Mini-Games Wie man andere einspannt, ohne dass sie es merkenSeite 2/2

Menschlicher Spieltrieb lässt sich nicht nur einsetzen, um ihn zu sozialen Diensten an der Gesellschaft zu bewegen, auch ökologisches Verhalten könnte man so locken. So arbeitet der Autohersteller Ford an einem Cockpit, das benzinsparendes Fahren belohnt. Die Idee: Auf einem Display blüht oder verdorrt eine Weinranke, je nachdem, wie gut der Mensch mit seinem Tankinhalt haushält. Ähnliche Ansätze verfolgen auch Versuche, Menschen um den niedrigsten Stromverbrauch im Netz konkurrieren zu lassen, wie der Klimaforscher Byron Reeve von der Stanford University vorgeschlagen hat. Die Mitspieler sollen die Daten ihres eigenen Stromverbrauchs in virtuelle Welten einfließen lassen, die wie World of Warcraft oder Second Life funktionieren, nur dass sie niedrigen Stromverbrauch mit höheren Punktzahlen belohnen. Wobei Datenschützer die aktuell geplanten intelligenten Stromleser, die dafür nötig wären, nicht besonders mögen.

Nicht nur virtuelle Punkte sondern echtes Geld, ist auf Ideenportalen zu gewinnen: Bei Atizo etwa schreiben Unternehmen Probleme aus und lassen dann die Community um die besten Lösungen wetteifern. 2000 Schweizer Franken sind zum Beispiel ausgeschrieben für die Erfindung "eines Reissleinen-Systems mit Not-Aus-Funktion". 115 Menschen haben bislang ihre Ideen formuliert, der Wettbewerb läuft noch bis Mitte Januar. Auch wenn es nur einen Gewinner gibt und alle anderen 114 sich umsonst den Kopf zerbrochen haben, die erst 2008 ins Leben gerufene Seite lockt immer mehr "Innovatoren" an. 5.300 haben sich inzwischen registriert. Seit der Gründung hat die Seite über 50 Projekte durchgeführt, unter anderem für namhafte Kunden wie Migros, Google, Swisscom und BMW.

 
Leser-Kommentare
    • eeee
    • 31.10.2009 um 7:49 Uhr

    für Aufgaben, die sie mit ihrer eigenen "künstlichen Intelligenz" nicht bewältigen können.

  1. 2. Danke

    Vielen Dank für den guten Nachrichten.

    Liebhaber [...]
    [entfernt. Bitte beachten Sie, dass wir auf diese Seite nicht verliken möchten. Danke. Die Redaktion/vv]

  2. Denn Computer sind im Prinzip strohdoof. Sie können nur schnellrechnen. Der Algorithmus muss aber trotzdem von einem Menschen geschaffen werden.

  3. bzw. "ReChaptcha", die von Google übernommen wurden.

    Dort helfen Millionen von Usern, unleserliche Textfragmente zu entziffern. Völlig kostenlos. Eine Arbeit die sonst unbezahlbar wäre.

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