Hackerangriff - Datendiebstahl bei Yahoo Der Internetdienstleister Yahoo hat bestätigt, dass sich Hacker Zugang zu Daten von rund einer halben Milliarde Nutzern verschafft haben. Der Angriff fand bereits 2014 statt. © Foto: Albert Gea/Reuters

Hacker haben in der Datenbank von Yahoo Informationen zu 500 Millionen Kunden gestohlen. Das bestätigte das Unternehmen in einer Mitteilung. Demnach handelt es sich um einen Hackerangriff auf Yahoo-Kundenkonten im Jahre 2014.  

Dem Internetdienstleister zufolge seien dabei Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtstermine und verschlüsselte Passwörter von den Hackern erbeutet worden. Kreditkarteninformationen oder Angaben zu Bankverbindungen seien nicht gestohlen worden. Auch Passwörter im Klartext sollen von dem Hack nicht betroffen sein, teilte das Unternehmen. Die Hacker seien zudem nicht mehr im Unternehmensnetzwerk. 

Yahoo erklärte, die Hacker hätten möglicherweise mit Hilfe eines Staates agiert. Einen konkreten Staat nannte das Unternehmen nicht. Nutzern empfahl Yahoo, ihre Passwörter zu ändern, sollten sie das seit 2014 nicht getan haben.

Erste Berichte über einen Datendiebstahl bei Yahoo waren im Sommer aufgekommen, als ein Hacker im Internet angebliche Zugänge zu Konten von Nutzern angeboten hatte. Einem Bericht des Onlinemagazins Motherboard zufolge hatte ein Hacker mit dem Nicknamen "Peace" über 200 Millionen Daten von vermeintlichen Yahoo-Nutzern im Darknet zum Verkauf angeboten. Damals teilte Yahoo mit, das Angebot des Hackers sei ihnen bekannt. Das Unternehmen wollte aber nicht bestätigten, ob es sich um echte Daten von Kunden handelt. 

Immer wieder sind Internetdienstleister von Hackerangriffen betroffen. Das Karrierenetzwerk LinkedIn forderte im Mai Millionen seiner Nutzer auf, schnell ihre Passwörter zu wechseln. Von einem Hackerangriff aus dem Jahr 2012 sind nach Firmenangaben weit mehr Nutzer betroffen als gedacht. Damals seien Passwörter und E-Mails von 117 Millionen Nutzern gestohlen worden, räumte das Unternehmen ein. Ursprünglich hatte es von 6,5 Millionen abgeschöpften Userdaten gesprochen.