Privatsphäre: Londons Polizei durchsucht Handydaten in Minuten
Die Metropolitan Police kauft Geräte, um alles auszulesen, was in den Telefonen von Verdächtigen gespeichert ist. Bürgerrechtler betrachten das als illegale Durchsuchung.
Datensammlungen sind wie Marmeladengläser, sie locken Fliegen an. Da inzwischen sehr viele Menschen ein solches Marmeladenglas in ihrer Hosentasche haben – in Form eines Smartphones voller persönlicher Daten –, ist es kein Wunder, dass sich auch die Polizei für den Inhalt interessiert. Beispielsweise im Vereinigten Königreich. Britische Behörden haben gerade begonnen, in großem Stil sogenannte Cellphone-Dumper zu kaufen, um die auf Mobiltelefonen gespeicherten Daten auslesen zu können.
Die Londoner Polizei kann damit künftig innerhalb von circa 20 Minuten Mobiltelefone von Verdächtigen durchsuchen und darauf vorhandene Daten wie Anruflisten, Bilder, Videos, SMS, E-Mails sowie Informationen aus sozialen Netzwerken extrahieren. Auch bereits gelöschte Informationen lassen sich damit wiederherstellen. Möglich ist das dank eines Systems namens Aceso Kiosk des Herstellers Radio Tactics.
Der britische Anbieter der Forensik-Geräte warb Ende April damit, dass in allen 16 Stadtteilen Londons Polizeistationen entsprechend ausgestattet würden. Außerdem sollen demnach 300 Beamte der Metropolitan Police im Umgang mit der Technik geschult werden.

Bereits im Februar hatte die britische Militärpolizei einen Vertrag mit Radio Tactics unterzeichnet. Sie wird eine mobile Variante der Durchsuchungsgeräte namens Aceso Field erhalten und ihre Soldaten damit ausrüsten.
Was aus Sicht der Polizei wie eine sinnvolle Maßnahme wirkt, besorgt Bürgerrechtler. Denn private Daten auf einem Telefon dürfen nicht einfach so durchsucht und kopiert werden, auch nicht in Großbritannien. Schließlich kommt das einer – im schlimmsten Fall sogar heimlichen – Durchsuchung der Privatsphäre gleich. Ein Vorgang, für die Polizei in den meisten Demokratien einen richterlichen Beschluss braucht. In Deutschland beispielsweise hat das Bundesverfassungsgericht für die heimliche Durchsuchung von Computern besonders hohe rechtliche Hürden gefordert. Handys dürfen hierzulande in einem Ermittlungsverfahren beschlagnahmt und untersucht werden, aber eben nicht allein auf den Verdacht der Polizisten hin.
Handydurchsuchung bei der Verkehrskontrolle
Die britische Polizei geht jedoch offensichtlich eher pragmatisch vor. In der Pressemitteilung wird Stephen Kavanagh, Deputy Assistant Commissioner der Metropolitan Police, mit den Worten zitiert: "Mobiltelefone und andere Geräte werden zunehmend bei allen möglichen kriminellen Aktivitäten genutzt. Wenn ein Verdächtiger festgenommen wird, und wir bei ihm ein Mobiltelefon finden, von dem wir glauben, dass es bei einem Verbrechen benutzt wurde, haben wir es bisher in eines unserer Forensiklabors geschickt." Dank des neuen Systems jedoch hätten Beamte "sofortigen Zugang" zu den Informationen und könnten sie für Ermittlungen nutzen.
Das bedeutet unter Umständen, dass künftig nahezu jedes Mobiltelefon auf diese Art untersucht wird. Das ist nicht nur für politische Aktivisten eine Horrorvorstellung, die auf einer Demo vorübergehend festgehalten werden. Die BBC berichtet außerdem, dass die Metropolitan Police die abgesaugten Daten womöglich anschließend speichert, selbst wenn der Verdächtige wieder freigelassen wird.







Bei diesen Ermittlerfreiheiten müsste die Bundesrepublik bis zur Klärung der rechtl. Grundlage die Vollstreckung Europäischer Haftbefehle bis auf Weiteres aussetzen. Das folgt aus Art. 20 GG, dem dort formulierten Rechtsstaatsprinzip.
Android ist ein schlechtes Beispiel - Google kann die Daten trotzdem lesen...
Aber ein verschluesseltes BlackBerry ist sicher :).
