Netzdebatte: Die digitale Gesellschaft braucht ein neues Urheberrecht
Ein starkes Urheberrecht und ein freies Internet stehen im Widerspruch zueinander, meint Leser Joachim Losehand. Eine neue Regelung muss her.
Unser geltendes Urheberrecht ist im Kern ein Kontroll- und Monopolrecht, das auf bestimmte Zeit den Urhebern – oder deren Vertretern – die Kontrolle über ihre Werke zugesteht. Aus ökonomischer Sicht geht es darum, immaterielle Güter künstlich zu verknappen.
Die Herrschaft des Urhebers über sein Werk ist absolut. Nur gesetzliche Zwangslizenzen wie die Privatkopien- oder Wissenschaftsschranke können Ausnahmen schaffen. Doch selbst darüber dürfen sich Urheber hinwegsetzen. Sie können beispielsweise eigene, abweichende Lizenzvereinbarungen treffen, die sie mittels gesetzlich geschützter technischer Schutzmechanismen mehr oder minder wirksam durchsetzen können. Das geltende Urheberrecht ist also hierarchisch organisiert: An der Spitze steht der einzelne Urheber beziehungsweise Rechteinhaber, die Masse der Konsumenten steht unter ihm.
Das Internet folgt anderen Grundsätzen. Es existiert und lebt durch die Kulturtechnik des Teilens, durch den freien Austausch von Informationen unter Gleichen und Gleichgesinnten. Internetnutzer teilen ihr Wissen und ihr Können horizontal mit anderen und verstehen sich als Teil eines offenen Ganzen.
Immaterielle, digitale Güter werden im Netz nicht von vornherein als knappe Güter verstanden, die durch ihre Verbreitung an Wert verlieren. Paradoxerweise gewinnen sie an Wert, je weiter und öfter sie verbreitet werden. Jede Barriere, die gegen das Teilen immaterieller Güter errichtet wird, ist folglich ein Fremdkörper.
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Das größte Missverständnis von Verfechtern des bestehenden Urheberrechts ist, dass horizontaler Austausch gleichbedeutend ist mit ungezügeltem und regellosem Tauschhandel oder filesharing. Denn auch im Internet gelten Rechte und Pflichten. Barrierefreies Teilen heißt zum Beispiel nicht automatisch kostenfreies Teilen: Dienste und Plattformen können sehr wohl Gebühren verlangen, um ihre technische Infrastruktur zu erhalten oder um die Produzenten von Wissen und Inhalten zu entlohnen. Durch die Bezahlung honorieren Nutzer die Möglichkeit des Teilens sowie das Geteilte.
Das derzeitige Urheberrecht als Regelwerk passt weder zum Umgang mit digitalen Gütern, noch zum Internet als ihrem Umschlagplatz. Die Gesellschaft muss wählen zwischen einem starken Urheberrecht und einem freien Internet, wie wir es kennen – oder sie einigt sich auf ein neues, ein modernes Urheberrecht für die digitale Wissensgesellschaft.









"Die Gesellschaft muss wählen zwischen einem starken Urheberrecht und einem freien Internet, wie wir es kennen – oder sie einigt sich auf ein neues, ein modernes Urheberrecht für die digitale Wissensgesellschaft."
Ich glaube, ein moderenes Urheberrecht ist die einzige Lösung und das hat einen ganz einfachen Grund:
Wenn die Urheber auf ihrem jetztigen Recht beharren, werden Sie nach der Zeit sehr große Verluste in Kauf nehmen müssen. Junge/nachkommende Generationen werden weniger bereit sein auf den Release einer CD lange zu warten oder dafür 15€ zum Releasezeitpunkt zu bezahlen. Auch z.B. iTunes mir seiner doch sehr eingeschränkten Musikqualität und Auswahl kann mit 10€/Album nunmal den illegalen Anbietern nicht mithalten.
Da bleibt nur die Möglichkeit das Internet zu zu überwachen, aber auch das wird sich nicht mehr lange lohnen. Öffentliche Wlan-Netze werden sich auch nicht mehr lange verhindern lassen. Wie will man dann den Download kontrollieren?
