VerlinkungGoogle löscht einige Bettina-Wulff-Einträge

Bettina Wulff hat einen Teilerfolg gegen Google erzielt. Der Konzern löschte acht Einträge. Die Anwälte der einstigen First Lady verlangen aber mehr. von dpa

Die Anwälte von Bettina Wulff haben vom Internetkonzern Google auch die Löschung von Suchergebnissen zum Wikipedia-Eintrag und zu Medienberichten gefordert. Von ursprünglich mehr als 3.000 genannten Suchergebnissen seien aber nur acht aufgrund falscher Tatsachenbehauptungen rechtswidrig gewesen und gelöscht worden, teilte der Internet-Konzern am Sonntag mit und reagierte damit auf einen Bericht der Bild am Sonntag . "Das bezieht sich rein auf die geforderte Löschung von Suchresultaten in der Google-Suche, nicht aber auf die Klage und die Autovervollständigung", sagte ein Google-Sprecher.

Die Gattin des Ex-Bundespräsidenten hatte den US-Konzern im September wegen der automatischen Vervollständigungsfunktion verklagt , weil beim Eintippen des Namens Bettina Wulff auch Vorschläge für Suchanfragen zu einer angeblichen Rotlicht-Vergangenheit auftauchen. Google erklärt, diese Funktion spiegele nur tatsächliche Suchanfragen der Nutzer wider. Es gibt allerdings Fälle, zum Beispiel bei Namen einiger US-Prominenter, bei denen die automatische Vervollständigung abgeschaltet ist.

Die Klage zur Autovervollständigung werde jetzt an die Google- Zentrale in die USA weitergeleitet, schrieb die Bild am Sonntag . Wulffs Anwälte forderten darin die Löschung von 85 Suchbegriffen aus der automatischen Suchergänzung.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
    • tinnef
    • 04. November 2012 14:06 Uhr

    scheinen ja immer noch suchbar zu sein. Wird jedoch spannend, wie die Anwälte das in den USA durchsetzen wollen.
    Ansosnten sollte sie doch zufrieden sein nach sieben Jahren Studium ohne Abschluss (http://de.wikipedia.org/w...), vom dt. Steuerzahler auf Lebenszeit fürstlich alimentiert zu werden, goldigging at its best.

    19 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • lxththf
    • 06. November 2012 14:32 Uhr

    in den USA Bettina Wulff googlen??? ;)

  1. Und eine Blamage erster Güte für sich selbst.

    Es gibt einfach Situationen, da führt Rechthaben direkt zum Verliererstatus.

    13 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Die Geschichten, die verbreitet wurden, hat doch eh keiner wirklich geglaubt. Sie hätte eher mal darüber nachdenken sollen, warum so viele sie offenbar als die Marie Antoinette der Bundesrepublik sehen wollen.

  2. Die automatische Vervollständigung ist schon jetzt bei zahlreichen Begriffen deaktiviert, nicht nur bei bestimmten Personen.
    Man tippe mal die Zeichenfolge "rapidshar" ein. Da kommt nichts, obwohl es definitiv gesucht wird.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Zitat: "Man tippe mal die Zeichenfolge "rapidshar" ein. Da kommt nichts, obwohl es definitiv gesucht wird."

    Wenn man "Rapid" eintippt kommt an erster Stelle Rapid Wien.
    Gleich an zweiter Stelle erscheint schon RapidShare.

    Wenn man "Rapids" eintippt kommt an erster Stelle Rapidshare.
    Bei "Rapidshar" kommt auch an erster Stelle Rapidshare als Suchergebniss...

    kann wiederum Kommentar 3 bestätigen, ist bei mir auch so, dass rapidshare bis zum Schluss nicht vervollständigt wird - nichtmal "rapidshar". Schön wenn man von einer Suchmaschine in die richtigen Bahnen gelenkt wird (=Lenkmaschine?). Andererseits braucht man nur A für Amazon und E für Ebay eingeben - ist vielleicht ja auch eingeklagt oder schon die "traurige" Wahrheit?

  3. Was juckt es also ob bei einer nun etwas gelöscht wird? Finden wird man es eh, das Internet vergisst nix. Was auch daran liegt, die Nutzer selber vergessen es nicht.

    Ein marginaler Papyrussieg, nicht mehr aber auch nicht weniger. Sich selber hat die werte Dame einen Bärendienst erwiesen. So wächst auch kein Grass über die Sache. ( Was die Dame vorher gewusst haben muss )

    Mehr noch, Sie wird es verschmerzen können, dürfte dies auch hinderlich für den Gatten sein - seine Comebackambitionen sind überdeutlich.

    Falsche Aktion zur denkbar ungünstigen Zeit.

    Nur so am Rande, nebenbei

    4 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich denke, das ganze war/ist eine PR-Aktion für ihr Buch.

    So gesehen ein voller Erfolg, der Name Bettina Wulff ist in den Schlagzeilen...

    Zumindest ihre Anwälte werden intelligent genug sein zu wissen, daß ein Rechtsstreit gegen Google wenig Aussicht auf Erfolg hat.

    • wbiebel
    • 04. November 2012 16:49 Uhr

    Eine wundervolle Wortkreation, die merke ich mir!

  4. Der Teilerfolg gegen Google ist wohl eher als Pyrrhussieg zu werten. Wie war das noch einmal mit dem Streisand-Effekt?

    4 Leserempfehlungen
    • oh.stv
    • 04. November 2012 14:35 Uhr

    Frau Wulf. Wenn ihre B - Prominenz in ein paar Jahren abgeflaut ist, sieht man sie wahrscheinlich im Dschungelcamp wiedere ....

    11 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Polyp
    • 04. November 2012 22:20 Uhr

    Ich dachte es war nun alles o.k. und auch genug des guten. Denke ihr buch hat sich schlecht verkauft und nun muss sich sich nochmals in Erinnerung rufen.

  5. Was für ein tolles Präsidenten-Paar, das nett und freundlich ist, wenn es gute Berichte über sie gibt und ansonsten Anwälte schickt. Naja Hauptsache bei den Wulffs wird die Welt wieder in Ordnung gebracht und ab sofort erfährt jeder nur noch die volle von den Anwälten genehmigte Wahrheit und ansonsten darf jeder sehen wo er mit Presse- und Meinungsfreiheit bleibt - YEAH! Da hat sich die lebenslange Besoldung echt ja gelohnt muss ich sagen.

    4 Leserempfehlungen
  6. ich wäre damit einverstanden, wenn Google auch Bettina Wulff löscht.

    18 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    freilig16 schreibt: "ich wäre damit einverstanden, wenn Google auch Bettina Wulff löscht."

    An diesem Wunsch merkt man einmal mehr, dass der Diskurs im Netz inzwischen jede Grenze überschritten hat.

    Es zeigt sich an der Auseinandersetzung mit google auch, dass es keine Möglichkeit gibt, sich gegen diese "sozialen" Netzwerke zu wehren.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Bettina Wulff | Google | USA
Service