StreetsideMicrosoft startet Kartendienst über Weihnachten

Ohne große Ankündigung will Microsoft seinen Dienst Streetside an den Weihnachtsfeiertagen in Deutschland einführen. Der soll mit Google Street View konkurrieren.

Kamera-Auto des Kartendienstes Bing Maps Streetside in Nürnberg

Kamera-Auto des Kartendienstes Bing Maps Streetside in Nürnberg

Microsoft will sein Konkurrenzangebot zu Google Street View behutsamer in Deutschland einführen. Über die Weihnachtstage soll der Dienst namens Streetside starten. Er gehört zum Kartendienst von Microsofts Suchmaschine Bing. Eine große Vorankündigung war nicht geplant. So sagte es Severin Löffler von Microsoft Deutschland dem Branchendienst heise online .

Der Start von Google Street View im November 2010 war holprig . Die Aufregung in der Bevölkerung und der Widerstand von Datenschützern waren groß, die Anzahl der Anträge auf Verpixelung von Häusern sechsstellig. 

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Zunächst will Microsoft nur die Panoramabilder aus Süddeutschland zeigen, aus München, Nürnberg, Fürth, Erlangen und Augsburg. Dort waren im April die ersten Aufnahmen gemacht worden – so wie schon von Google mit Hilfe von Kamerawagen.

Fertig sind auch schon die Bilder laut heise online auch schon in Ingolstadt, Regensburg und Würzburg, im Rhein-Main-Gebiet sowie in Berlin. Freigeschaltet werden sollen sie nach und nach.

Wer nicht möchte, dass sein Haus erkennbar ist, muss nun warten, bis die Bilder veröffentlicht werden . Eine Vorab-Einspruchsfrist war am 30. September abgelaufen. Knapp 81.000 Haushalte hatten bis dahin beantragt, dass ihr Haus unkenntlich gemacht wird. Bei Google Street View waren es mit rund 244.000 etwa dreimal so viele.

Microsoft beruft sich dabei auf den Datenschutzkodex für Geodatendienste , der nur eine nachträgliche Verpixelung von Hausfassaden auf Antrag verlangt.

Google betont, dass Street View in Deutschland mittlerweile sehr beliebt sei. Die Nutzung sei seit dem Start vor gut einem Jahr um 25 Prozent gestiegen. Einige Nutzer hätten sogar angefragt, ob Google die Verpixelung ihrer Häuser rückgängig machen könne. Das sei aber nicht möglich.

 
Leserkommentare
  1. "Einige Nutzer hätten sogar angefragt, ob Google die Verpixelung ihrer Häuser rückgängig machen könne."

    Klar.
    Wenn ich umziehe in ein Haus/ Wohnung, welches verpixelt wurde durch meinen Vorgänger, habe ich die A*** Karte.
    So können die "Verpixelmieter" umherziehen und alles verpixeln lassen, rein theoretisch.

    "Selbst wenn nur ein Mieter aus einem Mehrparteienhaus Widerspruch einlegt, muss das Objekt in der Ansicht des Programms unkenntlich gemacht werden."
    http://blog.beck.de/2010/...

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    ... und jetzt erklären Sie uns nochmal im Detail warum es die "A*** Karte" ist, wenn das eigene Haus bei Google verpixelt ist. Ist doch "sch**** egal", oder?

    ... und jetzt erklären Sie uns nochmal im Detail warum es die "A*** Karte" ist, wenn das eigene Haus bei Google verpixelt ist. Ist doch "sch**** egal", oder?

  2. ... und jetzt erklären Sie uns nochmal im Detail warum es die "A*** Karte" ist, wenn das eigene Haus bei Google verpixelt ist. Ist doch "sch**** egal", oder?

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Ein Mieter reicht"
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    regt mich soetwas ein wenig auf, weil ich schon gerne durch Street View "laufe" und mich umschaue. Auch in Deutschland.

    Und die gleichen, die bei Facebook angemeldet sind (dass CIA und Co Facebook finanzieren, müsste mittlerweile jedem klar sein), lassen sich Ihre Wohnung verpixeln. Da habe ich schon einige Kanidaten kennenlernen dürfen. Hauptsache, man kann seine Macht zeigen, auch wenns sinnlos ist.

    regt mich soetwas ein wenig auf, weil ich schon gerne durch Street View "laufe" und mich umschaue. Auch in Deutschland.

