ÜberwachungWie Sie im Netz anonym und sicher bleiben

Die NSA ist schuld: Viele Menschen wollen plötzlich lernen, anonym zu surfen und E-Mails zu verschlüsseln. Ein Update der ZEIT ONLINE-Serie "Mein digitaler Schutzschild" von 

Digitale Schutzschilde sind gefragt wie nie. Ein halbes Jahr, nachdem auf ZEIT ONLINE eine mehrteilige Serie zum abhörsicheren Surfen und Kommunizieren erschienen ist, veröffentlichen so ziemlich alle namhaften Medien eigene Tipps und Anleitungen. Was Hacker seit vielen Jahren predigen – den Einsatz von Verschlüsselung und Anonymisierungswerkzeugen – wird durch die Enthüllungen von Edward Snowden vom Nischen- zum Talkshow-Thema.

Aus diesem Anlass haben wir unsere Serie "Mein digitaler Schutzschild" aktualisiert. Denn zum Einen sind in den vergangenen Wochen mehrere Lesermails, Anfragen von Studentengruppen und Anrufe von Journalistenkollegen zu dem Thema bei uns eingegangen. Auch belegen die hohen Abrufzahlen der Artikel über den Überwachungsskandal das große Interesse an Anleitungen zum digitalen Selbstschutz.

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Zum Anderen hat sich teilweise bei den von uns getesteten und empfohlenen Anbietern einiges getan – zum Beispiel beim schwedischen VPN-Provider IPredator

Der Anbieter für sicheres Surfen im Netz über ein Virtual Private Network hatte zuletzt die Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard beschuldigt, VPN-Dienste zu boykottieren. Der Zahlungsdienstleister Payson hatte IPredator mitgeteilt, dass Visa und Mastercard ihn gedrängt hätten, keine Kreditkartenzahlungen mehr an IPredator weiterzuleiten. Die beschuldigten Unternehmen wiesen dies aber auf Anfrage zurück. Payson wiederum reagierte nicht auf Nachfragen.

Mein digitaler Schutzschild

Wie schwierig ist es, sich anonym im Internet zu bewegen, E-Mails zu verschlüsseln, die eigene Privatsphäre zu schützen und Daten sicher zu speichern? Wie alltags- und laientauglich sind die entsprechenden Programme?

In der Serie "Mein digitaler Schutzschild" beantwortet ZEIT ONLINE diese Fragen. Digital-Redakteur Patrick Beuth hat ein Notebook mit der nötigen Software ausgerüstet und seine Erfahrungen dokumentiert. Er hat dazu Handbücher gelesen, Wikis und Anleitungen, und er hat Hacker und andere Experten um Rat gebeten.

Das Ergebnis ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für diejenigen, die noch keine Erfahrung mit Linux, Anonymisierungssoftware oder Verschlüsselung haben – und das ändern möchten.

Inhalte der Serie

Teil 1: Ubuntu (Linux) als Betriebssystem

Teil 2: Anonymes Surfen mit Tor

Teil 3: Anonymes Surfen mit VPN

Teil 4: Ein anonymes E-Mail-Konto Einrichten mit Hushmail und Tor

Teil 5: E-Mails verschlüsseln mit Enigmail / OpenPGP

Teil 6: Daten auf der Festplatte mit TrueCrypt verschlüsseln

ALS E-BOOK

Die Serie Mein digitales Schutzschild gibt es auch als E-Book. Erfahren Sie in dieser für eReader hochwertig aufbereiteten Fassung, wie Sie Ihre Daten auf dem PC und im Internet besser schützen können.

Unser E-Book steht Ihnen dabei als EPUB-Version für Ihren eReader, sowie als MOBI-Version für Ihr Kindle Lesegerät von Amazon zur Verfügung.

Entdecken Sie auch weitere E-Books von ZEIT ONLINE unter www.zeit.de/ebooks.

Fakt aber ist, dass Payson keine Kreditkartenzahlungen mehr für IPredator ermöglicht. Der VPN-Provider hat deshalb neue Angaben zu den möglichen Zahlungswegen und ihren jeweiligen Nachteilen veröffentlicht. Weil es außerdem eine neue Website für den Service gibt, haben wir dieses Kapitel der Serie überarbeitet.

