Eine Milliarde Inder wird gescannt

Mit diesem Gerät werden die Augen einer Dorfbewohnerin gescannt. Form und Farbe der menschlichen Iris bilden ein so individuelles Muster wie der Fingerabdruck. | © Mansi Thapliyal/Reuters
Indiens Regierung will alle Einwohner erfassen, jedem eine Personennummer geben, die Unique Identification (UID). Aadhar, Grundlage, heißt das Projekt. Bislang haben viele Inder keinen Ausweis, Fälschungen sind gang und gäbe. Mit der UID könnten auch Arme ein Konto eröffnen oder Zugang zu Schulen bekommen, so die Regierung. Kritiker fürchten den Missbrauch der Daten. Vor allem durch die Wirtschaft, die an der Datensammlung beteiligt ist. Der Fotograf Mansi Thapliyal hat ein Registrierungszentrum im Merta Distrikt im nordindischen Staat Rajasthan besucht.
- Datum 19.03.2013 - 13:14 Uhr
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war noch der Artikel "Wir leben in einem Überwachungsstaat" von Bruce Schneier. Passt doch auch gut hierzu oder?
Es wird Zeit, dass wir Menschen diesen Wahnsinn stoppen.
Die Bilder sind ja schon recht eindrucksvoll, aber nach dem Teaser der sowohl Vorteile als auch Kritikerstimmen erwähnte hatte ich eigentlich etwas mehr Information erwartet. Schließlich ist es ein spannendes Thema, und wie biometrische Datenerfassung den Armen in Indien helfen soll würde mich schon interessieren.
Vielleicht kann die ZEIT ja nochmal einen vollwertigen Artikel nachreichen?
Viele Menschen in Indien sind so arm, dass sie regelmäßig stark bezuschusste Lebensmittel erhalten. Häufig fehlen ihnen dazu die notwendigen Ausweise. Sie haben kein Geld für die Unterlagen, Foto usw. und werden häufig nicht bei der Vergabe der Lebensmittel berücksichtigt. Das biometrische System soll angeblich dazu dienen, den Armen u.a. einen Zugang zu den Lebensmitteln zu gewährleisten. Und wahrscheinlich hat das auch durchaus seine Vorteile für die Armen.
Ohne paranoid zu sein, darf man jedoch vermuten, dass die indische Regierung ganz andere Absichten hat. Laut einer Regierungserklärung vom letzten Jahr (oder 2011?) will die indische Regierung in den nächsten 10-20 Jahren große Teile der ländlichen Bevölkerung in Städte umsiedeln. Die Kleinbauern stehen den großen Agrarprojekten und Rohstoffabbau im Weg. Stadtbevölkerung lässt sich einfacher kontrollieren, als Landbevölkerung. Wo immer es zu (Zwangs-) Umsiedlungen kommt wächst das Elend der Menschen. Maostisten und ähnliche Akteuere sind da nicht weit.
Wer Indien kennt, weiß auch, dass Bürokratie in Indien bis zur Perfektion betrieben wird. Kafka meets Beckett, Anouilh, Orwell
Viele Menschen in Indien sind so arm, dass sie regelmäßig stark bezuschusste Lebensmittel erhalten. Häufig fehlen ihnen dazu die notwendigen Ausweise. Sie haben kein Geld für die Unterlagen, Foto usw. und werden häufig nicht bei der Vergabe der Lebensmittel berücksichtigt. Das biometrische System soll angeblich dazu dienen, den Armen u.a. einen Zugang zu den Lebensmitteln zu gewährleisten. Und wahrscheinlich hat das auch durchaus seine Vorteile für die Armen.
Ohne paranoid zu sein, darf man jedoch vermuten, dass die indische Regierung ganz andere Absichten hat. Laut einer Regierungserklärung vom letzten Jahr (oder 2011?) will die indische Regierung in den nächsten 10-20 Jahren große Teile der ländlichen Bevölkerung in Städte umsiedeln. Die Kleinbauern stehen den großen Agrarprojekten und Rohstoffabbau im Weg. Stadtbevölkerung lässt sich einfacher kontrollieren, als Landbevölkerung. Wo immer es zu (Zwangs-) Umsiedlungen kommt wächst das Elend der Menschen. Maostisten und ähnliche Akteuere sind da nicht weit.
Wer Indien kennt, weiß auch, dass Bürokratie in Indien bis zur Perfektion betrieben wird. Kafka meets Beckett, Anouilh, Orwell
Rüstungs,- Pharma- und Technologiekonzerns ein ganzes Volk als "Claim" abzustecken. So soll ganz Indien als Zuliefer-Arbeiterschwarm kontrolliert, manipiliert und durchorganisiert werden. Die genetische Vollerfassung als psychologische Fußfessel dient der neoliberalen Versklavung Indiens.
Wenn Indien sich aus dieser Peitschenhiebgaleere befreien will, sollte es dringend die englische Sprache vollständig verbannen. Das wäre der erste Schritt in die Freiheit und Unabhängigkeit.
zitat "Wenn Indien sich aus dieser Peitschenhiebgaleere befreien will, sollte es dringend die englische Sprache vollständig verbannen. Das wäre der erste Schritt in die Freiheit und Unabhängigkeit".
