Twitter hat mittlerweile zugegeben, dass seine App Daten aus Adressbüchern sammelt und bis zu 18 Monate speichert. Aus den Datenschutzbestimmungen geht das bisher nicht hervor. Dort steht nur, dass Twitter – über die App, aber auch die Website – unter anderem IP-Adressen, verwendete Browser, Mobilfunkanbieter und Suchbegriffe sammelt und für bis zu 18 Monate vorhält.

Ein Firmensprecher sagte der Los Angeles Times , in einem Update der offiziellen Twitter-App, das demnächst veröffentlicht wird, werde das Unternehmen klarer zum Ausdruck bringen, das mit der Freunde-finden-Funktion auch der Upload des gesamten Adressbuchs erfolgen kann. Er wies außerdem darauf hin, dass Nutzer die Kontakte wieder von Twitter löschen lassen können. Dazu müssten Sie in Ihrem Profil unter "Freunde finden" auf den kleinen Link "entfernen" klicken.

Die Datenschutzlücken betreffen sowohl Apps für das iPhone als auch Apps für Android-Smartphones. Die App-Hersteller und Apple haben nun nachgebessert oder das zumindest in Aussicht gestellt. Google dagegen hat sich noch nicht geäußert. Wer eine App aus dem Android Market herunterlädt, sieht zwar, auf welche Daten die App Zugriff verlangt. Einen ausdrücklichen Hinweis darauf, dass die App möglicherweise auch das gesamte Adressbuch auf die Firmenserver holt, gibt es bislang aber nicht.