Gamma-Manager Martin J. Muench sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, es sei "unangemessen, den Vorgang zu kommentieren", bis die OECD eine Entscheidung gefällt habe.

Eine Trovicor-Sprecherin sagte golem.de: "Unsere Produkte sind Systemanlagen mit großen Datenbanken, die im Telekommunikationsumfeld installiert werden. Wir produzieren keine Trojaner, keine Intrusion-Software und keine Hackersoftware. Das Haus Trovicor hat eine eigene Export- und Kontrollabteilung, die konkrete Prüfverfahren durchführt, um sicherzustellen, dass die internationalen Export- und Liefergesetze eingehalten werden. Insbesondere wird die deutsche Gesetzgebung beachtet, weil wir eine deutsche Firma sind."

Die Beschwerdeführer haben nun mehrere Ziele: In erster Linie fordern sie mehr Transparenz bei den Herstellern der Überwachungstechnik. Zudem wollen sie erreichen, dass Gamma und Trovicor ihre Geschäfte mit Bahrain beenden und sich verpflichten, künftig "die Menschenrechtsverträglichkeit" ihrer Produkte zu überprüfen.

Auch die Politik solle handeln: Die zuständigen OECD-Kontaktstellen sollten Empfehlungen an die Unternehmen aussprechen. Die Bundesregierung solle sich dafür einsetzen, dass Überwachungstechnik als Dual-Use-Güter klassifiziert und den Exportkontrollen des internationalen Wassenaar-Abkommens unterworfen wird.