Soziales NetzwerkComputerwurm stiehlt Zugangsdaten von 45.000 Facebook-Konten

Der bekannte Ramnit-Wurm konnte Anmeldedaten zu über 45.000 Facebook-Konten sammeln. Mit diesen Daten könnte er sich nun noch wesentlich weiter verbreiten.

Der seit fast zwei Jahren bekannte Ramnit-Wurm ist jetzt im größten sozialen Netzwerk der Welt aufgetaucht: Er hat Anmeldedaten zu über 45.000 Facebook-Konten eingesammelt. Das berichtet der Sicherheitsspezialist Seculert. Die Mehrzahl der erbeuteten Daten stammen aus Großbritannien. Aber auch in Frankreich wurden viele Zugangsdaten von Facebook-Konten entwendet.

Der Ramnit-Wurm gilt als Schädling, der vor allem Zugangsdaten etwa für Onlinebanking abgreift. Außerdem wird er dazu benutzt, in Bankensysteme und Firmennetzwerke einzudringen. Ramnit nutzt ausführbare Windows-Dateien, Office-Dokumente und URLs zur Verbreitung.

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Seculert vermutet, dass die gestohlenen Facebook-Zugangsdaten dazu missbraucht werden, den Schädling weiter zu verbreiten. So könnten die Zugangsdaten dazu genutzt werden, sich bei einem der erbeuteten Konten anzumelden und Links an die Freunde des Facebook-Kontakts zu senden. Diese würden die Herkunft des Links als vertrauenswürdig einstufen, sodass sich der Schädling weiter verbreiten könne. Dadurch könnte der Ramnit-Wurm schon bald in den Besitz weiterer Facebook-Zugangsdaten gelangen.

Falls die betreffenden Facebook-Kennwörter auch für andere Onlinedienste genutzt werden, könnten Unbefugte auch Zugriff auf andere Dienste der betroffenen Person erhalten, warnt Seculert. Der Sicherheitsspezialist meint, dass das oft der Fall sei, weil viele Anwender aus Bequemlichkeit ein Kennwort für mehrere Dienste nutzten.

Seculert geht davon aus, dass der Ramnit-Wurm von September bis Dezember 2011 auf rund 800.000 Computern aktiv war.

Facebook hat mittlerweile bestätigt, dass durch den Ramnit-Wurm Anmeldedaten von Facebook-Nutzern in fremde Hände gelangt sind. Facebook wurde in der vergangenen Woche darüber informiert und betont, dass die meisten der Datensätze bereits veraltet sein sollen. Die betroffenen Nutzer wurden von Facebook kontaktiert, um einen Missbrauch des Facebook-Kontos zu verhindern.

Nach Angaben von Facebook hat sich der Ramnit-Wurm bisher nicht in Facebook selbst verbreitet. Derzeit werde mit Partnern daran gearbeitet, damit Facebook-Nutzer sich vor derartigen Angriffen schützen können. Zudem weist Facebook darauf hin, dass Anwender keine Links öffnen sollten, die ihnen seltsam vorkommen. Nutzer können verdächtige Links an Facebook melden.

Erschienen bei golem.de

 
Leserkommentare
  1. ... muss man sich nicht wundern.

    Alles was komplett öffentlich (heißt social) als Plattform verwendet wird birgt halt Risiken. So ist es nun einmal. Jammern hilft da nicht.

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    • cinor
    • 07.01.2012 um 12:28 Uhr

    ...dann über FB herziehen. Aber es ist ja auch zu verlockend, nicht? ;)

    Kurz mal klarstellen:
    Der Wurm ist kein originärer Facebook-Wurm, sondern existiert schon lange zu dem Zweck, Zugangsdaten für unterschiedlichste Dienste mitzuloggen. Dass er auch FB im Visier hat, so what? Macht FB jetzt nicht besser oder schlechter, als es ist.

    Sie brauchen sich auch nicht zu wundern, wenn Ihnen Ihr Schlüsselbund abhanden kommt und plötzlich mit einem vermeintlich nebensächlichen, weil kleinen Schlüssel Ihr Fahrrad geklaut wird.

