AppsApple stoppt heimliches Kopieren von Adressbuchdaten

Die Apps von Path, Foursquare und Twitter haben Adressbücher ihrer Nutzer an die eigenen Firmenserver übertragen – ohne ausdrückliche Genehmigung. Nun reagiert Apple.

Path war der Auslöser für einige hektische Updates: Ein Programmierer hatte entdeckt, dass die App des Fototagebuch-Dienstes ungefragt das komplette Adressbuch vom Smartphone des Nutzers an die Firmenserver sendete. Path entschuldigte sich und änderte das Vorgehen – und fast gleichzeitig taten das auch Twitter, Foursquare, Instagram und einige andere. Denn auch deren Apps hatten die Adressbücher ihrer Nutzer bis zu diesem Zeitpunkt ohne ausdrückliche Einwilligung auf die eigenen Server kopiert. Nun hat Apple angekündigt, das künftig nicht mehr zu erlauben.

Ein Apple-Sprecher sagte dem Blog All Things Digital: "Apps, die Kontaktdaten eines Nutzers sammeln oder übertragen, ohne vorher die Einwilligung dafür einzuholen, verletzen unsere Richtlinien. Auf die Weise, wie es auch schon bei Lokalisierungsdaten funktioniert, werden Apps nach einem kommenden Software-Update eine ausdrückliche Einwilligung ihrer Nutzer einholen müssen, um Zugang zu deren Kontaktdaten zu bekommen." Mit dem Software-Update dürfte eine neue Version des Betriebssystems iOS gemeint sein.

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In welchem Ausmaß verschiedene Apps die Kontaktdaten ihrer Nutzer ausspähten, haben App-Entwickler für die Techblogs The Next Web und The Verge untersucht. Die Ergebnisse: Der Geolocation-Dienst Foursquare hat bis zu einem Update am 14. Februar die Telefonnummern und E-Mail-Adressen aus den Adressbüchern der App-Nutzer kopiert – ohne jede Warnung. Foursquare behauptet aber, diese Daten nicht gespeichert zu haben.

Die Apps von Path und Hipster hatten – bis zu ihren jüngsten Aktualisierungen – ebenfalls ungefragt Adressbücher kopiert. Hipster, ein Dienst, der Fotos zu digitalen Postkarten macht, übertrug die Daten nach Angaben von The Verge sogar unverschlüsselt via HTTP auf seine Server.

Die Apps von Twitter, Gowalla, Foodspotting, Angry Birds und einigen anderen übertragen die Adressbuchdaten, wenn der Nutzer eine bestimmte Aktion ausführen will. Dabei geht es zumeist um Funktionen, mit denen der Nutzer seine Freunde im jeweiligen Netzwerk finden kann. Die übertragenen Daten werden zum Abgleich genutzt, ob sich bereits jemand mit einer E-Mail-Adresse aus dem Adressbuch angemeldet hat.

Problematisch an dieser Funktion: Es gibt zwar Warnhinweise, aber aus denen geht nicht klar hervor, dass und zu welchem Zweck komplette Adressbücher kopiert werden.

Leserkommentare
  1. das erinnert mich an den Wulff.. immer bloß das zugeben, was eh nicht mehr verheimlicht werden kann.

    Erschreckend allerdings was da so alles straffrei beim Hersteller landet. Das davon niemand gewußt haben will, kann man doch nicht glauben.

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    Anstatt zu bemaengeln, dass Android & Co. noch gar nicht reagiert haben, hacken sie auf Apple herum. Passt ja mal wieder ...

    Anstatt zu bemaengeln, dass Android & Co. noch gar nicht reagiert haben, hacken sie auf Apple herum. Passt ja mal wieder ...

  2. Anstatt zu bemaengeln, dass Android & Co. noch gar nicht reagiert haben, hacken sie auf Apple herum. Passt ja mal wieder ...

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    zeigt dem Nutzer vor der Installation, dass die App Zugriffsrechte auf die Kontakdaten möchte. Dann kann der User entscheiden ob er die App trotzdem installiert oder nicht.
    Desweiteren können bei Android auch der Zugriff auf das Kontaktbuch von bereits installierten Apps untersagt werden mit der App Privacy Guard.

    den Schaum vom Mund abwischen und nachdenken. Ich hab nichts von Apple geschrieben, sondern vom Hersteller geschrieben. Damit waren die Hersteller der Apps gemeint.

