Datenschutz: Behörden fragen immer häufiger Kontodaten ab
Um Missbrauch aufzudecken, dürfen Finanzämter und Sozialbehörden in Ausnahmefällen Kontodaten überprüfen. Einem Bericht zufolge sind die Abfragen erneut enorm gestiegen.
Finanzämter und Sozialbehörden prüfen einem Zeitungsbericht zufolge immer häufiger die Konten von Privatpersonen. 2011 sei die Zahl der Abfragen um rund zehn Prozent auf fast 63.000 gestiegen, berichtete die Neue Osnabrücker Zeitung.
Im Jahr 2005, als das automatisierte Abrufverfahren für Stammdaten wie Name, Geburtsdatum oder Adresse der Bankkunden eingeführt wurde, habe es noch weniger als 9.000 Abfragen gegeben. Seitdem habe ihre Zahl um etwa 700 Prozent zugenommen.
Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar kritisierte das Vorgehen der Behörden. "Eine Maßnahme, die laut Bundesverfassungsgericht eigentlich als Ausnahme gedacht war, hat sich fast zu einer Routine entwickelt", sagte er. "Diesem ungehemmten Zuwachs muss der Gesetzgeber dringend Einhalt gebieten. Schon eine verbesserte Begründungspflicht könnte dazu führen, dass die Zahl der Abfragen wieder abnimmt."
Beschwert hatte er sich über diese Entwicklung auch schon im vergangenen Jahr: "Die Anzahl der Anfragen hat sich in gerade mal fünf Jahren mehr als verfünffacht", hatte Schaar im April 2011 gesagt.
Zur Förderung der Steuerehrlichkeit und Eindämmung von Sozialleistungsmissbrauch dürfen Behörden seit April 2005 Konten von Bürgern ermitteln. Unter bestimmten Voraussetzungen haben Finanzämter, Sozialämter, Arbeitsagenturen und Bafög-Stellen Zugriff auf die Daten aller Konten und Depots bei Banken und Sparkassen.









Finanzämter, Sozialämter, Arbeitsagenturen, Bafög-Stellen ...
Das klingt eher nach Jagd auf die 50-EUro-Sünder im Armuts-Segment, als auf die großen Fische. Die Frage wer von dieser Entwicklung am meisten betroffen ist, sollte schon zu beantworten sein.
Ist das Ausdruck der Tendenz der letzten Jahre den Griff immer enger um den Nacken der Systemverlierer zu schliessen, oder endlich ernsthaft den wahren "Findigen" auf die Schliche zu kommen?
Der nutzt Sie auch!
Könnten doch dadurch bei den eigenen Bewertungen der Vorgesetzten , ein paar
Pluspunkte der Beförderung dienlich sein
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Kritik an der Moderation richten Sie gerne an community@zeit.de. Die Richtlinien der Moderation entnehmen Sie bitte der . Danke, die Redaktion/mo..
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kommen. spätestens nach 3 jahren wird dieses mittel auch bei bagatelldelikten eingesetzt.
sorry, liebe leute - "unser" staat ist völlig von der kette; und er hat immer weniger mit mir zu tun (einmal abgesehen davon, dass ich ihn bezahle...)
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Basiswert 9.000 Anfragen.
Steigerung um 100% wären 18.000 Anfragen.
Steigerung um 700% wären 72.000 Anfragen.
Eine Steigerung von 9.000 auf 63.000 Anfragen ist eine Steigerung *um* 600% - oder eine *auf* 700% des ursprünglichen Niveaus.
72.000 ist schon richtig. Pro 100 Prozent müssen sie den Ausgangsbetrag malnehmen, also 9.000 x 7 = 63.000.
72.000 ist schon richtig. Pro 100 Prozent müssen sie den Ausgangsbetrag malnehmen, also 9.000 x 7 = 63.000.
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Administration. Der "Gläserne Bürger" ist längst Realität.
Abgeordnete und Regierung Mitglieder hingegen sind immun, aber gerade hier währe es, wenn man die Berichterstattung zur Korruption und Lobbyismus verfolgt, von Nöten.
Aber Nein: Der Hartz IV Empfänger und der Einkommensteuerzahler wird überprüft! Alles Menschen die in der Realen Welt ohnehin kaum die Chance haben den Staat zu besch...!
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