Überwachung : Wenn die Schuluniform die Schüler überwacht
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Das System hat eine grundsätzliche Schwachstelle

Das Portal Infowars berichtet , dass es mehrere christliche Familien in Texas gibt, die so argumentieren.

Die betroffene Schülerin weigert sich aus diesem Grund auch, die gleiche Identifikationskarte ohne den RFID-Chip zu tragen. Sie wurde deshalb vom Unterricht an der Schule ausgeschlossen, ein Gericht hat die Entscheidung aber vorerst wieder kassiert. Nun sollen zunächst beide Seiten angehört werden.

Die religiöse Begründung des Widerstandes kann man absurd finden, die Überwachung von Schülern ist nichtsdestotrotz ein Problem. ZDNet berichtet , dass es in Texas schon zwei Gesetzentwürfe zum Thema gibt. Einer verbiete den Einsatz an Schulen, der andere schreibe eine Opt-out-Möglichkeit vor, Schüler müssten sich dem verweigern dürfen, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.

Aber auch das löst das Problem letztlich nicht. Überwachung ist keine gute Idee, um ein soziales Problem zu lösen. Denn Schüler schwänzen ja nicht die Schule, weil sie den richtigen Weg nicht finden. Die Chips ändern nichts an den Ursachen. Im Gegenteil, sie verschlimmern die Situation im Zweifel.

Der renommierte Sicherheitsexperte Bruce Schneier hat schon vor fünf Jahren, als es solche Versuche mit RFID-Chips in Schuluniformen in Großbritannien gab, auf eine grundsätzliche Schwachstelle hingewiesen : "Das macht das Schulschwänzen besonders einfach – frag einfach jemanden, ob er dein Hemd in der Nähe des Schulgebäudes für dich herumträgt."

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Kommentare

29 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

Schade, wenn es verboten wird,

denn dabei wäre es so praktisch, um eine erste Generation von Menschen zu schaffen, die an permanente Bewegungsüberwachung im Alltag gewöhnt ist und sich nicht immer wie paranoid dagegen sträubt, denn schließlich ist es doch nur zu ihrem Besten.
Und Erfahrung, was an der Überwachung noch verbessert werden kann, lässt sich auch gleich sammeln. Das Schwänzen durch Herumtragen der Hemden ist wirklich ein Problem. Vielleicht ist man bald soweit, den Chip einfach im Körper zu tragen, dann kann keiner mehr betrügen und die Probleme sind gelöst.

Es wird immer Mittel und Wege geben, sich zu entziehen

Zitat: "Vielleicht ist man bald soweit, den Chip einfach im Körper zu tragen, dann kann keiner mehr betrügen und die Probleme sind gelöst."
So gutgläubig können heute nur noch Leute über 35 sein, oder?

Es wird immer Mittel und Wege geben, sich zu entziehen. Wenn es nicht reicht, das Hemd auszuziehen... was meinen Sie, was man aus einem alten Mobiltelefon, einer angerosteten Autokarosserie, zwei Batterien und einem jugendlichen Hirn auf Suche nach Herausforderung so alles herausbekommen kann? Es wird ja nicht der Chip selbst, sondern nur das Signal von dem Chip abgefragt. Gibt man dem System das Signal und versteckt dafür alles, was der implantierte Chip so in die Weltgeschichte plappert, ist man nominell so gut wie anwesend.

Kinder for the win! Sie werden schon ihren Weg gehen, ohne Chip oder mit. Wie zu allen Zeiten.

MGv Oyamat

Natürlich kann man sich immer irgendwie entziehen,

aber für wie viele Menschen ist das eine Option? Die meisten werden das nicht tun, weil sie nicht wissen, wie es geht, die Konsequenzen oder Risiken fürchten oder was auch immer.
Dass für das Gros der Menschen die Überwachung in dieser Form stattfinden wird, ändern die paar Bastler nicht. Und die paar Ausreißer bekommen im Alltag ggf. noch Probleme, wenn sie nicht isoliert leben wollen. Das kann schon beim Arztbesuch oder gar Einkaufen losgehen.

Was möglich ist wird gemacht

Das dieser Schritt kommt war klar, denn was technisch Möglich ist wird gemacht, sobald es lukrativ genug erscheint oder man ein moralisches Gebot dafür findet. Irgendwann merkt z.B. auch mal einer dass die PKW Maut in Deutschland, wenn sie denn mal kommt, auch nichts anderes ist als ein Perma-Ortungssystem, vom dem Orwell nicht mal geträumt hat.

Kommentar 1 hat es schon erwähnt: Chip implanieren, und dann legt den auch niemand mehr ab. Und verloren geht er auch nicht. Und vielleicht kann man bald damit schon seine Milch am Schulhofkiosk bezahlen. Sicherlich kann man mit so einem Chip auch Bewegungsprofile erstellen - schießlich sollen die Kinder ja auch gesund sein und sich bewegen.

Ach und man könnte sich damit ausweisen, bezahlen... Und im Wege der AR , der Augmented Reality, müssen ja eh alle physischen Dinge digital erkennbar werden, da ist der Chip ja quasi unverzichtbar!

Das wird kommen, in 4 Schritten:

Erst ist es freiwillig, dann locken die Einstiegsangebote und die praktischen Möglichkeiten.

Dann kommt das "opt out" , da machen sich dann die verdächtig die diese Möglichkeit nutzen, oder man ist Rabeneltern, weil man sein Kind nicht chippt (könnte ja geklaut werden, das Kind)

Dann kommt das wo es Pflicht wird

Und zum Schluss kommt dass dass man es nicht mehr anders kennt und es sowieso so ist, weils ja überall so ist...

Muss nicht zwangsläufig sein dass wir dadurch unfreier werden, aber Anders wird es sich schon leben.

Wer verdient?

sicher nicht die Schüler! Selbst wenn der Gewinn für Firmen durch die Chips nicht so hoch ist, es ist ein Weg zur Legalisierung dieses Einsatzes und, wie andere Kommentatoren m.E. richtig bemerkten, eine erzieherische Maßnahme hin zur Akzeptanz von Chips. Am Problem, dem Unterrichts- und Schulschwänzen ändert sich überhaupt nichts. Dieses kann man nur durch persönlichen Einsatz mit Unterstützung aller Beteiligten, Elternhaus, Schule, Umfeld, ändern. Und auch nicht in wenigen Stunden, sondern durch konsequente gezielte Arbeit.