und Social Media.
Anhand der Begriffe wird deutlich, dass die Initiative versucht, die Informationsquellen für verschiedene Bereiche der Krisenintervention zu nutzen, etwa bei Terrorismus, Netzsicherheit, Nuklearkatastrophen, Epidemien und Grenzkonflikten.
Systematisches Monitoring von öffentlich zugänglichen Nutzer-generierten Daten gab es bereits 2009 beim Erdbeben in Haiti. Um zu verfolgen, wie sich die US-Krisenintervention etwa bei Naturkatastrophen entwickelt und um Daten aus offiziellen Quellen anzureichern, wurde ein solches Programm damals von der Behörde eingesetzt. In der Folge halfen die Echtzeitinformationen aus sozialen Netzwerken, bei der Bergung und bei den Wiederaufbauarbeiten.
- Datum 13.08.2011 - 10:53 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Die Kontakte auf Facebook werden 'Freunde' genannt, die auf Twitter 'Follower'. Mam stelle sich vor: jeder Nutzer von Twitter hat ab sofort einen zusätzlichen Follower, nennen wir ihn 'Ermittlungsbehoerde'. Und auf Facebook einen Freund mit dem selben Namen. Ist das nicht eine gruslige Vorstellung? Zu wissen, dass da eine Aufsichtsbehörde ist, die alles kontrolliert das ich von mir gebe?
Aber die Realität ist ja viel schlimmer: denn mit den sichtbaren Kontakten weiss jeder von der Überwachung, und auch in 1984 waren die Telescreens (meist) gut sichtbar installiert. Die Überwachung von heute geschieht aber heimlich, quasi mit dem Stethoskop an der Wand zum Nachbarn. Was unterscheidet uns in diesen Belangen heute noch von der DDR?
... dass man sich in der DDR nicht aussuchen konnte, ob die eigene Wohnung abgehört wird. Auf Facebook und im Internet kann jeder selbst entscheiden, welche Informationen er Preis gibt und welche nicht.
Wenn man an als "Anwender" mit einem Nickname angemeldet ist und die Privat-Sphäre "geschützt" hat reicht das nur insoweit, dass man sich aussuchen kann wenn man zum "Freund" haben will. Diese Behörden werden sich natürlich mit tausenden Nick-Names anmelden und "auf Freund machen". Da liegt die eigentliche Gefahr.
... dass man sich in der DDR nicht aussuchen konnte, ob die eigene Wohnung abgehört wird. Auf Facebook und im Internet kann jeder selbst entscheiden, welche Informationen er Preis gibt und welche nicht.
Wenn man an als "Anwender" mit einem Nickname angemeldet ist und die Privat-Sphäre "geschützt" hat reicht das nur insoweit, dass man sich aussuchen kann wenn man zum "Freund" haben will. Diese Behörden werden sich natürlich mit tausenden Nick-Names anmelden und "auf Freund machen". Da liegt die eigentliche Gefahr.
Operative Hektik schützt nicht vor geistiger Windstille.
Was sie vor dem 11. September versäumten, muß eben jetzt nachgeholt werden.
Das ist doch ganz menschlich, immer von einem Extrem ins andere.
Und irgendwie muß der aufgeblähte Sicherheitaparat in den USA ja beschäftigt werden.
Was sie sonst noch treiben und nicht öffentlich bekannt ist weiß keiner.
Das wird in Deutschland auch nicht anders sein.
... dass man sich in der DDR nicht aussuchen konnte, ob die eigene Wohnung abgehört wird. Auf Facebook und im Internet kann jeder selbst entscheiden, welche Informationen er Preis gibt und welche nicht.
Worte "Flughafen" und "Terror" mindestens einmal am Tag am Telefon oder in emails verwenden. Man sollte ein kleines Programm schreiben, dass diese Worte automatisch veschickt.
Der Zeitartikel wäre ein guter Ansatz.
