Die NSA hat noch im Jahr 2012 eine vollständige Überwachung der Welt angestrebt. Das geht aus einem hochgeheimen Dokument hervor, über das die New York Times unter Berufung auf Edward Snowden berichtet. Demnach wollte die NSA laut dem Strategiepapier Daten von "jedermann, jederzeit, überall" erhalten. 

Zu diesem Zweck plante die NSA, ihre Befugnisse ausdehnen. Die US-Gesetze seien für ein solches Vorgehen nicht angemessen gestaltet und müssten verändert werden. Dies sei das "Goldene Zeitalter" der Funk- und Elektronik-Überwachung, schrieb die NSA in dem fünfseitigen Papier vom 23. Februar 2012, das sich auf die Five Eyes bezieht, also die Geheimdienste der USA, Großbritanniens, Kanadas, Australiens und Neuseelands. Das mit "TOP SECRET" überschriebene Papier trägt den Titel (U) Sigint Strategy 2012-2016.     

Die Funk- und Elektronik-Überwachung solle den nationalen Interessen der USA den entscheidenden Vorsprung verschaffen. Weiter heißt es in dem Papier: "Wir hören niemals auf, Neuerungen einzuführen, uns zu verbessern, und wir geben niemals auf!"

Die NSA-Strategen befürchten, dass Cyberattacken die US-Gesellschaft lahmlegen könnten, auch wenn sie nicht die gleiche Anzahl von Opfern mit sich bringen würden wie ein Atomangriff. 

Das Staatensystem, das aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangen sei, werde sich bis 2025 stark ändern. Es werde neue Mächte geben, Wohlstand und die wirtschaftliche Macht würden sich vom Westen in Richtung Osten verlagern, und nicht-staatliche Akteure bekämen einen größeren Einfluss, analysiert die NSA.