Auch auf einen mehrfach geäußerten Kritikpunkt sind wir nun eingegangen: die teilweise qualitativ schlechten Screenshots. Sie sind nun in allen Artikeln der Serie durch bessere ersetzt worden.

Patrick Beuth
Patrick Beuth

Patrick Beuth ist Redakteur im Ressort Digital bei ZEIT ONLINE. Seine Profilseite finden Sie hier.

Weil Mein digitaler Schutzschild aber nicht alle Möglichkeiten beschreibt, wie sich Internetnutzer gegen Überwachung schützen können, seien an dieser Stelle noch folgende Anleitungen anderer Medien empfohlen:

Die Kollegen von Spiegel Online beschreiben hier, wie aus dem Kleincomputer Raspberry Pi ein mobiler Tor-Router wird, der sämtlichen Internetverkehr über das Tor-Netzwerk leitet.

Indymedia erklärt, wie man den beliebten Facebook-Chat verschlüsseln kann. Das funktioniert mithilfe der Chatsoftware Pidgin und dem OTR-Plugin (OTR steht für Off the record).

Auf prism-break.org werden weitere Programme und Werkzeuge vorgestellt, allerdings ohne Anleitungen zur Installation.

Über Hinweise zu weiteren gelungenen Anleitungen in den Leserkommentaren würden wir uns freuen.

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Leserkommentare
  1. 2. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf überzogene Polemik. Danke, die Redaktion/jk

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • TocToc
    • 11. Juli 2013 19:49 Uhr

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich und achten Sie auf einen respektvollen Umgangston. Danke, die Redaktion/jk

    • Melu
    • 11. Juli 2013 20:24 Uhr

    verstehe ich kein Wort von dem, was Sie da schreiben - es ist wirklich auffällig verquast.

    Entfernt. Bitte bleiben Sie beim Thema des Artikels. Danke, die Redaktion/jk

    worum es geht.

    Zu Ihrem ersten Satz:
    Mag ja sein, dass Sie nichts zu verbergen haben oder verbergen zu müssen, schon gar keine Geheimnisse, die Nachrichtendienste interessieren könnte.

    Kann aber auch sein, dass Sie sich irgendwann einmal mächtig wundern, wenn Ihre doch ach so perfekten Bewerbungen von diversen Arbeitgebern abgeschmettert werden, die sich längst darüber informieren konnten, wo Ihre Schwachstellen liegen.
    Klingelt es?

    Und selbst, wenn das oder ähnliches nicht eintritt:
    Hier geht es um das Prinzip! Ich möchte ganz einfach nicht, dass der große Bruder sich kümmert oder gar in einem Überwachungs- und Präventionsstaat leben. Niemand hat das Recht dazu und ich fühle mich - mag es für Sie seltsam klingen - schlicht in meiner Menschenwürde eingeschränkt.

    Aber gut, jedem das Seine, bleiben Sie ruhig weiter bei der "Ich habe ja nichts u verbergen-Fraktion."

    Ach ja, mit Ihren übrigen Ausführungen kann ich partout nicht anfangen, wie bereits angemerkt wurde, sie sind schlicht verquast.

    • TocToc
    • 11. Juli 2013 19:49 Uhr
    3. [...]

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich und achten Sie auf einen respektvollen Umgangston. Danke, die Redaktion/jk

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[...]"
    • vyras
    • 11. Juli 2013 20:14 Uhr

    ... der Bevölkerung eintreten muss, und sich nicht auf eine Zuschauerposition zurückziehen kann nach dem Motto: NSA, mach mal.

    Wenn das politisch gewollt ist, dann kann der Staat eine technische Infrastruktur anbieten bzw. durch Unternehmen anbieten lassen, die die Grundrechte der deutschen Internetnutzer schützt.

    4 Leserempfehlungen
    • Melu
    • 11. Juli 2013 20:24 Uhr

    verstehe ich kein Wort von dem, was Sie da schreiben - es ist wirklich auffällig verquast.

    10 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[...]"
  2. Router mit OpenWRT(einem eigenen OS, Firmwareflash) mit Tor zu verknüpfen, sollte doch auch schon jetzt bei einigen Nutzern möglich sein.

    Eine Leserempfehlung

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Überwachung | Edward Snowden | Hacker | Ipredator | Mastercard
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