Auch Tonga (.to) und ähnliche Länder sehen, wieviel Gewinn das Internet bringen kann, ich denke es dauert nicht mehr allzu lang, bis auch dort angemessenes Internet zu finden ist. Und ob diese Länder sich wirklich für das deutsche Urheberrecht interessieren ist mehr als fraglich. Dass man Filme schaut, die in Tonga auf Servern liegen, das kann die Politik nur mit Zensur des Internets verhindern, aber auch die kann man umgehen. Es ist wie beim Doping, die Kontrolleure sind immer einen Schritt hinterher.
Die Urheber (nicht die Verwerter!) können in der heutigen Zeit meiner Meinung nach mehr Geld als je zuvor machen (Werbeeinnahmen auf Streamingseiten etc, Beispiel Megaupload, an denen die Künstler deutlich beteiligt werden). Sie müssen sich nur auf die veränderte Situation einlassen.
Zitat: "Wenn die Urheber auf ihrem jetztigen Recht beharren, werden Sie nach der Zeit sehr große Verluste in Kauf nehmen müssen. Junge/nachkommende Generationen werden weniger bereit sein auf den Release einer CD lange zu warten oder dafür 15€ zum Releasezeitpunkt zu bezahlen."
Junge/nachkommende Generationen werden jeden Preis für ein Produkt zahlen, den die Anbieter verlangen. Wenn das Produkt hip genug ist und von den Anbietern mit entsprechendem Aufwand beworben wurde. So wie die junge und nachgewachsene Generation das heute auch schon tut. Die ist doch bereit, jeden Eintrittspreis zu bezahlen. Egal ob es sich um Popmusik oder gehypte Sportveranstaltungen oder was auch immer handelt. Und die kauft auch heute schon jeden kostenpflichtigen Download und jedes Merchandizing Produkt. Sofern der entsprechende Künstler, die Band oder das Produkt um das es geht begehrt genug sind.
Eigentlich geht es gar nicht um das Urheberrecht. Geistiges Eigentum bleibt immer im Besitz des Autors. Es geht um die Verwertung geistigen Eigentums. Das Internet hat hier eine Situation geschaffen die einfach nur den Abstand vergrößert hat. Zwischen denen, die auch weiterhin von der Verwertung ihres geistigen Eigentums materiell profitieren können und denen die einfach nur ausgebeutet werden. Die reichen Künstler werden auch in Zukunft reich. Und den armen bleibt nicht übrig als "ja" zu sagen und sich ausbeuten zu lassen von der Content Mafia. Auch im Namen der Utopisten neuer Eigentumsverhältnisse.
Die Urheber (nicht die Verwerter!) können in der heutigen Zeit meiner Meinung nach mehr Geld als je zuvor machen (Werbeeinnahmen auf Streamingseiten etc, Beispiel Megaupload, an denen die Künstler deutlich beteiligt werden). Sie müssen sich nur auf die veränderte Situation einlassen.
Zitat: "Wenn die Urheber auf ihrem jetztigen Recht beharren, werden Sie nach der Zeit sehr große Verluste in Kauf nehmen müssen. Junge/nachkommende Generationen werden weniger bereit sein auf den Release einer CD lange zu warten oder dafür 15€ zum Releasezeitpunkt zu bezahlen."
Junge/nachkommende Generationen werden jeden Preis für ein Produkt zahlen, den die Anbieter verlangen. Wenn das Produkt hip genug ist und von den Anbietern mit entsprechendem Aufwand beworben wurde. So wie die junge und nachgewachsene Generation das heute auch schon tut. Die ist doch bereit, jeden Eintrittspreis zu bezahlen. Egal ob es sich um Popmusik oder gehypte Sportveranstaltungen oder was auch immer handelt. Und die kauft auch heute schon jeden kostenpflichtigen Download und jedes Merchandizing Produkt. Sofern der entsprechende Künstler, die Band oder das Produkt um das es geht begehrt genug sind.
