Die US-Zeitung Washington Post hat bislang geheim gehaltene Dokumente über das Budget der US-Geheimdienste veröffentlicht. Die 178 Seiten lange Zusammenfassung beschreibt, wie viel Geld die einzelnen Dienste erhielten und wofür sie es ausgaben. Es zeigt Erfolge, Misserfolge und Ziele der einzelnen Dienste. Die Zeitung erhielt die Dokumente von Whistleblower Edward Snowden. 

Von insgesamt mehr als 52 Milliarden Dollar (gut 39 Milliarden Euro) für das Jahr 2013 ist die Rede. Unter anderem beschreiben die Unterlagen, dass die 16 Geheimdienste 107.035 Mitarbeiter haben.

Laut den Dokumenten hat die CIA mit 14,7 Milliarden US-Dollar den größten Haushalt, gefolgt von der NSA mit 10,8 Milliarden und dem National Reconnaissance Office mit 10,3 Milliarden. Die Ausgaben von CIA und NSA haben sich den Unterlagen zufolge in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt.

Die Dienste gaben einen Großteil ihres Budgets für das Sammeln und Auswerten von Daten aus. Während die Ausgaben dafür mehr als drei Viertel des Budgets der CIA ausmachten, sind es bei der NSA nur etwa die Hälfte. Die Washington Post stellte die Budgets in mehreren Infografiken zusammen.

Aus den Dokumenten geht auch hervor, dass NSA und CIA in den vergangenen Jahren daran arbeiteten, in fremde Computer und Systeme einzudringen. Die NSA plante demnach, im Jahr 2013 in etwa 4.000 Fällen gegen eigene Mitarbeiter wegen des Verdachts auf Weitergabe von Informationen vorzugehen. Auch zeigten die Dokumente, dass die Dienste kaum zwischen Freund und Feind unterscheiden und Terrorismus weiter als wichtigste Herausforderung gilt.