Open-Source, und wir haben eine Vorstellung davon, was Google auf Betriebssystemebene darf und was nicht.
Ich kenne den in neueren Android-Handys verwendeten Verschluesselungsalgorithmus nicht, aber wenn es sich um eines der sicheren Standardverfahren handelt kommt auch Google da nicht dran. Und warum sollten sie das auch versuchen?
Das Geschaeftsmodell von Google gruendet auf anderer Leute Daten, das ist schon richtig. Aber diese Daten stellen die Nutzer freiwillig zur Verfuegung indem sie die Google-Dienste nutzen, wie Google Maps, Google+ und vor allen Dingen die Google-Suchmaschine (es sollte ja niemanden ueberraschen, aber man kann das alles in den Nutzungs- und Datenschutzbedingungen nachlesen). Also Augen auf! Aber kein Grund zur Paranoia...
Open-Source, und wir haben eine Vorstellung davon, was Google auf Betriebssystemebene darf und was nicht.
Ich kenne den in neueren Android-Handys verwendeten Verschluesselungsalgorithmus nicht, aber wenn es sich um eines der sicheren Standardverfahren handelt kommt auch Google da nicht dran. Und warum sollten sie das auch versuchen?
Das Geschaeftsmodell von Google gruendet auf anderer Leute Daten, das ist schon richtig. Aber diese Daten stellen die Nutzer freiwillig zur Verfuegung indem sie die Google-Dienste nutzen, wie Google Maps, Google+ und vor allen Dingen die Google-Suchmaschine (es sollte ja niemanden ueberraschen, aber man kann das alles in den Nutzungs- und Datenschutzbedingungen nachlesen). Also Augen auf! Aber kein Grund zur Paranoia...
Die Londoner Polizei durchsucht ja nicht einfach Daten von jemanden den sie gerade auf der Straße getroffen haben.
Sondern von jenen, bei denen ein berechtigter Verdacht besteht.
Bei einem konkreten Verdacht kann man auch die Wohnung durchsuchen, ist auch nicht neu, und wenn ein Verdächtigter nichts verbrochen hat, kann ihn die Einsicht sogar entlasten.
Als wenn es der Polizei interessiert welche Kosenamen man für seinen Partner hat, welche Filme man ausgelihen hat, oder welche Freizeitaktivität demnächst nachgehen will, ich glaube die da auf den Busch klopfen wissen nicht das geringste von Polizeiarbeit.
Mir scheint als hätten die "Bürgerrechtler" keine Ahnung was man mit einem Handy alles machen kann, von einer Verabredung zum Mord, bis hin zu schwerer Cyber-Kiminalität bspw. Phishing von Kontodaten oder sensiblen Informationen, ist alles dabei.
...auch nur ein wenig mit Bürgerrechten auskennen würden, wüssten Sie, welche macht die Polizei gerade in Großbritannien besitzt, und wie diese von der Politik gerade auch bei Amtsmissbrauch geschützt wird. Das da ein Missbrauch von Handydaten seitens der Polizei nahe liegt, um unangenehme Subjekte aus dem Weg zu räumen, ist ja wohl klar.
Die Metropolitan liest ab jetzt standardmäßig die Handys aus, egal ob es sich um einen Mord oder nur um den Diebstahl eines Hamburgers handelt.
Antworten Sie auf diesen Artikel und schreiben SIe einfach auf was auf Ihrem Handy ist. Angefangen bei den Notizen (auch Evernote), über ihre Mails mit Frau und Freund (vergessen Sie die Streitereien und Anschuldigungen nicht). Dazu dann noch die Angaben über Fotos (Vielleicht ein sexy Bild von ihrem Pupsi?) und so weiter und so fort.
Anscheind wissen Sie weder was Sie auf Ihrem Handy haben, noch haben Sie den Artikel gelesen.
Aber hauptsache erstmal mit der "Im Namen der Verbrechensbekämpfung ist alles erlaubt"-Argument kommen.
Rechtsstaat, schon mal gehört?
Das ist falsch. Eine Wohnung zu durchsuchen, erfordert eine richterliche Anordnung.
Deshalb hinkt der Vergleich, da die Polizei nach Lust und Laune Handys durchsucht.