    Und die gleichen, die bei Facebook angemeldet sind (dass CIA und Co Facebook finanzieren, müsste mittlerweile jedem klar sein), lassen sich Ihre Wohnung verpixeln. Da habe ich schon einige Kanidaten kennenlernen dürfen. Hauptsache, man kann seine Macht zeigen, auch wenns sinnlos ist.

    • Medley
    • 24.12.2011 um 7:45 Uhr

    Ich war mit Google Streetview schon in der ganzen Welt. In New York, Los Angeles, Vancover, Tokio, London, Paris, Rom, Helsinki, Oslo, Kopenhagen, Kapstadt, Rio, Sydney und ich weiß nicht wo sonstwo noch, aber in keinem einzigen Land aber wirklich KEINEM einzigen Land war auch nur EIN einziges Haus gepixelt! Sowas gib's tatsächlich nur bei uns, in der Bekloppten Republik Deutschland. Meines Erachtens haben die Deutschen nach dem WW2 nicht mehr ihr seelisches Gleichgewicht zurückgefunden, um es mal ganz, ganz vorsichtig auszudrücken. Warum um alles in der Welt verpixelt man sein Haus? Wenn's reinweg nur um den Datenschutz ginge, dann müsste ja auch jeder Fotojournalist, jedes Fernsehkamerateam, oder auch jeder Kinofilmprproduzent, wenn im öffentlichen Raum Bilder gemacht werden, vorher die entsprechenden Mieter und Hausbesitzer um das Geschehen herum um Erlaubnis zur Gebäudeaufnahme bitten. Und jene tolldreisten Privatleute, die zB. Reise- und Urlaubsfotos oder sonstige Bilder machen, auf denen mehr als einen Wiese und ein Wald zu sehen ist, und die dann dise Aufnahmen auch noch im Netz veröffentlichen, die müssten dann ebenfalls erst recht an die Einspruchserhebungskandarre genommen werden. Das ganze ist doch absurd. Ja, wenn ein Abbild eines Menschen gegen seinen Willen veröffentlicht wird, ok, dass ist durchaus relevant, aber eine schnöde Hausfassade? Wie kann diese ein Recht auf Persönlichkeit haben, wo sie doch nur ein Ding, wie ein Baum oder zB. eine Brücke ist?

    6 Leserempfehlungen
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    • Cherti
    • 24.12.2011 um 23:48 Uhr

    "Ich war mit Google Streetview schon in der ganzen Welt..."
    Und nun schmollen Sie, weil Sie mir nicht auch noch in den Garten glotzen können?
    Aber vermutlich bin ich nur einer dieser Linken, die völlig grundlos, zu Unrecht und ohne jeden Anlass große IT-Konzernen unterstelle, zu gleichgültig mit der Privatspäre anderer Leute umzugehen und etwas dagegen haben, dass Diese sich das Recht anmaßen, daraus Kapital zu schlagen. Wer hat denn auch schon mal etwas von Datenschutzverletzungen gehört?

    "...aber in keinem einzigen Land aber wirklich KEINEM einzigen Land war auch nur EIN einziges Haus gepixelt! Sowas gib's tatsächlich nur bei uns, in der Bekloppten Republik Deutschland."
    Und als Frankreich als eines der ersten Länder die Sklaverei abschaffte, da konnte man sonst überall auf der Welt noch ganz problemlos Sklaven kaufe. Diese 'Bekloppten' Franzosen.

    "Das ganze ist doch absurd."
    Natürlich ist es dann ... schließlich erklären Sie es dazu und Sie sind ja der Nabel der Welt. Wer anderer Meinung ist, der ist halt 'bekloppt' und hat ein Weltkriegstrauma, selbst wenn er da noch garnicht gelebt hat.

    In L.A. waren Sie aber wohl nicht überall, auch im "Land of the free" gibt es anscheinend Bekloppte:

    http://g.co/maps/vzp25

    Hallo,

    ich finde ihre Unterstellungen, die sie den Streetviewgegnern gegenüber aussprechen etwas schwach. Sie scheinen die Menschen ja ganz genau zu kennen. Das halte ich für unwahrscheinlich.

