Datenschutz Wie Ilse Aigner das Private bewahren will
Die Ministerin sieht in Facebooks Timeline das Gegenteil dessen, wofür sie kämpft. Wie kann Deutschland international mehr Datenschutz durchsetzen? Ein Video-Interview
Datenschutz wird in den USA und in Deutschland unterschiedlich gehandhabt. Schon die Speicherung von personenbezogenen Daten europäischer Nutzer in den USA ist eigentlich nicht mit europäischem Datenschutzrecht vereinbar. Deshalb gibt es das sogenannte Safe-Harbor-Abkommen. Es erlaubt registrierten US-Unternehmen, solche Daten zu erheben und zu speichern – sofern sie sich an bestimmte Prinzipien halten. So müssen sie unter anderem ihre Kunden in Europa darüber unterrichten, welche Daten sie für wofür erheben und welche Rechte die Betroffenen haben. Außerdem müssen sie den Nutzern die Möglichkeit geben, die über sie gespeicherten Daten einzusehen und sie sogar löschen zu können. Das Abkommen wird in der Praxis immer wieder unterlaufen. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat in Gesprächen mit Facebook und US-Behörden deshalb auf die Einhaltung dieser Verpflichtungen gepocht.
Ihrer Meinung nach tut Facebook mit der neuen Timeline das genau Gegenteil von dem, was sie selbst predigt, nämlich auf Datensparsamkeit zu achten.
Aigner unterstützt deshalb die Pläne von EU-Justizkommissarin Viviane Reding. Die will mit einer Novellierung der europäischen Datenschutzrichtlinie dafür sorgen, dass Bürger ihre Rechte auch in der Praxis durchsetzen können. So sollen sie unter anderem persönliche Daten, die von Unternehmen gespeichert wurden, selbstbestimmt löschen können. Unternehmen sollen zudem verpflichtet werden, ihren Kunden unmittelbar mitzuteilen, wenn Daten verloren gehen oder gestohlen werden.
Im Video-Interview mit ZEIT ONLINE erklärt Aigner, was Deutschland tun kann, um Einfluss auf die angekündigte europäische Datenschutzrichtlinie zu nehmen – und wie sie die Einstellung der Deutschen zu Facebooks Timeline einschätzt.
- Datum 06.10.2011 - 17:40 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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http://www.stern.de/tv/st...
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der im Link [1] zu stern.de genannte Student hat eine Webseite geschaffen, auf der Details beschrieben werden. Auf [2] sind alle Datenfelder mit Speicherzeit, kurzweiligen Inhalten ("Du, letzte Nacht war ein grosser Fehler. Ich stehe wirklich nicht auf Männer") und vollständige pdf-Dateien beschrieben.
[1] http://www.stern.de/tv/st...
[1] http://www.europe-v-faceb...
der im Link [1] zu stern.de genannte Student hat eine Webseite geschaffen, auf der Details beschrieben werden. Auf [2] sind alle Datenfelder mit Speicherzeit, kurzweiligen Inhalten ("Du, letzte Nacht war ein grosser Fehler. Ich stehe wirklich nicht auf Männer") und vollständige pdf-Dateien beschrieben.
[1] http://www.stern.de/tv/st...
[1] http://www.europe-v-faceb...
Vieles was in den USA gesammelt wird macht uns ein flaues Gefühl. Wozu dieses Sammeln, warum diese Geheimhaltung, warum werden unsere Gesetze in den USA nicht befolgt? Bei letzter Frage fällt die Antwort einfach aus: wer einen amerikanischen Dienst benutzt unterwirft sich amerikanischen Gesetzen. Da helfen eine sicheren Häfen und keine Versprechen. Wer einmal lügt .....
Frau Eigner wäre gut beraten die europäische IT zu stärken, Alternativen zu unterstützen. Es gibt sie durchaus! Mit politischem Willen kann eine europäische Alternative aufgebaut werden. Datenschutz kann sexy sein, das werden dann auch Amerikaner merken.
Warum Frau Eigner ein medienwirksames Spektakel veranstaltet das nichts bringen wird weiss nur sie. Dass sie den Benutzern kein Angebot zum 'hierbleiben' bietet mache ich ihr zum Vorwurf!
der im Link [1] zu stern.de genannte Student hat eine Webseite geschaffen, auf der Details beschrieben werden. Auf [2] sind alle Datenfelder mit Speicherzeit, kurzweiligen Inhalten ("Du, letzte Nacht war ein grosser Fehler. Ich stehe wirklich nicht auf Männer") und vollständige pdf-Dateien beschrieben.
[1] http://www.stern.de/tv/st...
[1] http://www.europe-v-faceb...
Die Lösung wäre wohl, dass Frau Aigner zurücktritt. Sie hat aus meiner Sicht im Bereich Internet und Verbraucherschutz nichts hinbekommen/umgesetzt. Es tut mir leider, wenn auch hier wieder der Zeit-Zensor zuschlägt, aber konstruktiver kann ich dies nicht ausdrücken. Das Safe Harbor Abkommen ist eine Farce, besonders im Hinblick auf die neuen amerikanischen "Sicherheits-Gesetze"
PS: Aus meiner Sicht übertreibt die Zeit es im Augenblick mit der Artikel Zensur. Es wäre schön wenn die Zeit hierzu vielleicht in einem eigenen Artikel Stellung nehmen könnte. Auf mich wirkt es willkürlich, besonders bei den Steve Jobs Artikeln.
Besten Dank für das Bemühen um eine Diskussion, die die Netiquette beachtet. Wir möchten Sie trotzdem bitten Ihre Kritik an Moderationsentscheidungen an community@zeit.de zu richten. Danke, die Redaktion/jz.
Wer sich in Facebook anmeldet, muss damit rechnen, dass sie alle Daten über einen sammeln. Ich bin nie davon ausgegangen, dass, wenn ich Daten lösche, sie auch von den Servern gelöscht wurden. Das ist naiv und die Timeline war absehbar und ist eigentlich schon längst in ungenauer Form vorhanden. Wo jedoch eingegriffen werden sollte, ist der ''Like-Button'' auf anderen Websites. Hier sieht Facebook, angemeldet oder nicht, registriert oder nicht, dass man dort war und speichert es mit der IP. Das ist Datenspeicherung, mit der die NUtzer nicht einverstanden sind, und das MUSS unterbunden werden!
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