„Die Londoner Polizei durchsucht ja nicht einfach Daten von jemanden den sie gerade auf der Straße getroffen haben. Sondern von jenen, bei denen ein berechtigter Verdacht besteht.“
Dann ist ja alles in Ordnung, denn wer rechtschaffen ist, läuft ja nicht Gefahr, in Verdacht zu geraten, jedenfalls nicht in einen „berechtigten“. Aber: Selbst wer in den Verdacht gerät, einen Ladendiebstahl begangen zu haben (oder ihn wirklich begangen hat), hat damit nicht sein Recht auf Privatsphäre verwirkt.
„Bei einem konkreten Verdacht kann man auch die Wohnung durchsuchen, ist auch nicht neu, und wenn ein Verdächtigter nichts verbrochen hat, kann ihn die Einsicht sogar entlasten.“
Genau, wer nichts zu verbergen hat... sollte sogar noch froh sein, dass das Post- und Fernmeldegeheimnis für ihn nicht mehr gilt. Im Übrigen: Auch die Hausdurchsuchungen werden heutzutage oft am Fließband genehmigt und taugen daher allenfalls noch bedingt als Vergleichsmaßstab.
„Mir scheint als hätten die "Bürgerrechtler" keine Ahnung was man mit einem Handy alles machen kann, von einer Verabredung zum Mord“
Mag sein. Man kann sich aber auch per Post oder mündlich im Treppenhaus oder in der Kneipe zum Mord verabreden. Wollen Sie deshalb einer grundsätzlichen Abschaffung des Briefgeheimnisses oder gar einer flächendeckenden Audio- und Videoüberwachung des öffentlichen Raums das Wort reden? Oder gar privater Wohnungen?
Zu Ihrem Kommentar fällt mir nur ein:
John Charles de Menendes - 7 Schüsse in den Kopf, nur weil er in einer U-Bahn Station gelaufen ist - unwissend, dass Ihre Freunde, die englische Polizei, Ihn für jemand anders gehalten hatten.
Ach ja, und jetzt fällt mir auch den Fall mit den "Birmingham Six" ein - 15 Jahren im Gefängnis nur weil die Polizei sie für "irische Terroristen" gehalten hatten oder halten wollten. Das gleich ist den "Gilford Four" passiert.Das sind nur einzelnen Beispiele. Die Liste der Fällen ist viel zu lang.
Also hören auf an Sherlock Holmes oder Inspector Barnaby zu denken, wenn es sich um die englische Polizie handelt. Die Aufregung kann nie überzogen sein!
...auch nur ein wenig mit Bürgerrechten auskennen würden, wüssten Sie, welche macht die Polizei gerade in Großbritannien besitzt, und wie diese von der Politik gerade auch bei Amtsmissbrauch geschützt wird. Das da ein Missbrauch von Handydaten seitens der Polizei nahe liegt, um unangenehme Subjekte aus dem Weg zu räumen, ist ja wohl klar.
Die Metropolitan liest ab jetzt standardmäßig die Handys aus, egal ob es sich um einen Mord oder nur um den Diebstahl eines Hamburgers handelt.
Antworten Sie auf diesen Artikel und schreiben SIe einfach auf was auf Ihrem Handy ist. Angefangen bei den Notizen (auch Evernote), über ihre Mails mit Frau und Freund (vergessen Sie die Streitereien und Anschuldigungen nicht). Dazu dann noch die Angaben über Fotos (Vielleicht ein sexy Bild von ihrem Pupsi?) und so weiter und so fort.
Anscheind wissen Sie weder was Sie auf Ihrem Handy haben, noch haben Sie den Artikel gelesen.
Aber hauptsache erstmal mit der "Im Namen der Verbrechensbekämpfung ist alles erlaubt"-Argument kommen.
Rechtsstaat, schon mal gehört?
Das ist falsch. Eine Wohnung zu durchsuchen, erfordert eine richterliche Anordnung.
Deshalb hinkt der Vergleich, da die Polizei nach Lust und Laune Handys durchsucht.
„Die Londoner Polizei durchsucht ja nicht einfach Daten von jemanden den sie gerade auf der Straße getroffen haben. Sondern von jenen, bei denen ein berechtigter Verdacht besteht.“
Dann ist ja alles in Ordnung, denn wer rechtschaffen ist, läuft ja nicht Gefahr, in Verdacht zu geraten, jedenfalls nicht in einen „berechtigten“. Aber: Selbst wer in den Verdacht gerät, einen Ladendiebstahl begangen zu haben (oder ihn wirklich begangen hat), hat damit nicht sein Recht auf Privatsphäre verwirkt.