Eigentlich geht es gar nicht um das Urheberrecht. Geistiges Eigentum bleibt immer im Besitz des Autors. Es geht um die Verwertung geistigen Eigentums. Das Internet hat hier eine Situation geschaffen die einfach nur den Abstand vergrößert hat. Zwischen denen, die auch weiterhin von der Verwertung ihres geistigen Eigentums materiell profitieren können und denen die einfach nur ausgebeutet werden. Die reichen Künstler werden auch in Zukunft reich. Und den armen bleibt nicht übrig als "ja" zu sagen und sich ausbeuten zu lassen von der Content Mafia. Auch im Namen der Utopisten neuer Eigentumsverhältnisse.
Die Urheber (nicht die Verwerter!) können in der heutigen Zeit meiner Meinung nach mehr Geld als je zuvor machen (Werbeeinnahmen auf Streamingseiten etc, Beispiel Megaupload, an denen die Künstler deutlich beteiligt werden). Sie müssen sich nur auf die veränderte Situation einlassen.
Ihre Forderung, Rechte an Technologien anzupassen ist nicht neu. Beispiele dafür sind Forderungen der Genlabore Freilandversuche zu vereinfachen oder der Automobilhersteller Grenzwerte für Umweltbelastungen zu erhöhen.
Die Gesellschaft hat bislang oft dieser Verlockung widerstanden und da, wo man darauf eingegangen ist, ist es nie gut für die Bürger ausgegangen.
Ihrer Argumentation zufolge geht es im Internet vorrangig um freien und und offenen (demokratischen) Austausch von Information. Das ist falsch! Das Internet lebt dadurch, dass wir seit der ersten Internetblase die Infrastruktur für einen weitgehend werbefinanzierten Raum zur Selbstdarstellung haben. Wertvolle Information fließt derzeit nur in eine Richtung: vom User zum Werber und daran wird auch eine Reform des Urheberrechts wenig ändern.
Zweitens argumentieren Sie, dass Provider für die zur Verfügung gestellte Information Gebühren verlangen KÖNNEN. Da die private Verbreitung ansonsten kostenfrei sein soll, wird also jedes Buch nur einmal verkauft werden und anschließend umsonst als PDF auf einer Internetseite downloadbar sein.
Was ist in Ihren Augen besser daran, einem Agenten, der nichts macht, eine Gebühr zu bezahlen als einem Autoren für seine Kreativität und seine Arbeit ein entsprechendes Honorar zu zahlen?
Argumentieren Sie doch bitte gegen die Gier dieser Agenten (=Rechteverwertern), nicht gegen die Urheber. Beziehen Sie aber auch facebook und Co. mit ein, die IHRE Daten (=Werke) meistbietend verkaufen!
"...wo man darauf [Gesetzesänderung] eingegangen ist, ist es nie gut für die Bürger ausgegangen."
Ein wahrlich überzeugendes Argument. Im Grunde ist doch alles, was nach den 10 Geboten kam, überflüssig. Gell.
"...wird also jedes Buch nur einmal verkauft werden und anschließend umsonst als PDF auf einer Internetseite downloadbar sein.
Das Gleiche haben wir schon seit Längerem bei MP3s. Die Verkaufscharts sind gelogen, weil die in Wahrheit von den Astrologen der drei großen Labels ausgewürfelt werden. Oder so.
Spaß beiseite. Wir können das Internet vernageln, oder die Verwerter mehr oder minder sanft durch Urheberrechtsänderungen zwingen, sich endlich den technischen Veränderungen anzupassen.
Es gibt keinen Grund eine MP3- oder Video-Datei nur zu einem festen Preis anzubieten. Mit digitaler Technik wäre es ein Leichtes auch kleinere Datei-Versionen zu kleineren Preisen anzubieten. Da das Urheberrecht den Rechteverwertern aber nur zusichert und nichts abverlangt, haben die bisher wenig Veranlassung sich überhaupt einen Millimeter zu bewegen.
Bewegen kommt nur durch die Nutzer, die dann durch regelmäßige Urheberrechts-Updates kriminalisiert werden.
Vielen Dank für Ihren Kommentar.