    Ich habe auch meine Hausfassade verpixeln lassen. Ganz bestimmt nicht weil ich Angst vor irgend welchen Folgen habe, oder weil ich die Technik dahinter nicht durchschaue, oder weil ich durch irgendeine Presse aufgepeischt wurde.
    Auch weiss ich, dass es unsinnig erscheint.

    Mir geht es persönlich um etwas ganz anderes: Ich bin nicht gefragt worden, ob ich mein Haus für die Dienstleistung bei Google zur Verfügung stellen möchte. Und ehrlich gesagt möchte ich das nicht. Ganz schlicht. Ich möchte nicht.

    So, das ist zunächst die Ausgangslage. Also bleiben mir zwei Optionen: 1. Ich lasse das Haus nicht verpixeln und finde mich einfach mit der Situation ab, das Google etwas tut, was ich nicht möchte. 2. Ich lasse mein Haus verpixeln. Das Ganze in einem kleinen Mehrzeiler formuliert und an Google geschickt. Fall Erledigt. Was ist denn daran spießig?
    Es kann doch nicht ein Argument sein, Sachen hinzunehmen, nur weil es sonst niemand macht. Das klingt für mich etwas willenlos und resigniert.
    Ich bin mir nicht sicher, aber kann man es als spießig sehen, wenn sich Menschen über andere echauffieren, nur weil sie eine andere Einstellung zu bestimmten Themen haben?

    Nicht vergessen, so wichtig ist Streetview nicht. Also, nicht aufregen!

    So, die Ganz ruft!

    Frohe Weihnachten ihr Lieben!

    • Cherti
    • 24.12.2011 um 23:48 Uhr

    "Ich war mit Google Streetview schon in der ganzen Welt..."
    Und nun schmollen Sie, weil Sie mir nicht auch noch in den Garten glotzen können?
    Aber vermutlich bin ich nur einer dieser Linken, die völlig grundlos, zu Unrecht und ohne jeden Anlass große IT-Konzernen unterstelle, zu gleichgültig mit der Privatspäre anderer Leute umzugehen und etwas dagegen haben, dass Diese sich das Recht anmaßen, daraus Kapital zu schlagen. Wer hat denn auch schon mal etwas von Datenschutzverletzungen gehört?

    "...aber in keinem einzigen Land aber wirklich KEINEM einzigen Land war auch nur EIN einziges Haus gepixelt! Sowas gib's tatsächlich nur bei uns, in der Bekloppten Republik Deutschland."
    Und als Frankreich als eines der ersten Länder die Sklaverei abschaffte, da konnte man sonst überall auf der Welt noch ganz problemlos Sklaven kaufe. Diese 'Bekloppten' Franzosen.

    "Das ganze ist doch absurd."
    Natürlich ist es dann ... schließlich erklären Sie es dazu und Sie sind ja der Nabel der Welt. Wer anderer Meinung ist, der ist halt 'bekloppt' und hat ein Weltkriegstrauma, selbst wenn er da noch garnicht gelebt hat.

    In L.A. waren Sie aber wohl nicht überall, auch im "Land of the free" gibt es anscheinend Bekloppte:

    http://g.co/maps/vzp25

    Hallo,

    ich finde ihre Unterstellungen, die sie den Streetviewgegnern gegenüber aussprechen etwas schwach. Sie scheinen die Menschen ja ganz genau zu kennen. Das halte ich für unwahrscheinlich.

    Ich habe auch meine Hausfassade verpixeln lassen. Ganz bestimmt nicht weil ich Angst vor irgend welchen Folgen habe, oder weil ich die Technik dahinter nicht durchschaue, oder weil ich durch irgendeine Presse aufgepeischt wurde.
    Auch weiss ich, dass es unsinnig erscheint.

    Mir geht es persönlich um etwas ganz anderes: Ich bin nicht gefragt worden, ob ich mein Haus für die Dienstleistung bei Google zur Verfügung stellen möchte. Und ehrlich gesagt möchte ich das nicht. Ganz schlicht. Ich möchte nicht.

