NutzerdatenDie Transparenz-Tools von Google, Facebook und Twitter

Google verspricht Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten – mit dem Activity Account. Auch die Konkurrenz hat solche Tools. Viele sind aber nur bedingt aussagekräftig. von 

Googles neuer Activity Account zeigt an, welche Dienste ein Google-Nutzer im Monat genutzt hat.

Googles neuer Activity Account zeigt an, welche Dienste ein Google-Nutzer im Monat genutzt hat.  |  Screenshot ZEIT ONLINE

Google hat am Mittwoch den Dienst Account Activity vorgestellt . Wer sich registriert, bekommt jeden Monat einen passwortgeschützten Link, unter dem er die Aufstellung seiner Aktivitäten auf Googles Seiten findet, solange er mit seinem Google Account angemeldet war. Google hat noch weitere, vergleichbare Tools, mit denen Nutzer einen Überblick darüber erhalten, was das Unternehmen über sie weiß. Auch Facebook und Twitter bieten ähnliche Tools und Wege. Viele sind unbekannt, gut versteckt oder verlangen einen gewissen Arbeitsaufwand vom Nutzer – wir erklären, wie es geht:

Google Account Activity : Der monatliche Report zeigt , in welchem Land, mit welchem Browser und auch mit welcher Hardware sich ein Nutzer bei Google im vergangenen Monat angemeldet hat. Dazu kommen Standortinformationen, wenn er den Lokalisierungsdienst Latitude nutzt. Ebenfalls aufgelistet wird, wie viele E-Mails er über Googlemail versendet und empfangen hat, wie oft seine YouTube-Videos angesehen wurden sowie die Zahl der durchgeführten Suchen samt der meistgenutzten Suchbegriffe.

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Google nennt ein praktisches Beispiel für den Nutzen des Dienstes: Wer in seinem Report Log-in-Daten aus Ländern entdeckt, in denen er nie war, kann davon ausgehen, dass sein Passwort geknackt wurde, und sich schnell ein neues zulegen. Googles Account Activity soll in den kommenden Monaten ausgebaut werden, in den Dienst wurde dazu ein Feedback-Button eingebaut.

Google Dashboard : Die Seite verschafft dem Nutzer einen Überblick über die verschiedenen Google-Dienste, die er nach einer Anmeldung mit seinem Google-Konto nutzt, und bietet Links zu deren Einstellungen. Das ist interessant, weil es zeigt, welche Informationen Google mit einer Person verknüpft.

Patrick Beuth
Patrick Beuth

Patrick Beuth ist Redakteur im Ressort Digital bei ZEIT ONLINE. Seine Profilseite finden Sie hier.

Google Web History : Die History zeigt die Suchanfragen eines Nutzers und welche Suchergebnisse er angeklickt hat. Diese Daten verknüpft Google seit Inkrafttreten der neuen Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen mit denen aus Google+ oder YouTube.

Auf der Seite kann ein Nutzer nun einzelne Suchergebnisse löschen oder das gesamte Webprotokoll entfernen. Damit werden erstens alle Suchanfragen und anschließenden Klicks gelöscht und zweitens die künftige Speicherung dieser Daten verhindert. Die Electronic Frontier Foundation weist allerdings darauf hin , dass Google auch die Daten einer deaktivierter Web History weiterhin sammelt. Sie werden nur für interne Zwecke genutzt – also nicht mehr für personalisierte Werbung – und nach 18 Monaten teilweise anonymisiert.

Google Takeout : Auf dieser Seite können sich Google-Nutzer ein Archiv ihrer Daten auf der Festplatte anlegen. Enthalten sind – einzeln oder gesammelt – Daten aus der Betätigung des "+1"-Buttons, Google Buzz, persönliche Kontakte auch aus den eigenen Kreisen bei Google+, Google Docs, dem Bilderdienst Picasa sowie Google Voice. Die Daten kann der Nutzer nach dem Log-in als Zip-Datei herunterladen. Kontakte können zum Beispiel in Microsoft Outlook importiert werden.

Leserkommentare
  1. ich persönlich finde es gut, wenn im Netz alles mehr geschützt ist und nicht jeder mit ein paar Klicks mehrere Infos und Bilder sich von einer Person angucken kann

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