1) Ich fordere nicht, Recht an Technologien, sondern Recht an sich durch T. veränderte menschliche Verhaltensweisen anzupassen, das ist etwas ganz anderes;
2) Das Wesen und die Funktion eines mit Werbeplakaten verhängten Baugerüst ist nicht hinfällig, wenn diese Plakate fehlen: das Wesen des Internets ist nicht, eine Werbeplattform zu sein, sondern Werbung finanziert vielmehr diese Infrastruktur, wie auch DIE ZEIT in der Print- und Online-Ausgabe; das Internet ist sehr vielgestaltig, dort, woh ich mich aufhalte und welche Bereiche ich nutze, fließen Informationen in beide Richtungen (bspw. über Beiträge in OA-Periodicals), manchmal, wie bei Datenbanken, Katalogen o. ä. natürlich nur in meine Richtung;
3) Nein, ich schreibe nicht, "dass Provider für die zur Verfügung gestellte Information Gebühren verlangen KÖNNEN", sondern für die bereitgestellte *Infrastruktur* also Speicherplatz und Daten-Zugang/-Bandbreite;
4) Im Film gilt auch in der analogen Zeit der Filmrollen:
"Wie finanziere ich die 1. Kopie?", angesichts der Möglichkeit prinzipiell unendlicher verlustfreier digitaler Kopien ist das die Kernfrage der Internet-Ökonomie;
5) Ich argumentiere weder gegen Urheber noch gegen Verwerter, gegen Gier im allgemeinen und besondern natürlich, insofern es sich ja um eine der 7 Todsünden handelt.
Gruß, JL
"...wo man darauf [Gesetzesänderung] eingegangen ist, ist es nie gut für die Bürger ausgegangen."
Ein wahrlich überzeugendes Argument. Im Grunde ist doch alles, was nach den 10 Geboten kam, überflüssig. Gell.
"...wird also jedes Buch nur einmal verkauft werden und anschließend umsonst als PDF auf einer Internetseite downloadbar sein.
Das Gleiche haben wir schon seit Längerem bei MP3s. Die Verkaufscharts sind gelogen, weil die in Wahrheit von den Astrologen der drei großen Labels ausgewürfelt werden. Oder so.
Spaß beiseite. Wir können das Internet vernageln, oder die Verwerter mehr oder minder sanft durch Urheberrechtsänderungen zwingen, sich endlich den technischen Veränderungen anzupassen.
Es gibt keinen Grund eine MP3- oder Video-Datei nur zu einem festen Preis anzubieten. Mit digitaler Technik wäre es ein Leichtes auch kleinere Datei-Versionen zu kleineren Preisen anzubieten. Da das Urheberrecht den Rechteverwertern aber nur zusichert und nichts abverlangt, haben die bisher wenig Veranlassung sich überhaupt einen Millimeter zu bewegen.
Bewegen kommt nur durch die Nutzer, die dann durch regelmäßige Urheberrechts-Updates kriminalisiert werden.
Vielen Dank für Ihren Kommentar.
1) Ich fordere nicht, Recht an Technologien, sondern Recht an sich durch T. veränderte menschliche Verhaltensweisen anzupassen, das ist etwas ganz anderes;
2) Das Wesen und die Funktion eines mit Werbeplakaten verhängten Baugerüst ist nicht hinfällig, wenn diese Plakate fehlen: das Wesen des Internets ist nicht, eine Werbeplattform zu sein, sondern Werbung finanziert vielmehr diese Infrastruktur, wie auch DIE ZEIT in der Print- und Online-Ausgabe; das Internet ist sehr vielgestaltig, dort, woh ich mich aufhalte und welche Bereiche ich nutze, fließen Informationen in beide Richtungen (bspw. über Beiträge in OA-Periodicals), manchmal, wie bei Datenbanken, Katalogen o. ä. natürlich nur in meine Richtung;
3) Nein, ich schreibe nicht, "dass Provider für die zur Verfügung gestellte Information Gebühren verlangen KÖNNEN", sondern für die bereitgestellte *Infrastruktur* also Speicherplatz und Daten-Zugang/-Bandbreite;
4) Im Film gilt auch in der analogen Zeit der Filmrollen:
"Wie finanziere ich die 1. Kopie?", angesichts der Möglichkeit prinzipiell unendlicher verlustfreier digitaler Kopien ist das die Kernfrage der Internet-Ökonomie;
5) Ich argumentiere weder gegen Urheber noch gegen Verwerter, gegen Gier im allgemeinen und besondern natürlich, insofern es sich ja um eine der 7 Todsünden handelt.