Larifari! Was soll das? Das ist doch Augenwischerei und ausgesprochener Unsinn! Es gibt in Indien so um die 20 offizielle Sprachen und insgesamt rund 100 Sprachen. Wie sollen die Menschen innerhalb Indiens miteinander kommunizieren? Es wäre schön Indien würde sich von seinem Kastensystem und seine negativen Einstellung gegenüber Frauen ändern. Hier liegen die Inder in Ketten und Abhängigkeit!
zitat "Wenn Indien sich aus dieser Peitschenhiebgaleere befreien will, sollte es dringend die englische Sprache vollständig verbannen. Das wäre der erste Schritt in die Freiheit und Unabhängigkeit".
Larifari! Was soll das? Das ist doch Augenwischerei und ausgesprochener Unsinn! Es gibt in Indien so um die 20 offizielle Sprachen und insgesamt rund 100 Sprachen. Wie sollen die Menschen innerhalb Indiens miteinander kommunizieren? Es wäre schön Indien würde sich von seinem Kastensystem und seine negativen Einstellung gegenüber Frauen ändern. Hier liegen die Inder in Ketten und Abhängigkeit!
zitat "Wenn Indien sich aus dieser Peitschenhiebgaleere befreien will, sollte es dringend die englische Sprache vollständig verbannen. Das wäre der erste Schritt in die Freiheit und Unabhängigkeit".
Larifari! Was soll das? Das ist doch Augenwischerei und ausgesprochener Unsinn! Es gibt in Indien so um die 20 offizielle Sprachen und insgesamt rund 100 Sprachen. Wie sollen die Menschen innerhalb Indiens miteinander kommunizieren? Es wäre schön Indien würde sich von seinem Kastensystem und seine negativen Einstellung gegenüber Frauen ändern. Hier liegen die Inder in Ketten und Abhängigkeit!
Und in 12 Jahren werden sie Spitze sein.
sein."
Das haben uns die Lohndrücker in Deutschland über Indien bereits vor 12 Jahren erzählt. Wir dürfen gar nicht hoffen, dass es den Menschen in Indien irgendwann einmal besser geht, wir müssen Angst haben. Jeder Sack Reis, jeder Baumwollballen, den wir von dort zu Spottpreisen kaufen, dass die Bauern kaum überleben können, bringt uns vielleicht ein Jährchen mehr Zeit, bevor uns die Hochtechnologie aus Indien überrollen und in den Staub drücken wird. Keine Skrupel also. Ausbeutung bringt uns nicht nur billigen Wohlstand, sondern gewährt uns die letzten wenigen Jahre vor dem unabwendbaren Sturz in den Rinnstein der unbarmherzigen Geschichte, überrannt von den Genies aus Indien.
sein."
Das haben uns die Lohndrücker in Deutschland über Indien bereits vor 12 Jahren erzählt. Wir dürfen gar nicht hoffen, dass es den Menschen in Indien irgendwann einmal besser geht, wir müssen Angst haben. Jeder Sack Reis, jeder Baumwollballen, den wir von dort zu Spottpreisen kaufen, dass die Bauern kaum überleben können, bringt uns vielleicht ein Jährchen mehr Zeit, bevor uns die Hochtechnologie aus Indien überrollen und in den Staub drücken wird. Keine Skrupel also. Ausbeutung bringt uns nicht nur billigen Wohlstand, sondern gewährt uns die letzten wenigen Jahre vor dem unabwendbaren Sturz in den Rinnstein der unbarmherzigen Geschichte, überrannt von den Genies aus Indien.
Viele Menschen in Indien sind so arm, dass sie regelmäßig stark bezuschusste Lebensmittel erhalten. Häufig fehlen ihnen dazu die notwendigen Ausweise. Sie haben kein Geld für die Unterlagen, Foto usw. und werden häufig nicht bei der Vergabe der Lebensmittel berücksichtigt. Das biometrische System soll angeblich dazu dienen, den Armen u.a. einen Zugang zu den Lebensmitteln zu gewährleisten. Und wahrscheinlich hat das auch durchaus seine Vorteile für die Armen.
Ohne paranoid zu sein, darf man jedoch vermuten, dass die indische Regierung ganz andere Absichten hat. Laut einer Regierungserklärung vom letzten Jahr (oder 2011?) will die indische Regierung in den nächsten 10-20 Jahren große Teile der ländlichen Bevölkerung in Städte umsiedeln. Die Kleinbauern stehen den großen Agrarprojekten und Rohstoffabbau im Weg. Stadtbevölkerung lässt sich einfacher kontrollieren, als Landbevölkerung. Wo immer es zu (Zwangs-) Umsiedlungen kommt wächst das Elend der Menschen. Maostisten und ähnliche Akteuere sind da nicht weit.
Wer Indien kennt, weiß auch, dass Bürokratie in Indien bis zur Perfektion betrieben wird. Kafka meets Beckett, Anouilh, Orwell
sein."
Das haben uns die Lohndrücker in Deutschland über Indien bereits vor 12 Jahren erzählt. Wir dürfen gar nicht hoffen, dass es den Menschen in Indien irgendwann einmal besser geht, wir müssen Angst haben. Jeder Sack Reis, jeder Baumwollballen, den wir von dort zu Spottpreisen kaufen, dass die Bauern kaum überleben können, bringt uns vielleicht ein Jährchen mehr Zeit, bevor uns die Hochtechnologie aus Indien überrollen und in den Staub drücken wird. Keine Skrupel also. Ausbeutung bringt uns nicht nur billigen Wohlstand, sondern gewährt uns die letzten wenigen Jahre vor dem unabwendbaren Sturz in den Rinnstein der unbarmherzigen Geschichte, überrannt von den Genies aus Indien.
Was könnte man mit der UID machen? Den Augenscan kopieren und dann einkaufen gehn? Wer bietet die besten Ideen?
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