    • cinor
    • 07.01.2012 um 12:28 Uhr

    ...dann über FB herziehen. Aber es ist ja auch zu verlockend, nicht? ;)

    Kurz mal klarstellen:
    Der Wurm ist kein originärer Facebook-Wurm, sondern existiert schon lange zu dem Zweck, Zugangsdaten für unterschiedlichste Dienste mitzuloggen. Dass er auch FB im Visier hat, so what? Macht FB jetzt nicht besser oder schlechter, als es ist.

    Sie brauchen sich auch nicht zu wundern, wenn Ihnen Ihr Schlüsselbund abhanden kommt und plötzlich mit einem vermeintlich nebensächlichen, weil kleinen Schlüssel Ihr Fahrrad geklaut wird.

    • keibe
    • 06.01.2012 um 21:08 Uhr

    "Virus:Win32/Ramnit.A is a detection for a virus that infects Windows executable files and HTML files, and spreads to removable drives. The virus attempts to open a backdoor and wait for instructions."

    http://www.microsoft.com/...

    Wer es braucht, kann halt nicht anders.

    2 Leserempfehlungen
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    • Sazae
    • 06.01.2012 um 21:17 Uhr

    .. sondern um die Information von potenziellen Nutzern. Immerhin sollte man sich nicht nur bewusst sein, dass es Gefahren gibt, sondern auch welche. Je genauer User im Netz auch über Gefahren informiert sind, desto eher ist ein sicheres surfen möglich. Immerhin gibt es ja keine Internetschulung, oder steht so was inzwischen doch auf dem Stundenplan? :)

    • Sazae
    • 06.01.2012 um 21:17 Uhr

    .. sondern um die Information von potenziellen Nutzern. Immerhin sollte man sich nicht nur bewusst sein, dass es Gefahren gibt, sondern auch welche. Je genauer User im Netz auch über Gefahren informiert sind, desto eher ist ein sicheres surfen möglich. Immerhin gibt es ja keine Internetschulung, oder steht so was inzwischen doch auf dem Stundenplan? :)

    • Sazae
    • 06.01.2012 um 21:17 Uhr

    .. sondern um die Information von potenziellen Nutzern. Immerhin sollte man sich nicht nur bewusst sein, dass es Gefahren gibt, sondern auch welche. Je genauer User im Netz auch über Gefahren informiert sind, desto eher ist ein sicheres surfen möglich. Immerhin gibt es ja keine Internetschulung, oder steht so was inzwischen doch auf dem Stundenplan? :)

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    Antwort auf "Internet 2.0"
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    • keibe
    • 06.01.2012 um 21:25 Uhr

    Aber kaum, dass die Schüler(innen) der höheren (oder niederen) Lehranstalt entwachsen sind, können ambitionierten web 2.0-Nutzern neue Würmer erwachsen (siehe Artikel).

    • keibe
    • 06.01.2012 um 21:25 Uhr

    Aber kaum, dass die Schüler(innen) der höheren (oder niederen) Lehranstalt entwachsen sind, können ambitionierten web 2.0-Nutzern neue Würmer erwachsen (siehe Artikel).

    • jon777
    • 06.01.2012 um 21:21 Uhr

    hunderte weitere Artikel stehen, die darauf hinweisen das die Nachteile der Facebooknutzung die Vorteile bei Witem überwiegen.

    Es nützt nichts.

    ceterum censeo
    Ich finde es nicht gut, das die Zeit für Facebook mit einem Button Werbung macht!

    2 Leserempfehlungen
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    ...hunderte weitere Artikel stehen, die darauf hinweisen das die Nachteile der Windowsnutzung die Vorteile bei Weitem überwiegen.

    Es nützt nichts.

    ;)

    ...hunderte weitere Artikel stehen, die darauf hinweisen das die Nachteile der Windowsnutzung die Vorteile bei Weitem überwiegen.

    Es nützt nichts.

