Die neue Box für individuelle Einstellungen der Suchmaschine DuckDuckGo Screenshot ZEIT ONLINE

Die Betreiber der Suchmaschine DuckDuckGo nehmen den Datenschutz mit in die Cloud. Seit vergangenem Wochenende testen sie einen Weg, wie Nutzer ihre zahlreichen persönlichen Einstellungen der Suche bequem an jedem beliebigen Computer übernehmen können, ohne dass sie dabei von einem Dienst identifiziert werden.

Russel Holt, der Entwickler von DuckDuckGo, hat dazu eine neue Seite für die persönlichen Einstellungen angelegt. Sie existiert vorerst parallel zur alten Settings-Seite und ist nur über den Link duckduckgo.com/xettings.html erreichbar.

Auf ihr können Nutzer in einer übersichtlichen und umfangreichen Box einstellen, wie die Resultate ihrer Sucheingaben angezeigt und welche Privatsphäreneinstellungen gespeichert werden sollen. Anschließend muss eine beliebige Passphrase aus mindestens vier Wörtern gewählt werden, die als Zugangscode funktioniert. Aus dieser Wortkette generiert die "Anonymous Cloud Save" genannte Funktion einen Schlüssel. Das Passwort "verlässt" den Browser somit nicht. In der Cloud gespeichert wird nur der Schlüssel und die damit verbundene Datei, in der die individuellen Einstellungen festgehalten sind. Sie landen auf den Servern von Amazons Cloud-Speicher S3

Die Sucheinstellungen eines Nutzers sind damit an zwei Stellen hinterlegt: im Cookie von DuckDuckGo auf der heimischen Festplatte sowie in der Cloud. Wer nun von einem beliebigen anderen Rechner aus die Seite duckduckgo.com/xettings.html erneut aufruft und dort die Passphrase eingibt, kann sofort wieder seine gewohnten Einstellungen für DuckDuckGo nutzen.

Die generierten Schlüssel können praktisch nicht in die Passphrase rückübersetzt werden. Und selbst wenn das gelänge, wäre es kein Problem. Denn es gibt bei DuckDuckGo keine Accounts und keine Benutzernamen. Die Suchmaschine speichert prinzipiell keinerlei Informationen über ihre Nutzer. Die in der Cloud gespeicherten Einstellungen enthalten also keinerlei personenbezogene Daten .