Um den Fingerabdruck des Browsers zu verwischen, müsste ein Nutzer die Flash- und Java-Applets sowie Javascript deaktivieren, sagt Tillmann. Denn dann lassen sich besonders signifikante Daten wie die Schriftarten und Plug-ins nicht mehr auslesen. Weil aber viele Websites ohne Flash und Javascript nur eingeschränkt nutzbar sind, kommt diese Lösung für viele nicht infrage.

Die EFF empfiehlt, den TorButton einzusetzen, der mittlerweile Teil des sogenannten Tor Browser Bundles ist. Dieses Programmpaket aus einem modifizierten Firefox-Browser, dem Anonymisierungsdienst Tor und eben dem TorButton sollte jeder installieren, der sich anonym im Netz bewegen will. Der TorButton deaktiviert aber ebenfalls Javascript und das Flash-Plug-in. Der Preis für die Anonymität ist deshalb ein Verlust an Bequemlichkeit.

Das Projekt von Tillmann läuft noch bis zum 15. Dezember. Die gesamte Arbeit mit den ermittelten – aber anonymisierten – Daten wird im Anschluss nach Open-Science-Prinzipien öffentlich zugänglich sein.