Facebook musste die Durchsuchung der Statusmeldungen von Hunderten Nutzern erlauben. © Dado Ruvic/Reuters

Facebook darf die Durchsuchung der Statusmeldungen von Hunderten Nutzern in einem Betrugsfall nicht blockieren. Das entschied ein Berufungsgericht in New York. Es geht um Betrug bei Berufsunfähigkeitsrenten. "In vielen Fällen widersprachen Anhaltspunkte auf den Facebook-Accounts direkt den Lügen, die die Beschuldigten der Sozialversicherung erzählt haben", sagte die Sprecherin des Staatsanwalts. 

Manche der Verdächtigen schrieben auf Facebook, dass sie Hubschrauber geflogen oder ins Ausland gereist seien. Einige berichteten, dass sie Martial Arts betrieben hätten.

Die Richter schrieben in ihrem Urteil, Facebook könne mehr persönliche Informationen beinhalten als das eigene Haus. Die Ermittlungen richteten sich gegen knapp 1.000 Personen. 108 Verdächtige haben sich schuldig bekannt. Nur 62 Personen seien bislang angeklagt worden.

Facebook hatte schon früher Rechtsstreitigkeiten verloren und die Daten bereits übergeben. Ein Richter in Manhattan hatte im Juli 2013 sein Einverständnis gegeben.

Das Unternehmen teilte mit, man werde abwägen, den Kampf in der Angelegenheit fortzuführen. Facebook glaube weiterhin, dass es verfassungswidrig sei, wenn die Regierung die Möglichkeit habe, Informationen von Nutzern unbegrenzt abzurufen.