Knapp 70 Prozent der Deutschen sorgen sich um den Schutz ihrer persönlichen Daten und ihrer Privatsphäre im Internet. Trotzdem sind sie einer Studie zufolge bei Schutzmaßnahmen im Internet bequem: Zwar nutzen fast alle beim Surfen mindestens eine Sicherheitsmaßnahme, wie das Marktforschungsinstitut GfK mitteilte. Doch die Mehrheit verwende nur Anwendungen, die zum Standard ihres Betriebssystems oder des Mailprogramms gehörten.

So haben 72 Prozent der Befragten ein Virenschutzprogramm, 59 Prozent eine Firewall und 49 Prozent einen Spam-Filter. Rund die Hälfte der 1.500 Befragten hält sich an einfache Sicherheitsregeln wie das Ignorieren von Mails unbekannter Absender.

Weniger verbreitet sind aber Maßnahmen, bei denen die Nutzer selbst aktiv werden müssen: Dazu zählt zum Beispiel das Löschen von Cookies oder die Nutzung komplizierter und regelmäßig geänderter Passwörter. Software zum anonymen Surfen oder Verschlüsselungsprogramme für E-Mails setzte bisher kaum jemand ein, heißt es in der Studie.

Generell gilt, dass Vielnutzer deutlich häufiger Schutzmaßnahmen ergreifen als Wenignutzer. Unter den Befragten, die nur selten im Netz unterwegs sind, haben nur 55 Prozent einen Virenscanner – dafür schränken sie häufiger aus Sicherheitsbedenken ihre Internetnutzung ein. Insgesamt verzichten drei Viertel der Befragten beim Surfen auf bestimmte Aktivitäten wie Onlinespiele, Onlinebanking oder soziale Netzwerke.