Das Portal Infowars berichtet , dass es mehrere christliche Familien in Texas gibt, die so argumentieren.

Die betroffene Schülerin weigert sich aus diesem Grund auch, die gleiche Identifikationskarte ohne den RFID-Chip zu tragen. Sie wurde deshalb vom Unterricht an der Schule ausgeschlossen, ein Gericht hat die Entscheidung aber vorerst wieder kassiert. Nun sollen zunächst beide Seiten angehört werden.

Die religiöse Begründung des Widerstandes kann man absurd finden, die Überwachung von Schülern ist nichtsdestotrotz ein Problem. ZDNet berichtet , dass es in Texas schon zwei Gesetzentwürfe zum Thema gibt. Einer verbiete den Einsatz an Schulen, der andere schreibe eine Opt-out-Möglichkeit vor, Schüler müssten sich dem verweigern dürfen, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.

Aber auch das löst das Problem letztlich nicht. Überwachung ist keine gute Idee, um ein soziales Problem zu lösen. Denn Schüler schwänzen ja nicht die Schule, weil sie den richtigen Weg nicht finden. Die Chips ändern nichts an den Ursachen. Im Gegenteil, sie verschlimmern die Situation im Zweifel.

Der renommierte Sicherheitsexperte Bruce Schneier hat schon vor fünf Jahren, als es solche Versuche mit RFID-Chips in Schuluniformen in Großbritannien gab, auf eine grundsätzliche Schwachstelle hingewiesen : "Das macht das Schulschwänzen besonders einfach – frag einfach jemanden, ob er dein Hemd in der Nähe des Schulgebäudes für dich herumträgt."