Gruß, JL
1. Die Urheberschaft an geistigem Schaffen wird auf einer geeigneten Internetplattform angemeldet
2. Die Nutzer stimmen über das Werk ab nach Kategorien, üner die ebenfalls auf der Plattform diskutiert und abgestimmt wird
3. Für die Nutzung geistigen Schaffens werden Abgaben in eine Urheberkasse (reformierte VG Wort, GEMA o.ä.) gezahlt, erstens auf produzierte "Hardware", zweitens über eine "Kulturflatrate", Downloadabgaben oder Ähnliches - das Verfahren sollte möglichst einfach und transparent sein
4. Es werden Kriterien abgestimmt, ab welchem Punkt ein Mensch als hauptberuflich Geistesschaffender zu betrachten ist; wenn die erfüllt sind, erhält derjenige ein Grundgehalt, das den Lebensunterhalt abdeckt
5. Was an Geld übrig bleibt, wird je nach Bewertung an alle Urheber als "Bonus" verteilt
6. Ansprüche gelten für die Lebenszeit des Urhebers und für minderjährige Erben bis zum Alter des üblichen berufsqualifizierenden Abschlusses und für objektiv versorgungsbedürftige Ehepartner (z.B. Arbeitsunfähigkeit); ansonsten sind sie nicht auf Dritte übertragbar
7. Ansprüche werden auf einen Höchstmaß gedeckelt, denn wer mit einer einzigen guten Idee schon ausgesorgt hat, schnappt über und hat keinen Anreiz mehr, sich weiter anzustrengen
- Das jetzige Urheberrecht nützt an vielen Punkten zu sehr großen Firmen, die Millionen mit Titeln längst verstorbener Künstler machen, und benachteiligt junge und unbekanntere Künstler, die kein Geld und keine Zeit haben, ihre Rechte durchzusetzen.
Warum so kompliziert? Schauen Sie sich simfy an, das ist doch eben so ein Musikportal, wie man es sich wünscht. Das einzige, was dazu von Nöten ist, ist die Einigung zwischen Verwertungsgesellschaften und Portal-Betreiber. Das klappt leiter (noch) viel zu häufig nicht, aber warum sehen Sie da die Gesetzgebung in Zugzwang? Die Verwertungsgesellschaften werden (leider mit reichlicher Verspätung) die nahezu grenzenlose Möglichkeiten sehen, mit "verramschter" digitalen Ware das große Geld zu machen (siehe dazu Apps zum Preis von wenigen Cent).
Auf einer Internetseite über die Verteilung abstimmen lassen? Das kann man dann mit den Daten eben solcher Plattformen machen. Nneben der Downloadanzahl evtl. eine Bewertung, oder sonstige Kriterien die man für einen fairen Verteilschlüssel heranziehen kann.
Einen anderen Punkt, den Sie ansprechen, ist das Übertragen von Verwertungsrechten, vor allem die über den Tod hinaus. Daran sollte definitiv etwas geändert werden. Das ist dann aber das Einzige, womit sich die Politik beschäftigen muss.
Warum so kompliziert? Schauen Sie sich simfy an, das ist doch eben so ein Musikportal, wie man es sich wünscht. Das einzige, was dazu von Nöten ist, ist die Einigung zwischen Verwertungsgesellschaften und Portal-Betreiber. Das klappt leiter (noch) viel zu häufig nicht, aber warum sehen Sie da die Gesetzgebung in Zugzwang? Die Verwertungsgesellschaften werden (leider mit reichlicher Verspätung) die nahezu grenzenlose Möglichkeiten sehen, mit "verramschter" digitalen Ware das große Geld zu machen (siehe dazu Apps zum Preis von wenigen Cent).