„Bei einem konkreten Verdacht kann man auch die Wohnung durchsuchen, ist auch nicht neu, und wenn ein Verdächtigter nichts verbrochen hat, kann ihn die Einsicht sogar entlasten.“
Genau, wer nichts zu verbergen hat... sollte sogar noch froh sein, dass das Post- und Fernmeldegeheimnis für ihn nicht mehr gilt. Im Übrigen: Auch die Hausdurchsuchungen werden heutzutage oft am Fließband genehmigt und taugen daher allenfalls noch bedingt als Vergleichsmaßstab.
„Mir scheint als hätten die "Bürgerrechtler" keine Ahnung was man mit einem Handy alles machen kann, von einer Verabredung zum Mord“
Mag sein. Man kann sich aber auch per Post oder mündlich im Treppenhaus oder in der Kneipe zum Mord verabreden. Wollen Sie deshalb einer grundsätzlichen Abschaffung des Briefgeheimnisses oder gar einer flächendeckenden Audio- und Videoüberwachung des öffentlichen Raums das Wort reden? Oder gar privater Wohnungen?
Zu Ihrem Kommentar fällt mir nur ein:
John Charles de Menendes - 7 Schüsse in den Kopf, nur weil er in einer U-Bahn Station gelaufen ist - unwissend, dass Ihre Freunde, die englische Polizei, Ihn für jemand anders gehalten hatten.
Ach ja, und jetzt fällt mir auch den Fall mit den "Birmingham Six" ein - 15 Jahren im Gefängnis nur weil die Polizei sie für "irische Terroristen" gehalten hatten oder halten wollten. Das gleich ist den "Gilford Four" passiert.Das sind nur einzelnen Beispiele. Die Liste der Fällen ist viel zu lang.
Also hören auf an Sherlock Holmes oder Inspector Barnaby zu denken, wenn es sich um die englische Polizie handelt. Die Aufregung kann nie überzogen sein!
...auch nur ein wenig mit Bürgerrechten auskennen würden, wüssten Sie, welche macht die Polizei gerade in Großbritannien besitzt, und wie diese von der Politik gerade auch bei Amtsmissbrauch geschützt wird. Das da ein Missbrauch von Handydaten seitens der Polizei nahe liegt, um unangenehme Subjekte aus dem Weg zu räumen, ist ja wohl klar.
die größere Gefahr scheint mir, wird im Artikel allerdings komplett vergessen:
Daten können in beide Richtungen bewegt werden!
gefakte "Beweise" lassen sich so im Handumdrehen "finden".
Das muss ja nicht mal von "ganz oben" angeordnet werden, aber wenn der Fahndungsdruck steigt (z.B. nach einem Terroranschlag, bei einem Serienkiller, Kinderschändern...) und Erfolge gebraucht werden - Polizisten sind auch nur Menschen...
die größere Gefahr scheint mir, wird im Artikel allerdings komplett vergessen:
Daten können in beide Richtungen bewegt werden!
gefakte "Beweise" lassen sich so im Handumdrehen "finden".
Das muss ja nicht mal von "ganz oben" angeordnet werden, aber wenn der Fahndungsdruck steigt (z.B. nach einem Terroranschlag, bei einem Serienkiller, Kinderschändern...) und Erfolge gebraucht werden - Polizisten sind auch nur Menschen...
"Da inzwischen sehr viele Menschen ein solches Marmeladenglas in seiner Hosentasche haben"
Ich würde vermuten, der Satz heißt richtig so: Da inzwischen sehr viele Menschen ein solches Marmeladenglas in IHRER Hosentasche haben...
@Humanist
"Die Londoner Polizei durchsucht ja nicht einfach Daten von jemanden den sie gerade auf der Straße getroffen haben."
In Zukunft reicht es wahrscheinlich, falsch geparkt zu haben.
"Sondern von jenen, bei denen ein berechtigter Verdacht besteht."
Ein Polizist kann IMMER einen "berechtigten" "Verdacht" (er-)finden. Zudem muss es in dem Fall auch kein Richter absegnen. Nach den USA kann man auch GB kaum noch als "Rechtsstaat" bezeichnen...
"Bei einem konkreten Verdacht kann man auch die Wohnung durchsuchen,"
Äh, nein. Dafür braucht es einen Durchsuchungsbefehl - vom Richter. Nicht das Gutdünken des Verdacht schnuppernden Polizisten.
"ist auch nicht neu, und wenn ein Verdächtigter nichts verbrochen hat, kann ihn die Einsicht sogar entlasten."