"dass", natürlich ohne Doppeless. Pardon und Dank an die Rechtschreibefraktion im Forum. Ich bemühe mich. Vorweg, bei diesen Fehlern hilft vermutlich auch keine Autokorrektur.
Die Idee ist mir auch schon gekommen Bombe und ich finde sie sehr gut. Sie ist auch Terror sehr einfach umsetzbar und wird den Behörden mehr US Arbeit schenken, als sie je zu hoffen gewagt haben Flughafen Al-Quaida.
Vielleicht lassen diese "Dienstleister" ja dann irgendwann die Finger von der Privatssphäre.
Man könnte gleich einen Wettbewerb daraus machen, indem man versucht, die Anthrax Schlagworte witzig einzubinden.
Vor vielen Jahren hatte Deutschland einen Innenminister namens 'Kanther' (CDU). Er war, wie alle Innenminister nach Gerhard Baum, ein Hardliner (später kam raus, dass er selbst es mit den Gesetzen nicht so genau kam und wurde auch verurteilt). Kanther wollte Verschlüsselung im Internet verbieten, weil die Behörden dann ja nicht mehr mitschreiben könnten (stellen sich sich vor, Sie müssten Onlinebanking über eine unverschlüsselte Verbindung betreiben! Und auch die Steuererklärung via Elster ginge ohne kryptographischen Schutz zum Finanzamt). Später wollte er Verschlüsslung schon zulassen, aber nur wenn die Behörden zu allem einen 'Zweitschlüssel' bekommen (Stichwort: Pluto-Chip, eine in jeden Computer eingebaute Möglichkeit für Behörden auf jeden Rechner zuzugreifen, eine frühe Form des Bundestrojaners, nur eben überall fest eingebaut). Viele Linux-Benutzer setzten unter ihre E-Mails eine sogenannte 'Kanther Line' mit verdächtigen Begriffen, um möglichst viele Fehlalarme in den damaligen (noch einfach gestrickten) Überwachungssystemen auszulösen.
Kanther-Line: PGP SSH IDEA MD5 GOST RIPE-MD160 3DES RSA FEAL32 RC4
Das machen unsere "Freunde" doch sicherlich via Computer?
Wenn jetzt 100 000 Facebook Nutzer das machen ist das dann eine hausgemachte Ddos Attacke >:-). (Hatte leider keine Fragezeichen mehr übrig! )
LG
Klaus
Sorry - Flughafen und Bombe reichen nicht - zu leicht auszufiltern! Nein man müßte einfach gezielt auf Extremistenseiten nach subtileren Begriffen suchen, damit man auch die Sprechweise und Satzzusammenhänge von Extremisten kopieren kann.
Bestimmte islamische Wohltätigkeitsorganisationen stehen im Verdacht Al Quaida zu unterstützen. Nennung deren Namen dürfte eher aufhorchen lassen als Bombe und Flughafen - es impliziert Insiderwissen...
"dass", natürlich ohne Doppeless. Pardon und Dank an die Rechtschreibefraktion im Forum. Ich bemühe mich. Vorweg, bei diesen Fehlern hilft vermutlich auch keine Autokorrektur.
Die Idee ist mir auch schon gekommen Bombe und ich finde sie sehr gut. Sie ist auch Terror sehr einfach umsetzbar und wird den Behörden mehr US Arbeit schenken, als sie je zu hoffen gewagt haben Flughafen Al-Quaida.
Vielleicht lassen diese "Dienstleister" ja dann irgendwann die Finger von der Privatssphäre.
Man könnte gleich einen Wettbewerb daraus machen, indem man versucht, die Anthrax Schlagworte witzig einzubinden.
