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Wie man ein Tor-Relais betreibt

Die Zugabe: ein Tor-Relais betreiben

Um dem Tor-Projekt zu helfen, bitten die Entwickler darum, ein Relais einzurichten, eine Weiterleitung. Damit wird das System insgesamt schneller und kann von mehr Menschen genutzt werden. Viel mehr als ein paar Klicks im Vidalia-Kontrollpanel sind dazu theoretisch nicht nötig. Ich wähle Relais-Verkehr im Tor-Netzwerk (kein Ausgangsrelais) aus. Denn ein Ausgangsrelais (Exit Node) zu betreiben, kann zu Problemen führen: "Der Betreiber einer Exit-Node als solcher ist nicht anonym. Dadurch kann es vorkommen, dass, wenn jemand anderes Unsinn über Tor macht, die Polizei dann bei einem nachfragt beziehungsweise man beschuldigt wird, dass man selbst die Straftat begangen hat. Auch Beschlagnahmung von Tor-Servern gab es bereits in Deutschland", heißt es im Ubuntu-Wiki. Das will ich natürlich vermeiden, gleichzeitig möchte ich das Projekt aber unterstützen. Deshalb mache ich meinen Rechner nur zu einem Mittelrelais.

Tor-Relais einrichten

Tor-Relais einrichten  |  © Patrick Beuth / ZEIT ONLINE

Ich trage bei den allgemeinen Einstellungen noch meine E-Mail-Adresse ein, lasse alles andere aber unverändert. Unter dem Reiter Bandbreitenbegrenzung wähle ich 768 Kilobit pro Sekunde, da ich zu Hause nicht übermäßig viel Bandbreite zur Verfügung habe.

Leider bekomme ich zunächst Fehlermeldungen im Vidalia-Logbuch. Das dürfte am Router liegen, heißt es in den Erläuterungen auf torproject.org. Der blockiert solche Weiterleitungen unter Umständen. Ich rufe den technischen Support meines Providers an, der sich zwar nicht mit Tor auskennt, aber mir erklärt, wie ich eine sogenannte Portweiterleitung einrichten kann. Das bedeutet grob gesagt, ich definiere einen bestimmten Punkt, an dem Tor auf die Datenpakete anderer Tor-Nutzer wartet und diese dann weiterleitet. Ich erlaube es anderen also, meine Bandbreite für das Surfen über Tor mitzunutzen. Wie das gemacht wird, hängt vom jeweiligen Router ab, deshalb ist eine Anleitung an dieser Stelle wenig sinnvoll. Wer es nachmachen möchte und sich damit nicht auskennt, sollte auf jeden Fall seinen Provider fragen.

Ich gebe also die beiden Ports frei, die Vidalia mir unter Weiterleitung einrichten anzeigt und starte den Router neu. Und tatsächlich klappt das, auch wenn ich nur ungefähr verstehe, was ich da eigentlich getan habe. Im Logbuch steht nun jedenfalls, der Selbsttest habe ergeben, dass meine Ports von außen erreichbar sind. Mit anderen Worten: Ich bin nun Teil des Tor-Netzwerks, wenn auch nur ein winzig kleiner.

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Leserkommentare
    • vornoff
    • 25. Januar 2013 10:47 Uhr

    Das gefährliche Halbwissen, das Sie hier verbreiten, sei keinem halbwegs auf Sicherheit bedachten Anwedender zur Nachahmung empfohlen. Sie schreiben von Portweiterleitungen und kryptischen Terminalbefehlen, deren Bedeutung und Auswirkungen Sie selbst gar nicht einschätzen können. Überlassen Sie solche Anleitungsversuche bitte lieber den Profis, die wissen, wovon sie schreiben.

    2 Leserempfehlungen
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    Auch wenn ich Ihre Kritik nachvollziehen kann, bieten Sie keine Lösung für das Thema Anonymität und Schutz der Privatsphäre im Internet, die auch von einer breiten Öffentlichkeit genutzt werden kann. Diese hat wohl häufig noch weniger als Halbwissen als der Autor. Wenn "wir" und da schließe ich mich selbst natürlich mit ein, nur darauf warten, dass "die Profis" etwas "erledigen" oder in verständlicher Form "bereit stellen" können wir lange warten.... Habe ich schon mehrfach in Bezug auf Linux-Distributionen, Tor, oder auch (La)Tex erleben müssen.

    Hier kommt nämlich die solidarische Verantwortung "der Profis" ins Spiel, die durch ihr Wissen dazu beitragen könnten (und mMn. sollten), eine breiten Öffentlichkeit an ihrem Wissen teilhaben zu lassen und (wie hier ihre Privatsphäre) sie zu schützen.

    Wenn ich ein kleines Kind alleine auf die Straße zuwatscheln sehe, dann passe ich auf, dass es nicht überfahren wird, auch wenn das (eigentlich) die Verantwortung der Eltern wäre. Man muss die Leute nicht, ob ihres Unwissens, ins Messer laufen lassen, sondern kann/könnte sich zumindest bemühen zu zeigen, was sie tun können - und zwar ohne irgendwas IT-spezifisches studiert haben zu müssen oder sonstwie nerdig-interessiert zu sein.

    Verantwortung und Solidarität läuft eben auf vielen Ebenen in unserer Gesellschaft ab IMhO.

    Redaktion

    Ich denke, wenn man dem Tor-Projekt vertraut und die Installationsanleitungen befolgt, muss man als Laie nicht ganz genau verstehen, was genau dabei passiert. Darum geht es ja: zu zeigen, was Anfänger umsetzen – also einfach mal MACHEN – können, auch wenn sie sich vorher nicht mit der Thematik auseinandergesetzt haben.

    Portweiterleitungen etc. stehen aus gutem Grund im Abschnitt "Zugabe" – wer Tor einfach mal ausprobierne möchte, braucht kein Relais einzurichten.

    ... ist keinem gedient. es wurde schon ganz richtig erkannt. das verhalten muss sich bei der breiten masse ändern. sie werden die breite masse sicherlich nicht mit solchen kommentaren (ihr habt doch alle keine ahnung etc.) dazu bewegen, etwas zu ändern.

    ... ein wirklicher profi ist in der lage, sich die sichtweise eines DAU anzueigenen und entsprechenden support zu geben.

  1. 2. lustig

    Die bürgerliche Mitte entdeckt die Welt. Macht Spaß dabei zuzusehen..

    via ZEIT ONLINE plus App

    5 Leserempfehlungen
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    • Dyratic
    • 25. Januar 2013 13:00 Uhr

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/kvk

    Vor allem: Was macht daran Spaß?

    Bizarr!

  2. 3. slow d

    tor is slow..not so practical in everyday use.

    Eine Leserempfehlung
    • Mirkor
    • 25. Januar 2013 11:04 Uhr

    der Redakteur im Ressort Wissen/Digital bei ZEIT ONLINE nutzt also AdBlockPlus. Schneidet man da sich nicht ins eigene Fleisch?

    4 Leserempfehlungen
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    Redaktion

    Das können Sie so sehen, ja. So zu tun, als wäre mir das Tool unbekannt, widerstrebt mir aber.

    • dth
    • 25. Januar 2013 11:15 Uhr

    Dass Google diese Mails analysiert um Werbung zu personalisieren, war doch von Anfang an bekannt. Das ist das Geschäftsmodell von Googlemail. Dazu ließt niemand diese Mails, aber Algorithmen bewerten sie entsprechend. Wie man das findet, muss man sich eben überlegen, bevor man Googlemail nutzt.

    4 Leserempfehlungen

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