Eine pragmatische Ansicht. Sehn Sie das auch dann noch so, wenn das SEK plötzlich bei Ihnen im Schlafzimmer steht?
"ich glaube die da auf den Busch klopfen wissen nicht das geringste von Polizeiarbeit."
Ich glaube, manche Leute wissen weder was von Polizeiarbeit noch davon, wie sich die Polizei in der Realität VERHÄLT.
"Mir scheint als hätten die "Bürgerrechtler" keine Ahnung"
Klar. Die Amnesty-Sektion zu Polizeigewalt in D hat auch keine Ahnung. Das sind auch nur "Menschenrechtler".
1. Es heißt Durchsuchungsbeschluss, nicht -befehl. Und bei "Gefahr in Verzug" ist ein Beschluss nicht nötig.
2. Ja, es gibt bei der Polizei zu viele Beamte, die ihre Machtposition ausnutzen. Die meisten Beamten sind jedoch nicht so. Im Gegenteil. Und was den Alltag der Polizisten betrifft, so habe ich doch ein sehr genaues Bild davon, denn nicht nur die Polizisten in meiner und der Verwandtschaft meines Mannes haben mir geholfen, meine Vorurteile abzubauen.
3. Amnesty International prangert völlig zurecht jede Beleidigung und jede Misshandlung an, aber wie viele der von AI angeprangerten Länder kennen sie, die sich daraufhin auf eine Zusammenarbeit, auf Aufklärung von außen und auf ein Pilotprojekt, was so etwas in Zukunft verhindern soll, einlassen? Aus Russland, Nigeria und Mexiko hab ich so was noch nicht gehört.
P.S. Was die Londoner Polizei betrifft, auch da hat sich viel bewegt in den letzten Jahren. Auch wenn die letzte Affäre ein Rückschlag war...
Danke für den Hinweis. Es musste natürlich "ihrer" statt "seiner" heißen. Wir haben das korrigiert.
1. Es heißt Durchsuchungsbeschluss, nicht -befehl. Und bei "Gefahr in Verzug" ist ein Beschluss nicht nötig.
2. Ja, es gibt bei der Polizei zu viele Beamte, die ihre Machtposition ausnutzen. Die meisten Beamten sind jedoch nicht so. Im Gegenteil. Und was den Alltag der Polizisten betrifft, so habe ich doch ein sehr genaues Bild davon, denn nicht nur die Polizisten in meiner und der Verwandtschaft meines Mannes haben mir geholfen, meine Vorurteile abzubauen.
3. Amnesty International prangert völlig zurecht jede Beleidigung und jede Misshandlung an, aber wie viele der von AI angeprangerten Länder kennen sie, die sich daraufhin auf eine Zusammenarbeit, auf Aufklärung von außen und auf ein Pilotprojekt, was so etwas in Zukunft verhindern soll, einlassen? Aus Russland, Nigeria und Mexiko hab ich so was noch nicht gehört.
P.S. Was die Londoner Polizei betrifft, auch da hat sich viel bewegt in den letzten Jahren. Auch wenn die letzte Affäre ein Rückschlag war...
Danke für den Hinweis. Es musste natürlich "ihrer" statt "seiner" heißen. Wir haben das korrigiert.
Open-Source, und wir haben eine Vorstellung davon, was Google auf Betriebssystemebene darf und was nicht.
Ich kenne den in neueren Android-Handys verwendeten Verschluesselungsalgorithmus nicht, aber wenn es sich um eines der sicheren Standardverfahren handelt kommt auch Google da nicht dran. Und warum sollten sie das auch versuchen?
Das Geschaeftsmodell von Google gruendet auf anderer Leute Daten, das ist schon richtig. Aber diese Daten stellen die Nutzer freiwillig zur Verfuegung indem sie die Google-Dienste nutzen, wie Google Maps, Google+ und vor allen Dingen die Google-Suchmaschine (es sollte ja niemanden ueberraschen, aber man kann das alles in den Nutzungs- und Datenschutzbedingungen nachlesen). Also Augen auf! Aber kein Grund zur Paranoia...
Das Problem ist eher dass Google da eine Hintertür einbaut - aktuell offiziell damit man sein Gerät sichern kann.
Und diesen OpenSource Blödsinn kann ich langsam nicht mehr hören. Wie viele Leute haben sich den SourceCode angeschaut? Die wenigsten.
