Der Internetkonzern Yahoo hat einen Transparenzbericht zum Thema Datenweitergabe veröffentlicht. Aus ihm geht hervor, welche Behörden verschiedener Länder bei dem Unternehmen Nutzerdaten angefragt haben. Die meisten Anfragen kamen aus den USA. Direkt danach kommt Deutschland.

Insgesamt hat das Unternehmen demnach von Januar bis Juni 2013 fast 30.000 Anfragen aus 17 Ländern bekommen. Mit 12.000 Forderungen sei knapp die Hälfte davon aus den USA gekommen. Deutschland folgt mit gut 4.200 Anfragen.

Bei zwei Dritteln der Anfragen aus Deutschland sind demnach sogenannte Metadaten herausgegeben worden. Dazu zählen zum Beispiel Informationen über den Standort des Nutzers, Namen oder Zahlungsinformationen. Knapp 20 Prozent der Anfragen habe Yahoo abgelehnt. Auf fünf Prozent der deutschen Anfragen habe das Unternehmen auch Informationen über Inhalte weitergegeben.

Seit dem Bekanntwerden der NSA-Affäre stehen auch die großen Internetunternehmen in der Kritik, denn Konzerne wie Yahoo oder Google hatten Daten an den US-Geheimdienst weitergegeben. 

Yahoo will mit dem Bericht dem Eindruck entgegenwirken, der Konzern gebe massenhaft Nutzerdaten weiter. Der Konzern hatte bereits im Juni erste Zahlen über Anfragen von US-Behörden veröffentlicht.