    ;)

    • keibe
    • 06.01.2012 um 21:25 Uhr

    Aber kaum, dass die Schüler(innen) der höheren (oder niederen) Lehranstalt entwachsen sind, können ambitionierten web 2.0-Nutzern neue Würmer erwachsen (siehe Artikel).

    Eine Leserempfehlung
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    • Sazae
    • 06.01.2012 um 23:01 Uhr

    ... Hilfe zur Selbsthilfe ;) Auch wenn es immer zahlreichere und vor allem trickreichere Viren, Trojaner und Co. geben wird: beruhigend zu wissen, dass Vorsicht und Achtsamkeit auch fürs Netz gelehrt wird - zu meiner Zeit (Anfang des neuen Jahrtausends) haben wir grad gelernt eine Mail zu verschicken (gefühlt über mehrere Stunden gezogen).

    genügt mir eine schlichte "Empfehlung" nicht.

    Facebook ist aus meiner Sicht eine Organisation, der zwar "juristisch" (und schon das ist ein Skandal!) wenig oder gar nichts vorgeworfen werden kann, die aber vorsätzlich die Naivität und Unbedarftheit von Jugendlichen und intellektuell Minderbemittelten zur Gewinnerzielung ausnutzt. Dass Medien aller Art, Wirtschaftsunternehmen und auch staatliche Stellen diesen Verein unterstützen und ihm damit einen Anstrich von Seriosität verleihen, ist charakterlos und unerträglich - man könnte von Komplizenschaft reden.

    • Sazae
    • 06.01.2012 um 23:01 Uhr

    ... Hilfe zur Selbsthilfe ;) Auch wenn es immer zahlreichere und vor allem trickreichere Viren, Trojaner und Co. geben wird: beruhigend zu wissen, dass Vorsicht und Achtsamkeit auch fürs Netz gelehrt wird - zu meiner Zeit (Anfang des neuen Jahrtausends) haben wir grad gelernt eine Mail zu verschicken (gefühlt über mehrere Stunden gezogen).

    genügt mir eine schlichte "Empfehlung" nicht.

    Facebook ist aus meiner Sicht eine Organisation, der zwar "juristisch" (und schon das ist ein Skandal!) wenig oder gar nichts vorgeworfen werden kann, die aber vorsätzlich die Naivität und Unbedarftheit von Jugendlichen und intellektuell Minderbemittelten zur Gewinnerzielung ausnutzt. Dass Medien aller Art, Wirtschaftsunternehmen und auch staatliche Stellen diesen Verein unterstützen und ihm damit einen Anstrich von Seriosität verleihen, ist charakterlos und unerträglich - man könnte von Komplizenschaft reden.

    • Sazae
    • 06.01.2012 um 23:01 Uhr

    ... Hilfe zur Selbsthilfe ;) Auch wenn es immer zahlreichere und vor allem trickreichere Viren, Trojaner und Co. geben wird: beruhigend zu wissen, dass Vorsicht und Achtsamkeit auch fürs Netz gelehrt wird - zu meiner Zeit (Anfang des neuen Jahrtausends) haben wir grad gelernt eine Mail zu verschicken (gefühlt über mehrere Stunden gezogen).

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    • keibe
    • 06.01.2012 um 23:30 Uhr

    dass Sie sich in diesem Bereich das Querschnittsthema "lebenslanges Lernen" nutzbringend für Sie selbst aneignen konnten. :-)

    • keibe
    • 06.01.2012 um 23:30 Uhr

    dass Sie sich in diesem Bereich das Querschnittsthema "lebenslanges Lernen" nutzbringend für Sie selbst aneignen konnten. :-)

    • keibe
    • 06.01.2012 um 23:30 Uhr

    dass Sie sich in diesem Bereich das Querschnittsthema "lebenslanges Lernen" nutzbringend für Sie selbst aneignen konnten. :-)

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    Antwort auf "Na dann ..."
  2. zum kotzen. Und stößt bei mir auf Unverständnis.

    Mit Facebook trifft es allerdings nicht den falschen.

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