Was ist den zum Beispiel der Vorteil von der angeblichen Offenheit von google's Betriebssystem - die Antwort, es gibt keinen. (Zum Beispiel im Vergleich zu BlackBerry) Stattdessen produziert jeder Hersteller seine eigene Variante die auf dem eigenen Gerät läuft... toll...
OpenSource kann nützlich sein - aber ist oft nur ein Werbeschild ohne Nutzen.
Das Problem ist eher dass Google da eine Hintertür einbaut - aktuell offiziell damit man sein Gerät sichern kann.
Und diesen OpenSource Blödsinn kann ich langsam nicht mehr hören. Wie viele Leute haben sich den SourceCode angeschaut? Die wenigsten.
Was ist den zum Beispiel der Vorteil von der angeblichen Offenheit von google's Betriebssystem - die Antwort, es gibt keinen. (Zum Beispiel im Vergleich zu BlackBerry) Stattdessen produziert jeder Hersteller seine eigene Variante die auf dem eigenen Gerät läuft... toll...
OpenSource kann nützlich sein - aber ist oft nur ein Werbeschild ohne Nutzen.
Wenn das unser Innenminister liest - der wird sofort diverse Begehrlichkeiten entwickeln.
Bürger werden eh viel zu aufmüpfig und stellen freche Forderungen an die Politiker. Da muss man ja doch mal ein Auge drauf haben.....
Ich kann diese ganze Aufregung von den Bürgerrechtlern in so einem Fall nicht verstehen. Mir ist das sowas von egal, ob die jetzt meine SMS lesen würden oder sehen können mit wem ich telefoniere. Die kennen mich ja sowieso nicht.
Wäre es den lieben Bürgerrechtlern lieber wenn es stattdessen wieder mehr Anschläge gäbe wie 2005 in London? Ich denke solche Durchsuchungen sind sehr hilfreich im Kampf gegen Verbrechen und sollten daher auch legitim sein.
'Wenn ein Verdächtiger festgenommen wird, und wir bei ihm ein Mobiltelefon finden, von dem wir glauben, dass es bei einem Verbrechen benutzt wurde, haben wir es bisher in eines unserer Forensiklabors geschickt." Dank des neuen Systems jedoch hätten Beamte "sofortigen Zugang" zu den Informationen und könnten sie für Ermittlungen nutzen.'
Die Betonung sollte hier auf dem Wörtchen *glauben* liegen - es reicht also schon aus, wenn ein Polizist einen Verdacht hat und zur Prophylaxe das Handy des 'Verdächtigen' ausliest.
In Deutschland wurden schon Tausende von Handynummern auf Verdacht gespeichert, darunter auch die Handys von völlig Unbeteiligten. Versprochen wurde natürlich, die Nummern danach zu löschen - ob das wirklich passiert ist, kann kein Mensch kontrollieren.
Hier wird generalisiert - jeder kann potentiell Verdächtiger sein; bisher gehörte zur Durchsuchung der persönlichen Sachen und der Wohnung ein Durchsuchungsbefehl. Ich hoffe ja nicht, daß hier schleichend ein Grundrecht ausgehöhlt wird, bin aber zumindest skeptisch.
'Wenn ein Verdächtiger festgenommen wird, und wir bei ihm ein Mobiltelefon finden, von dem wir glauben, dass es bei einem Verbrechen benutzt wurde, haben wir es bisher in eines unserer Forensiklabors geschickt." Dank des neuen Systems jedoch hätten Beamte "sofortigen Zugang" zu den Informationen und könnten sie für Ermittlungen nutzen.'
Die Betonung sollte hier auf dem Wörtchen *glauben* liegen - es reicht also schon aus, wenn ein Polizist einen Verdacht hat und zur Prophylaxe das Handy des 'Verdächtigen' ausliest.
In Deutschland wurden schon Tausende von Handynummern auf Verdacht gespeichert, darunter auch die Handys von völlig Unbeteiligten. Versprochen wurde natürlich, die Nummern danach zu löschen - ob das wirklich passiert ist, kann kein Mensch kontrollieren.
Hier wird generalisiert - jeder kann potentiell Verdächtiger sein; bisher gehörte zur Durchsuchung der persönlichen Sachen und der Wohnung ein Durchsuchungsbefehl. Ich hoffe ja nicht, daß hier schleichend ein Grundrecht ausgehöhlt wird, bin aber zumindest skeptisch.
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