Die mobile Online-Plattform Path hat nur wenige Wochen nach ihrem Start mit einem Verstoß gegen den Datenschutz zu kämpfen. Der Software-Entwickler Arun Thampi stellte fest , dass die Path-App ohne Vorwarnung das gesamte Adressbuch seines Smartphones auf die Server des Startups hochlud. Das Unternehmen bestätigte dies.

Path-Mitgründer und CEO Dave Morin bat in einem Blogeintrag um Verzeihung: "Wir haben einen Fehler gemacht." Alle Daten aus Adressbüchern seien gelöscht worden.

Die hochgeladenen Daten habe Path gebraucht, damit Nutzer ihre Bekannten leichter in dem Netzwerk wiederfinden könnten. Ab der nächsten Version der App werde dafür die Zustimmung der Nutzer eingeholt.

Path ist eine mobile Anwendung für Smartphones , die als soziales Netzwerk funktioniert. Nutzer können dort – ähnlich wie bei Facebook oder Twitter – Bilder und Videos oder ihre Aktivitäten austauschen.

Das Startup-Unternehmen wurde schon als nächster Star unter den Sozialen Netzwerken gehandelt. Die jetzt bekannt gewordene Datensammelwut könnte die Beliebtheit allerdings erheblich bremsen. Bislang wurde Path etwa 1,5 Millionen Mal heruntergeladen, anderen Quellen zufolge soll das Netzwerk bereits etwa zwei Millionen Nutzer haben .