Soziale Netzwerke Facebook-Kodex wird noch Monate brauchen
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Die erste Vereinbarung hatten nur drei Netzwerke unterschrieben

Auch Google-Vertreter Per Meyerdierks wiederholte in der Anhörung nur, dass der Konzern großen Wert auf Transparenz und Datenschutz lege und bei Google+ die Klarnamenspflicht aufweichen wolle.

Wohl auch, um guten Willen zu zeigen, hat Google in dieser Woche eine Informationskampagne mit dem Titel "Gut zu wissen" vorgestellt. Die Initiative solle "Kompetenzen vermitteln, damit Nutzer sich eigenständig um Sicherheitsaspekte kümmern". Daran ist nichts auszusetzen. Es kann aber auch so interpretiert werden: "Lasst doch die Nutzer entscheiden, ob sie uns ihre Daten überlassen wollen oder nicht."

Um die neue Selbstverpflichtung dürften die beiden großen Player trotzdem nicht herumkommen. Die bestehende Vereinbarung von 2009, unterschrieben nur von den VZ-Netzwerken, den Lokalisten und Wer-kennt-wen, hatte Facebook immer abgelehnt. Dabei gab es damals noch gar keine "Gefällt-mir"- oder "+1"-Buttons. Der neue Kodex muss also mehr umfassen als der alte.

Im Innenministerium hofft man, "dass zur Cebit 2012, also im März, erste Ergebnisse vorgestellt werden können".

Konsequenzen in Schleswig-Holstein

Bis dahin bleibt den Datenschutzbeauftragten nichts anderes übrig, als ihre eigenen Staatskanzleien unter Druck zu setzen. Laut Thilo Weichert vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein haben "sämtliche Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder alle öffentlichen Stellen aufgefordert, ihre Fanpages abzuschalten".

Weicherts eigene Landesregierung fällt ihm nun in den Rücken. Staatssekretär Arne Wulff teilte Weichert am Montag mit, die Fanpage auf Facebook werde bleiben. Wulff kündigte aber zumindest an, dass die Seite mit einem deutlichen Warnhinweis versehen werden soll.

Das ist Weichert zu wenig. Am Dienstag kündigte er an, noch in dieser Woche Konsequenzen zu ziehen: "An einer Beanstandung nach Paragraf 42 Absatz 2 Landesdatenschutzgesetz wird kein Weg vorbeigehen." Das entspricht einer öffentlichen Rüge, weil sich die eigene Regierung nicht an das Datenschutzrecht hält. Die Facebook-Verantwortlichen können sich dabei entspannt zurücklehnen. Bis die deutsche Debatte für das Netzwerk irgendwelche Konsequenzen hat, werden noch Monate vergehen. Mindestens.

Update: In einer früheren Version dieses Artikels stand fälschlicherweise, dass Richard Allan an diesem Mittwoch bei den Gesprächen in Berlin dabei sein wird.

 
Leser-Kommentare
  1. bietet derzeit bereits die Browsererweiterung Ghostery. Und nicht nur vor Facebook, sondern auch vor Google-Analytics, Google Plus, Dblclick und vielen vielen weiteren sogenannten Trackern die uns durchs Internet verfolgen und unsere Nutzung aufzeichnen.

    https://secure.wikimedia....

    Eine Leser-Empfehlung
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    für Firefox, Internet Explorer, Chrome, Safari und Opera unter:
    http://www.ghostery.com/d...

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  3. 127.0.0.1 facebook.com

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    • bugme
    • 01.11.2011 um 22:49 Uhr

    da fehlen aber noch ein paar server zum 0 routen.

    für fortgeschrittene empfehle ich noscript, kann das selbe wie ghostery und vieles mehr

    • bugme
    • 01.11.2011 um 22:49 Uhr

    da fehlen aber noch ein paar server zum 0 routen.

    für fortgeschrittene empfehle ich noscript, kann das selbe wie ghostery und vieles mehr

    • bugme
    • 01.11.2011 um 22:49 Uhr
    4. hehe^^

    da fehlen aber noch ein paar server zum 0 routen.

    für fortgeschrittene empfehle ich noscript, kann das selbe wie ghostery und vieles mehr

    • jon777
    • 02.11.2011 um 8:47 Uhr

    Ein Elektrogerät, das nicht betriebssicher ist, wird auch stillgelegt.
    Ein Auto bedarf einer Zulassung um am öffentlichen Straßenverkehr teilzunehmen. Warum sind gefährliche Programme ungestraft im Umlauf?
    Hier ist die Politik gefragt!

    Warum machen die medien mit ihrem I LIKE IT Knopf noch immer Werbung für dieses fehlerhafte Produkt?

    Und wer jetzt darauf verweist die Kunden benutzen es freiwillig, das tuen die meisten Drogenabhängigen mit ihrer Droge auch, trotzdem greift der Staat im allgemeinen Interesse ein.

  4. Was macht das, wie kann man das essen und was ist mit SecondLife?

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