Der Internetkonzern Google ändert seine Nutzungsbedingungen und will Daten der Mitglieder zu Werbezwecken verwenden. Profilnamen, Onlinebewertungen, Fotos und Empfehlungen von Nutzern des Netzwerkes Google+ oder der Videoplattform YouTube sollen ähnlich wie bei Facebook in Anzeigen einfließen.   

Falls beispielsweise ein Nutzer eine Bäckerei per Plus-1-Klick anderen Nutzern empfiehlt, könnte diese Empfehlung in einer von der Bäckerei geschalteten Anzeige erscheinen. Die Änderungen sollen am 11. November in Kraft treten.   

Auch Bewertungen von Musikalben auf der Plattform Google Play oder Abonnements von Firmenprofilen bei Google+ könnten dann in Anzeigen auftauchen. Google spricht von "geteilten Empfehlungen" der Nutzer.

Im Gegensatz zu Facebook könnten Nutzer bei Google+ dem Einsatz ihrer Informationen für Werbung widersprechen, gab Google bekannt. Wer die zugehörige Einstellung nicht aktiviert, dessen Profilbild und Informationen sollen nicht in Anzeigen auftauchen. Minderjährige Nutzer seien laut einem Bericht der New York Times grundsätzlich von Werbezwecken ausgeschlossen.