Das Bundeskriminalamt (BKA) kooperiert bei der Entwicklung von Überwachungssoftware eng mit der deutschen Tochter des umstrittenen US-Dienstleisters CSC. Das geht aus einem vertraulichen BKA-Schreiben vom 10. Februar hervor, aus dem der Spiegel aktuell zitiert.

CSC Deutschland "unterstützt das BKA beim Projektmanagement und bei der Erstellung der Softwarearchitektur für die BKA-eigene Software zur Quellen-TKÜ", heißt es in dem dreiseitigen Papier – also bei der Arbeit an einem sogenannten Bundestrojaner. Das sind Spähprogramme, die die Kommunikation von Verdächtigen an deren Computer abfangen sollen.

Das Verfassungsgericht setzte dem Eingriff 2008 ein Ende. Seither arbeitet das BKA an einer neuen Lösung, musste aber auf externe Entwickler zurückgreifen. Den Auftrag erhielt laut dem Innenministerium ein privates Unternehmen: die CSC Deutschland Solutions GmbH. CSC geriet als einer der wichtigsten IT-Dienstleister des US-Geheimdienstes NSA in die Kritik.