Auf einer Internetseite über die Verteilung abstimmen lassen? Das kann man dann mit den Daten eben solcher Plattformen machen. Nneben der Downloadanzahl evtl. eine Bewertung, oder sonstige Kriterien die man für einen fairen Verteilschlüssel heranziehen kann.
Einen anderen Punkt, den Sie ansprechen, ist das Übertragen von Verwertungsrechten, vor allem die über den Tod hinaus. Daran sollte definitiv etwas geändert werden. Das ist dann aber das Einzige, womit sich die Politik beschäftigen muss.
- Wer auch immer ein Werk eines anderen mitbenutzt, muss dies zitieren (das könnte dann bei einer Bewertung mit zählen)
- Ausnahmslos jeder, der Geld an nicht eigenem geistigen Schaffen verdient, sollte dafür Abgaben zahlen. Schlimm für die Urheber ist vielleicht weniger der downloadende Schüler, sondern eher der Plattformbetreiber, der an den Downloads verdient!
Zitat: "Wenn die Urheber auf ihrem jetztigen Recht beharren, werden Sie nach der Zeit sehr große Verluste in Kauf nehmen müssen. Junge/nachkommende Generationen werden weniger bereit sein auf den Release einer CD lange zu warten oder dafür 15€ zum Releasezeitpunkt zu bezahlen."
Junge/nachkommende Generationen werden jeden Preis für ein Produkt zahlen, den die Anbieter verlangen. Wenn das Produkt hip genug ist und von den Anbietern mit entsprechendem Aufwand beworben wurde. So wie die junge und nachgewachsene Generation das heute auch schon tut. Die ist doch bereit, jeden Eintrittspreis zu bezahlen. Egal ob es sich um Popmusik oder gehypte Sportveranstaltungen oder was auch immer handelt. Und die kauft auch heute schon jeden kostenpflichtigen Download und jedes Merchandizing Produkt. Sofern der entsprechende Künstler, die Band oder das Produkt um das es geht begehrt genug sind.
Eigentlich geht es gar nicht um das Urheberrecht. Geistiges Eigentum bleibt immer im Besitz des Autors. Es geht um die Verwertung geistigen Eigentums. Das Internet hat hier eine Situation geschaffen die einfach nur den Abstand vergrößert hat. Zwischen denen, die auch weiterhin von der Verwertung ihres geistigen Eigentums materiell profitieren können und denen die einfach nur ausgebeutet werden. Die reichen Künstler werden auch in Zukunft reich. Und den armen bleibt nicht übrig als "ja" zu sagen und sich ausbeuten zu lassen von der Content Mafia. Auch im Namen der Utopisten neuer Eigentumsverhältnisse.
"Junge/nachkommende Generationen werden jeden Preis für ein Produkt zahlen, den die Anbieter verlangen. Wenn das Produkt hip genug ist und von den Anbietern mit entsprechendem Aufwand beworben wurde. So wie die junge und nachgewachsene Generation das heute auch schon tut. Die ist doch bereit, jeden Eintrittspreis zu bezahlen. Egal ob es sich um Popmusik oder gehypte Sportveranstaltungen oder was auch immer handelt. Und die kauft auch heute schon jeden kostenpflichtigen Download und jedes Merchandizing Produkt. Sofern der entsprechende Künstler, die Band oder das Produkt um das es geht begehrt genug sind."
Danke. Lange nicht mehr so herzhaft gelacht.
Es gibt auch nicht sowas wie YouTube to MP3 Converter (Wikipedia: Mit monatlich 3 Millionen eindeutigen Besuchern und bis zu 30 Millionen Seitenaufrufen ist Filsh marktführend im deutschsprachigen Internet. Der Service ist kostenlos und finanziert sich durch Werbung.), illegale Downloadseiten, wo man wirklich alles findet, oder hunderte von Streamingdiensten für Filme und Serien. Nein, ds existiert nur alles in eienr Scheinwelt, und Kim Schmitz (Megaupload-/video) wurde reich, weil er im Lotto gewonnen hat. Napster gab es nie und es war auch nie erfolgreich. Und kino.to hatte nie mehrere Millionen Nutzer/Tag.
Konzerte sind denke ich etwas anderes, wobei ich die persönlich abgesehen von manchen Ausnahmen nicht zu teuer finde. 3 Tage Festival für 100€ ist doch in Ordnung, oder?