    Wie Nummer 3 schreibt, wird bei Android wenigstens nachgefragt. Somit kann dann jeder selber entscheiden, was mit seinen Daten passiert.

    zeigt dem Nutzer vor der Installation, dass die App Zugriffsrechte auf die Kontakdaten möchte. Dann kann der User entscheiden ob er die App trotzdem installiert oder nicht.
    Desweiteren können bei Android auch der Zugriff auf das Kontaktbuch von bereits installierten Apps untersagt werden mit der App Privacy Guard.

    den Schaum vom Mund abwischen und nachdenken. Ich hab nichts von Apple geschrieben, sondern vom Hersteller geschrieben. Damit waren die Hersteller der Apps gemeint.

    Wie Nummer 3 schreibt, wird bei Android wenigstens nachgefragt. Somit kann dann jeder selber entscheiden, was mit seinen Daten passiert.

  3. Ich werde die nächste Woche nachziehen und meinen Freundeskreis auswechseln.
    Was ich sagen will: Ist ja schön das sie die Praxis stoppen - aber die Daten sind raus und längst verdatamined.
    Übrigens: Android und Co fragen mich wenigstens bevor ich mein Adressbuch jemanden zur Verfügung stelle. Für mich macht das einen Unterschied.

    3 Leserempfehlungen
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    Naklar fragen die Programme bei Androide noch mal nach...mal ehrlich wie Naiv sind sie? Die im Artikel benannten Apps haben die Daten auch ohne nachzufragen kopiert weil ihr Programmierer sie dazu befähigt hat. Andere Apps wie zum Bleistift Facebook wollen auch ihre Kontaktdaten haben aber den Anstand sie darum zutragen...nur bei Android stört das keinen, kontrolliert kaum einer...könnte daran liegen das Android im Gegensatz zu Apple eine "offnes System" hat.

    Aber erst mal Apple Bashing betreiben

    Naklar fragen die Programme bei Androide noch mal nach...mal ehrlich wie Naiv sind sie? Die im Artikel benannten Apps haben die Daten auch ohne nachzufragen kopiert weil ihr Programmierer sie dazu befähigt hat. Andere Apps wie zum Bleistift Facebook wollen auch ihre Kontaktdaten haben aber den Anstand sie darum zutragen...nur bei Android stört das keinen, kontrolliert kaum einer...könnte daran liegen das Android im Gegensatz zu Apple eine "offnes System" hat.

    Aber erst mal Apple Bashing betreiben

  4. bevor sie in den App-Store kommen, liegt die Vermutung nahe, dass es bekannt war und geduldet, wenn nicht sogar befürwortet wurde.
    Das wirft kein gutes Licht auf Apple.

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  5. zeigt dem Nutzer vor der Installation, dass die App Zugriffsrechte auf die Kontakdaten möchte. Dann kann der User entscheiden ob er die App trotzdem installiert oder nicht.
    Desweiteren können bei Android auch der Zugriff auf das Kontaktbuch von bereits installierten Apps untersagt werden mit der App Privacy Guard.

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  6. den Schaum vom Mund abwischen und nachdenken. Ich hab nichts von Apple geschrieben, sondern vom Hersteller geschrieben. Damit waren die Hersteller der Apps gemeint.

    Wie Nummer 3 schreibt, wird bei Android wenigstens nachgefragt. Somit kann dann jeder selber entscheiden, was mit seinen Daten passiert.

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  7. Ich frage mich nur, weshalb jetzt Apple die Praktiken stoppt - ist Datendiebstahl nicht viel eher etwas für den Staatsanwalt?

    3 Leserempfehlungen
    • strlcp
    • 16.02.2012 um 12:56 Uhr

    Solange empfindlich schmerzende Sanktionen auf sich warten lassen, von pot Kunden oder gar, wer wagt es zu hoffen, Gerichten, werden solche Misstände weiter und weiter gehen, denn es dreht sich auch hier nur ums Geld.

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