Das aufgerüstete ThinkPad hat meinen bisherigen Computer zu Hause ersetzt. Ich surfe nur noch über VPN oder Tor und einen um diverse Add-ons erweiterten Browser. Ich arbeite derzeit daran, einige Freunde zum Verschlüsseln von E-Mails zu bewegen. Viele meiner privaten Dateien habe ich mit TrueCrypt abgesichert. Schneller und sicherer als mein altes Windows-System ist das ThinkPad dank Ubuntu sowieso.

Aber mir ist natürlich klar, dass mein Computer kein unknackbarer Tresor ist, und dass ich damit im Internet keineswegs völlig anonym bin. Ich habe meine Datenspur verringert, mehr nicht. Aber allein das war mir die Mühe wert. Des Weiteren habe ich die Möglichkeiten solcher Tools zumindest im Ansatz kennengelernt. Das wird mir helfen, wenn ich mich mit den Werkzeugen beschäftige, die in den kommenden Jahren entwickelt werden.

Das enorme Feedback auf meine Anleitungen in Leserkommentaren, E-Mails und in den sozialen Netzwerken zeigt, dass es auf der einen Seite die echten Experten gibt, die noch sehr viel mehr über die Möglichkeiten und Grenzen von Tor, VPN und Verschlüsselung wissen. Sie haben mir wertvolle Tipps gegeben und mich gedrängt, Fehler in den Artikeln zu korrigieren und Details zu ergänzen. Weil es aber immer noch eine Ausnahme gibt, und weil die Ansprüche und Ziele mancher Experten andere sind als meine, können meine Anleitungen nicht alle Eventualitäten abdecken. Das gilt insbesondere dann, wenn es darum geht, sich aus Prinzip auch gegen aufwendige staatliche Überwachungsmaßnahmen zu wappnen.

Auf der anderen Seite gibt es offenbar ein großes Bedürfnis nach solchen Anleitungen. Viele Leserkommentare zeigen, dass auch Anfänger gern mehr darüber wüssten, wie sie ihre Privatsphäre im digitalen Leben schützen können. Sie verdeutlichen aber auch, dass mein Ansatz, etwas aus der Perspektive eines Anfängers für andere Anfänger zu beschreiben, seine Grenzen hat. Auch die Schritt-für-Schritt-Beschreibungen sind manchen zu kompliziert.

Computersicherheit und Nutzerfreundlichkeit sind also noch nicht so weit vereinbar, wie es nötig wäre, damit die Mehrzahl der Nutzer sich daran versucht. Ich freue mich also über jeden, der diese Serie als Schnupperkurs versteht und anfängt, sich mit dem Thema zu beschäftigen.