    So, das ist zunächst die Ausgangslage. Also bleiben mir zwei Optionen: 1. Ich lasse das Haus nicht verpixeln und finde mich einfach mit der Situation ab, das Google etwas tut, was ich nicht möchte. 2. Ich lasse mein Haus verpixeln. Das Ganze in einem kleinen Mehrzeiler formuliert und an Google geschickt. Fall Erledigt. Was ist denn daran spießig?
    Es kann doch nicht ein Argument sein, Sachen hinzunehmen, nur weil es sonst niemand macht. Das klingt für mich etwas willenlos und resigniert.
    Ich bin mir nicht sicher, aber kann man es als spießig sehen, wenn sich Menschen über andere echauffieren, nur weil sie eine andere Einstellung zu bestimmten Themen haben?

    Nicht vergessen, so wichtig ist Streetview nicht. Also, nicht aufregen!

    So, die Ganz ruft!

    Frohe Weihnachten ihr Lieben!

    • Medley
    • 24.12.2011 um 7:57 Uhr

    Wer ist an dem ganze Pixelirrsinn maßgeblich schuld? Ja, vorallem wohl mal die volkserzieherischen Staatssender und dieverse Linksprintmedien, die im Vorfeld einen absurde hysterische Kampagne gegen den ach so allmächtigen, finster-dunkler Machenschaften verdächtigten(amerikanisch-imperialistischen)Google-Großkonzern vom Stapel gelassen hatten. Das diese wohl gewirkt haben muss kann man zB. in Berlin sehr schön daran erkennen,dass gerade in den Stadtvierteln/Straßenzügen viele Häuser unkenntlich gemacht wurden, in denen ein bildungsnahes, rotgrünes Wahlpublikum sein behagliches Zuhause gefunden hat.

    Eine Leserempfehlung
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    • dth
    • 24.12.2011 um 13:16 Uhr

    Die Linken Technikfeinde mal wieder?
    War da nicht eine gewisse CSU-Ministerin ganz vorn mit dabei?
    Eigentlich hatte man doch den Eindruck, dass sich da besonders jene hervorgehen, denen die Privatsphäre ansonsten sonstwo vorbei geht.

    • dth
    • 24.12.2011 um 13:16 Uhr

    Die Linken Technikfeinde mal wieder?
    War da nicht eine gewisse CSU-Ministerin ganz vorn mit dabei?
    Eigentlich hatte man doch den Eindruck, dass sich da besonders jene hervorgehen, denen die Privatsphäre ansonsten sonstwo vorbei geht.

  3. regt mich soetwas ein wenig auf, weil ich schon gerne durch Street View "laufe" und mich umschaue. Auch in Deutschland.

    Und die gleichen, die bei Facebook angemeldet sind (dass CIA und Co Facebook finanzieren, müsste mittlerweile jedem klar sein), lassen sich Ihre Wohnung verpixeln. Da habe ich schon einige Kanidaten kennenlernen dürfen. Hauptsache, man kann seine Macht zeigen, auch wenns sinnlos ist.

    Antwort auf "Okay..."
  4. "Google betont, dass Street View in Deutschland mittlerweile sehr beliebt sei. Die Nutzung sei seit dem Start vor gut einem Jahr um 25 Prozent gestiegen."

    Hm.
    Das könnte bedeuten, dass vor einem Jahr 100 Millionen geschaut haben, und später waren's dann 125 Millionen.
    Oder es waren vor einem Jahr 10.000, und nun sind's "stolze" 12.500 ?
    Wer übrigens, ...wer prüft solche Reklamezahlen von amerikanischen Multis nach?

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    • dth
    • 24.12.2011 um 13:16 Uhr

    Die Linken Technikfeinde mal wieder?
    War da nicht eine gewisse CSU-Ministerin ganz vorn mit dabei?
    Eigentlich hatte man doch den Eindruck, dass sich da besonders jene hervorgehen, denen die Privatsphäre ansonsten sonstwo vorbei geht.

    Antwort auf "Who's to blame?"
  5. warum ich Konzernen und Versicherungsagenturen einen kostenlosen und freien Blick auf meine Wohnung erlauben sollte.
    Private haben dann leider das Nachsehen.

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