GPS-OrtungFacebook-App soll Standort an Freunde melden
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Apple hat eine vergleichbare App schon im Angebot

Facebook ist keineswegs allein mit diesem Vorgehen, auch Apple erhebt ständig Standortdaten. In Apples Datenschutzrichtlinie steht: "Um standortbezogene Dienste auf Apple Produkten anzubieten, können Apple und unsere Partner und Lizenznehmer präzise Standortdaten erheben, nutzen und weitergeben, einschließlich des geographischen Standorts deines Apple Computers oder Geräts in Echtzeit." Apple hat auch eine selbst entwickelte App namens "Meine Freunde suchen"  im Angebot, die ähnlich funktioniert, wie es die Facebook-App tun soll.

Ein großer Nachteil der ständigen Standortbestimmung und -übermittlung: Sie belastet den Handyakku stark. Deshalb und aus Datenschutzgründen müsste eine Trackingapp von Facebook jederzeit abschaltbar sein. Andernfalls wäre es eine Überwachungsapp, ihre Nutzer könnte jederzeit von Facebook und ihren Freunden lokalisiert und kontrolliert werden.

Der Blogger Martin Weigert hält die Idee, Gleichgesinnte per App finden zu können, aber prinzipiell für reizvoll und deshalb auch eine Erweiterung für naheliegend: Er kann sich vorstellen, dass die App irgendwann nicht mehr nur Facebook-Freunde in der Nähe anzeigt, sondern auch "interessante Personen" mit ähnlichen Interessen.

Facebook teilte auf Anfrage mit, Gerüchte kommentiere man nicht.

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Leserkommentare
    • pat
    • 05. Februar 2013 12:25 Uhr
    1. Ab 18

    diese Ortung ist ja ein Horror für alle Eltern, deren Kinder sich auf Facebook anmelden. Ich spreche hier nicht von unter 12 Jährigen, sondern eher von Teenagern, denen es nicht bewusst ist, welche möglichkeiten sich hier bieten. Diese Ortung sollte nur ab 18, und nur durch aktive Zustimmung der Nutzer passieren. Sollte es allen Nutzern einfach angeschaltet werden, gibt es einen Grund mehr, Facebook den rücken zu kehren!

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  1. "Apple hat auch eine selbst entwickelte App namens "Meine Freunde suchen" im Angebot."

    Apple hat auch die App „Mein iPhone suchen“.

    Ebenfalls eine Ortungssoftware, wo man den Benutzerkreis ganz eng halten kann.

    Es gibt schon einige Eltern, die ihre Plagen dazu verdonnern, diese App einzuschalten. So können die Eltern (und nur sie) sehen, wo sich der Nachwuchs rum treibt.

    Bei intelligenten Nachwuchs sehen sie, wo das iphone liegt...

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  2. Man kann in den Einstellungen die Ortungsdienste global oder für jede App gesondert ein- und ausschalten (bei meinem iPhone zumindest).

    2 Leserempfehlungen
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    "Man kann in den Einstellungen die Ortungsdienste global oder für jede App gesondert ein- und ausschalten (bei meinem iPhone zumindest)."
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    Und Sie haben geprüft, dass nicht doch heimlich Bewegungsmuster irgendwo abgespeichert werden, ja? Oder gehen Sie nur den Etiketten in den Einstellungen auf den Leim?

  3. Facebook entwickelt sich damit allerdings immer weiter zu einer Ersatz-Vorratsdatenspeicherung – mit viel mehr Möglichkeiten als das Original. Das wird eine tolle Spielwiese für unsere Sicherheitsbehörden und die Polizei.

    Hoffentlich wird es eine Opt-In-Funktion, aber bei Facebook habe ich da wenig Hoffnung.

    @3: Was die Abschaltung der Ortungsdienste betrifft: Man wird nur einmal gefragt, danach muss man jedesmal die Einstellungen bemühen, wenn man die Ortungsdienste manchmal nutzen möchte. Ist also sicher nicht die ideale Lösung.

    2 Leserempfehlungen
    • juwoki
    • 05. Februar 2013 14:37 Uhr

    Ist ja putzig: "Ein großer Nachteil der ständigen Standortbestimmung und -übermittlung: Sie belastet den Handyakku stark." Wenn das das einzige Problem ist, dann ist ja alles gut.
    @limdaepl: Der Untergang des Abendlandes wird leider von zu vielen unkritischen "Followern" und "Usern" vorangetrieben. Statt zu folgen und nur zu benutzen sollten wieder ein paar mehr Leute vorangehen und kreieren. Und zwar real und nicht nur virtuell!
    Eine Verfolgungs-App zu entwickeln und als neue Sensation zu verkaufen ist jedenfalls keine Errungenschaft, welche die (noch selbst denkende) Menschheit in irgendeiner Weise befördert.

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  4. "Endlich", seufzt Tobi Konsumdepp, "jetzt bekommt auch Susi Blödliesel mit, wenn ich mir einen leckeren McDonald-Hamburger reinziehe oder mir ein neues, geiles Hemd bei C und A Kaufe."
    Natürlich haben Sie es gemerkt, aufmerksamer Leser, die beiden Mitbürger sind nur erfunden, abartig aber ist die mögliche Situation keineswegs.
    Der Autor bzw. die Autorin von diesem Artikel hat erkannt,
    worum es eigentlich geht, zumindest für Facebook: Ortsbasierte Werbung einzublenden.
    Um auf die Überschrift zu kommen: Gewartet darauf hat nicht die Menschheit, sondern der Geld verdienende Konzern, die Firma Facebook

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  5. 1. Facebook loggt schon, seit ich die App auf dem Handy habe, den aktuellen Standort.
    2. Finden das die Facebooknutzer wünschenswert, weil damit z.B. die Check-In Funktion nutzbar wird.
    3. Wer die "Überwachung" nicht will braucht z.B. bei Android Geräten nur das GPS deaktivieren und bei Apple Geräten, wie ein Vorredner schon schrob, die entsprechende Ortungsdienstfunktion nur zu deaktivieren.

    Der Punkt ist: Wer oben erwähntes Feature nutzen will, und ich tippe drauf, dass die Jugend gar nicht erwarten kann, dies zu tun, wird mit der Funktion glücklich sein. Der Rest der Leute, die vielleicht ein wenig sensibler reagieren, wenn es um die Privatsphäre geht, schalten schlicht die entsprechende Funktion ab. Medienkompetenz lässt grüßen.

    Adieu!

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Google | Apple | App | Bloomberg | GPS | Smartphone
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