Dieser Ansatz ist erstens praktisch, weil die Suchmaschine sehr viele Möglichkeiten zur individuellen Anpassung bietet, die sicher niemand an jedem Rechner wieder neu vornehmen möchte. Zweitens kann sich ein Nutzer auch mehrere Passphrasen ausdenken und mit unterschiedlichen Suchprofilen verbinden. Drittens kann ein Nutzer die Cookies auf seinem Rechner löschen und hat die Einstellungen für DuckDuckGo trotzdem schnell wieder parat – er braucht dafür nur die Passphrase.

Bei Google geht das alles nicht, weil die meisten Einstellungen dort nur über Cookies auf dem jeweiligen Rechner gespeichert werden und nicht in der Cloud hinterlegt werden können. Wer seine Cookies löscht, löscht damit auch alle Sucheinstellungen, die nicht fest mit einem persönlichen Google-Account verknüpft sind. Ein solcher Account wiederum macht den Nutzer Google gegenüber transparent, weil mit ihm viele Informationen verknüpft und zu einem umfassenden Profil zusammengebaut werden können.

Doch so gut und sicher das System von DuckDuckGo ist, die kleine Suchmaschine wird wohl noch viele weitere solche Entwicklungen benötigen, um dem Marktführer ein paar Nutzer abspenstig zu machen. In den USA liegt Googles Marktanteil stabil bei rund 66 Prozent. In Deutschland, berichtet Focus Online unter Berufung auf Zahlen von Comscore, ist er bis Januar 2012 sogar auf knapp 96 Prozent gestiegen.

DuckDuckGo taucht in den Statistiken bislang nicht auf. Zum Vergleich: 30 Millionen Suchanfragen liefen im Februar insgesamt über DuckDuckGo. Bei Google waren es im selben Monat allein in den USA 11,7 Milliarden Anfragen .