PrivatsphäreDie Pornoindustrie experimentiert mit Gesichtserkennung
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Alles nur Schwindel?

Denkbar sind im Übrigen auch andere Zusammenhänge. Ein Web-Klassiker sind Seiten, auf denen Scherzbolde die Fotos von fantasievoll dekorierten Betrunkenen veröffentlichen, die im Tiefschlaf nicht mitbekommen, was andere mit ihnen anstellen.

Eine Suche mithilfe von Gesichtserkennung macht es jedenfalls leicht, Prominente, Bekannte, potenzielle oder Ex-Partner, Bewerber oder Rivalen auf solche Jugendsünden zu überprüfen. Vorausgesetzt, die Technik funktioniert irgendwann gut genug. Google zum Beispiel hat bereits eine solche Rückwärtssuche , die zum Teil brauchbare Ergebnisse liefert.

Noch einmal: Nicht jedem ist es unangenehm, wenn irgendwelche Fotos von ihm oder ihr im Netz kursieren. Die Vorstellungen von Privatsphäre und davon, was moralisch oder unmoralisch ist, ändern sich nun einmal im Laufe der Zeit. Wichtig ist aber zu wissen, wozu Gesichtserkennung führen kann und wer sie einsetzt.

Bei Naughty America ist das Ganze aber vielleicht nur ein billiger Trick, ein Schwindel. Wer ein Bild hochlädt, muss nämlich eine E-Mail-Adresse angeben, an die ein Link zum Ergebnis geschickt wird – angeblich wegen des derzeit hohen Suchaufkommens. Möglicherweise will Naughty America auf diesem Wege einfach nur E-Mail-Adressen sammeln, um diese für Werbung zu verwenden.

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Leserkommentare
  1. Und wie kam der entrüstete Autor diesen skrupellosen Anbietern von pornografischen Inhalten auf die Schliche? Bei "Recherchen" im Internet?

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    Redaktion

    Hier kam der (mittelmäßig) entrüstete Autor dem Ganzen auf die Schliche: Twitter.

    https://twitter.com/evgen...

    Der Entrüstete ist doch immer derjenige, der auf Porno-Artikel klickt und zuerst zum Thema kommentiert..........

    • cssss
    • 21. November 2012 14:10 Uhr

    Es wäre sinnvoll, den letzten Absatz des Artikels ganz an den Anfang zu stellen.

  2. Redaktion

    Hier kam der (mittelmäßig) entrüstete Autor dem Ganzen auf die Schliche: Twitter.

    https://twitter.com/evgen...

    Antwort auf "Recherchen"
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    Ah ja, ich dachte schon...

  3. Ah ja, ich dachte schon...

    Antwort auf "Recherchen"
    • Gerry10
    • 21. November 2012 14:36 Uhr

    ......von Naughty America sollte sich diese Aktion tatsächlich als Schwindel herausstellen . Die Industrie war seit dem Begin des letzten Jahrhunderts im Vorfeld der Technologie, vergleichbar nur mit Waffen und Weltraumindustrie.
    Der Rufschaden für die Industrie mag so schlimm sein, dass sie sich so schnell nicht wieder erholt...

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    Der Rufschaden war neben der Prostitution immer schon schlimm. Nur wird es denjenigen nicht jucken, der Pornos schaut, ob es Gesichtserkennung gibt oder nicht. Er wird sie weiterhin sehen.....

  4. Naja, das ist im Prinzip nur ein Vorgriff auf zukünftige Suchmachinen-Anfragen. Es dauert nicht lange und wir können bei Google nicht nur Text sondern auch z.B. Bilder in die Suchzeile einfügen. Diese Bilder können dann mit beliebigen Suchbegriffen kombiniert werden.

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    • brazzy
    • 21. November 2012 15:31 Uhr

    Das ist beo Google schon seit einer Weile so: bei der Bildersuche können sie längst ein Bild als Grundlage der Suche angeben. Aber es ist natürlich nochmal was anderes wenn die Suche gezielt Gesichter vergleicht - die Google-Suche liefert primär Kopien des gleichen Bildes und falls es die nicht gibt dann Bilder die ähnlich strukturiert sind (aber meist was völlig anderes zeigen).

  5. Das ist ja schon ein ziemlicher Hammer. Es überrascht mich keineswegs, dass ein neuer Internettrend von der Pornoindustrie kommt, schließlich verdanken wir dieser Branche schon die Verbreitung des Netzes, immer noch sind die Inhalte einer Mehrheit der Sites pornographisch.
    Schön zu wissen, dass Gesichtererkennung noch nicht so gut funktioniert, allerdings sehe ich in den zunehmenden Möglichkeiten der Technik mittlerweile eine Gefährdung meiner Persönlichkeitsrechte (Recht am eigenen Bild z. B.). Da müsste aus meiner Sicht nun mal langsam über gesetzliche Schranken nachgedacht werden. Und zwar am besten international. Schade, dass solche Vorhaben nicht gewinnträchtig sind, sonst wäre sicherlich schon längst etwas diesbezüglich passiert. Und ein Glück habe ich kein Foto von mir auf Fratzenbuch gepostet!!! Dabeibin ich unter 35!

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    nicht von der Pornobranche sondern mit und durch FACEBOOK,
    gäbe es dieses nicht auch nicht das andere.

    Ist doch normal das schlechte Dinge noch schlechtere Dinge verursachen, oder?

    Das ist falsch! Facebook fördert zwar die Gesichtserkennung, das Internet war aber schon längst vor ihm verbreitet!

  6. interessieren sich Pornogucker eigentlich für die Gesichter der Damen???

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Google | Privatsphäre | Facebook | Gesichtserkennung | Technik | MIT
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