"Junge/nachkommende Generationen werden jeden Preis für ein Produkt zahlen, den die Anbieter verlangen. Wenn das Produkt hip genug ist und von den Anbietern mit entsprechendem Aufwand beworben wurde. So wie die junge und nachgewachsene Generation das heute auch schon tut. Die ist doch bereit, jeden Eintrittspreis zu bezahlen. Egal ob es sich um Popmusik oder gehypte Sportveranstaltungen oder was auch immer handelt. Und die kauft auch heute schon jeden kostenpflichtigen Download und jedes Merchandizing Produkt. Sofern der entsprechende Künstler, die Band oder das Produkt um das es geht begehrt genug sind."
Danke. Lange nicht mehr so herzhaft gelacht.
Es gibt auch nicht sowas wie YouTube to MP3 Converter (Wikipedia: Mit monatlich 3 Millionen eindeutigen Besuchern und bis zu 30 Millionen Seitenaufrufen ist Filsh marktführend im deutschsprachigen Internet. Der Service ist kostenlos und finanziert sich durch Werbung.), illegale Downloadseiten, wo man wirklich alles findet, oder hunderte von Streamingdiensten für Filme und Serien. Nein, ds existiert nur alles in eienr Scheinwelt, und Kim Schmitz (Megaupload-/video) wurde reich, weil er im Lotto gewonnen hat. Napster gab es nie und es war auch nie erfolgreich. Und kino.to hatte nie mehrere Millionen Nutzer/Tag.
Konzerte sind denke ich etwas anderes, wobei ich die persönlich abgesehen von manchen Ausnahmen nicht zu teuer finde. 3 Tage Festival für 100€ ist doch in Ordnung, oder?
Zitat: "Das Internet folgt anderen Grundsätzen. Es existiert und lebt durch die Kulturtechnik des Teilens, durch den freien Austausch von Informationen unter Gleichen und Gleichgesinnten. Internetnutzer teilen ihr Wissen und ihr Können horizontal mit anderen und verstehen sich als Teil eines offenen Ganzen."
Von welchem Internetangebot sprechen wir? Sprechen wir von dem Angebot der Provider, die großzügigerweise ihre schnellen Zugänge und ihre milliardenschwere technische Infrastruktur mit den Bürgern teilen? Und so diese neue Kultur des Teilens, möglich machen? Diesen Austausch von Gleichen und Gleichgesinnten. Ein ganz neues Bewusstsein, das eigentlich keine anderen Inhalte braucht als diese horizontale Gleichheit. Oder sprechen wir von den Werbeerträgen, die aus dem großzügigen Angebot des neuen sozialen Umgangs miteinander ein Netzwerk geflochen und jetzt für ein paar Milliarden an der Böse verramscht? Was sind das für neue Grundsätze, die all diejenigen so toll finden, die ihre Ideen mit denen teilen die sie dann real in ihren eigenen Geldbeutel wirtschaften?
Teilen? Klar, das ist eine Seite dieser neuen Technologie. Aber das hierarchische Prinzip und die zugrunde liegende Gewinnabsicht die diese Technologie ja auch bereitstellt, um an ihr zu verdienen, dieses Prinzip wird weder verändert noch auch nur angekratzt durch das Internet.
Im Gegenteil: die Kulturtechnik des Teilens bietet diesem Prinzip endlose Möglichkeiten, sich gratis zu bedienen und andere auszubeuten.
Durch posten, verlinken und "sharing" von Musik und Videos sind die User mittlerweile fester (bester?) Bestandteil des Media-marketing geworden. Ohne Entlohnung. Überzogene Preise für Medien die man praktisch umsonst vervielfältigen kann sind somit schlicht unangemessen. Die Industrie sollte den Usern lieber entgegenkommen anstatt rechtlich gegen sie anzugehen.
Einfache gute Bezahlmöglichkeiten sind ein guter Anfang - siehe Apples "prepaid" Karten. Jetzt müssen nur die Preise runtergesetzt werden und dann würde der Großteil der User auch zahlen.
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