Wer nicht möchte, dass das Unternehmen Informationen aus verschiedenen Diensten zusammenführt und damit Suchergebnisse und Werbung individualisiert, darf sich erstens nicht bei Google einloggen und dann mehrere Dienste benutzen. Zudem muss er Maßnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass Google über Cookies erfährt, welcher Computer gerade für Google-Dienste genutzt wird. Wie sich Cookies nach jeder Browsersitzung löschen lassen und welche Plug-ins (Zusatzprogramme für den Browser) helfen, das Tracking durch Google zu verhindern, steht zum Beispiel hier oder hier . Eine Möglichkeit, die Anzeigen zu beeinflussen und etwa bestimmte Themen nicht in Form von Werbung einzublenden, räumt aber auch Google ein. Das entsprechende Werkzeug heißt Ads Preferences Manager .

Google will die neue, zentrale Regelung per E-Mail und Informationen auf der Homepage möglichst transparent für jeden Google-Nutzer kommunizieren. Außerdem hat das Unternehmen bereits eine Informationsseite eingerichtet.

Die künftigen Nutzungsbedingungen und die bis dahin geltenden können derzeit miteinander verglichen werden. Nur einige Dienste wie Google Wallet oder Chrome werden eigene Regelungen behalten.

Hintergrund für die Zusammenführung von Nutzerdaten dürfte auch das schwierige Geschäft mit Anzeigen sein, über das Google noch immer 96 Prozent seiner Einnahmen erzielt. Die Kosten pro Click auf eine Anzeige sind zuletzt um acht Prozent gefallen – stärker personalisierte Anzeigen durch die Zusammenlegung von Daten aus verschiedenen Google-Diensten könnten den Preis und damit den Umsatz von Google wieder erhöhen.