StreetsideMicrosoft startet Kartendienst über Weihnachten

Ohne große Ankündigung will Microsoft seinen Dienst Streetside an den Weihnachtsfeiertagen in Deutschland einführen. Der soll mit Google Street View konkurrieren. von 

Kamera-Auto des Kartendienstes Bing Maps Streetside in Nürnberg

Kamera-Auto des Kartendienstes Bing Maps Streetside in Nürnberg  |  © Daniel Karmann / dpa

Microsoft will sein Konkurrenzangebot zu Google Street View behutsamer in Deutschland einführen. Über die Weihnachtstage soll der Dienst namens Streetside starten. Er gehört zum Kartendienst von Microsofts Suchmaschine Bing. Eine große Vorankündigung war nicht geplant. So sagte es Severin Löffler von Microsoft Deutschland dem Branchendienst heise online .

Der Start von Google Street View im November 2010 war holprig . Die Aufregung in der Bevölkerung und der Widerstand von Datenschützern waren groß, die Anzahl der Anträge auf Verpixelung von Häusern sechsstellig. 

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Zunächst will Microsoft nur die Panoramabilder aus Süddeutschland zeigen, aus München, Nürnberg, Fürth, Erlangen und Augsburg. Dort waren im April die ersten Aufnahmen gemacht worden – so wie schon von Google mit Hilfe von Kamerawagen.

Fertig sind auch schon die Bilder laut heise online auch schon in Ingolstadt, Regensburg und Würzburg, im Rhein-Main-Gebiet sowie in Berlin. Freigeschaltet werden sollen sie nach und nach.

Wer nicht möchte, dass sein Haus erkennbar ist, muss nun warten, bis die Bilder veröffentlicht werden . Eine Vorab-Einspruchsfrist war am 30. September abgelaufen. Knapp 81.000 Haushalte hatten bis dahin beantragt, dass ihr Haus unkenntlich gemacht wird. Bei Google Street View waren es mit rund 244.000 etwa dreimal so viele.

Microsoft beruft sich dabei auf den Datenschutzkodex für Geodatendienste , der nur eine nachträgliche Verpixelung von Hausfassaden auf Antrag verlangt.

Google betont, dass Street View in Deutschland mittlerweile sehr beliebt sei. Die Nutzung sei seit dem Start vor gut einem Jahr um 25 Prozent gestiegen. Einige Nutzer hätten sogar angefragt, ob Google die Verpixelung ihrer Häuser rückgängig machen könne. Das sei aber nicht möglich.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Google | Microsoft | Bevölkerung | Bing | Haushalt | Heise
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