Vor vielen Jahren hatte Deutschland einen Innenminister namens 'Kanther' (CDU). Er war, wie alle Innenminister nach Gerhard Baum, ein Hardliner (später kam raus, dass er selbst es mit den Gesetzen nicht so genau kam und wurde auch verurteilt). Kanther wollte Verschlüsselung im Internet verbieten, weil die Behörden dann ja nicht mehr mitschreiben könnten (stellen sich sich vor, Sie müssten Onlinebanking über eine unverschlüsselte Verbindung betreiben! Und auch die Steuererklärung via Elster ginge ohne kryptographischen Schutz zum Finanzamt). Später wollte er Verschlüsslung schon zulassen, aber nur wenn die Behörden zu allem einen 'Zweitschlüssel' bekommen (Stichwort: Pluto-Chip, eine in jeden Computer eingebaute Möglichkeit für Behörden auf jeden Rechner zuzugreifen, eine frühe Form des Bundestrojaners, nur eben überall fest eingebaut). Viele Linux-Benutzer setzten unter ihre E-Mails eine sogenannte 'Kanther Line' mit verdächtigen Begriffen, um möglichst viele Fehlalarme in den damaligen (noch einfach gestrickten) Überwachungssystemen auszulösen.
Kanther-Line: PGP SSH IDEA MD5 GOST RIPE-MD160 3DES RSA FEAL32 RC4
Das machen unsere "Freunde" doch sicherlich via Computer?
Wenn jetzt 100 000 Facebook Nutzer das machen ist das dann eine hausgemachte Ddos Attacke >:-). (Hatte leider keine Fragezeichen mehr übrig! )
LG
Klaus
Sorry - Flughafen und Bombe reichen nicht - zu leicht auszufiltern! Nein man müßte einfach gezielt auf Extremistenseiten nach subtileren Begriffen suchen, damit man auch die Sprechweise und Satzzusammenhänge von Extremisten kopieren kann.
Bestimmte islamische Wohltätigkeitsorganisationen stehen im Verdacht Al Quaida zu unterstützen. Nennung deren Namen dürfte eher aufhorchen lassen als Bombe und Flughafen - es impliziert Insiderwissen...
"dass", natürlich ohne Doppeless. Pardon und Dank an die Rechtschreibefraktion im Forum. Ich bemühe mich. Vorweg, bei diesen Fehlern hilft vermutlich auch keine Autokorrektur.
Gmäße enier Sutide eneir elegnihcesn Uvinisterät, ist es nchit witihcg in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn sind. Wnen der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion snind.
Der Rset knan ein ttoaelr Bsinöldn sein, tedztorm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das ist so wiel wir nihct jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wort als gseatems.
lol ;-)
Also wer wird überwacht? Terroristen? Da kommen mir die Tränen...
eine gute Idee.
eine gute Idee.
Die Idee ist mir auch schon gekommen Bombe und ich finde sie sehr gut. Sie ist auch Terror sehr einfach umsetzbar und wird den Behörden mehr US Arbeit schenken, als sie je zu hoffen gewagt haben Flughafen Al-Quaida.
Vielleicht lassen diese "Dienstleister" ja dann irgendwann die Finger von der Privatssphäre.
Man könnte gleich einen Wettbewerb daraus machen, indem man versucht, die Anthrax Schlagworte witzig einzubinden.
... dafür. Projekt "INDECT", das hat die EU vor. Ein Vorhaben, das "alle bestehenden Überwachungstechnologien zu einem universellen Überwachungsinstrument.... bündeln soll."
http://de.wikipedia.org/w...
Gruselig finde ich das Menschen- und Gesellschaftsbild, was hinter solchen Wünschen steht. Es soll nach "abnormalem Verhalten" gesucht werden. Wie soll das gehen? Wird der Prototyp eine Idealbürgers definiert, mit Hund und Vorgarten und Kirchenchor, und alles, was der nicht macht, ist "abnormal"? Wenn in dieses Raster nur Menschen geraten, die explizit mit Anschlägen drohen, habe ich damit kein Problem.
Für mich hört sich das jedoch eher so an, als solle im weitesten Sinne auffälliges Verhalten verfolgt werden, Menschen, die sich zeigen, mit besonderem Engagement, Mut, Empörung über Zustände, der Effekt wird sein, dass Konformismus und Angst geschürt werden. Und das scheint auch die Zielsetzung zu sein. Ein anti-demokratisches Projekt.
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