Second Life Virtueller WeltuntergangSeite 2/2

Dabei hätten die Zeichen erkannt werden können. Denn sogar der Betreiber Linden Labs hatte vor einer Überbewertung des Trubels gewarnt. Genützt hat es letztlich nichts. Second Life sei jedoch keinesfalls dem virtuellen Tode nahe, glaubt Martens. Ganz im Gegenteil: Es ließe sich sogar wieder eine steigende Anzahl von aktiven Usern beobachten. Und auch geschäftiges Treiben existiere fort. "Die Zahl der Sprachschulen auf Second Life beispielsweise wächst stetig", sagt Berkenheger.

Bezüglich der Zukunft der Communitys erkennt Martens gar Hinweise darauf, dass sich in absehbarer Zeit mehrere Gemeinschaften miteinander verknüpfen lassen. Der User könne sein Profil einfach von einer Community in die andere mitnehmen. "Jede Community, von der virtuellen Welt bis hin zu Twitter, Facebook und Co., wird ihre Nische finden", glaubt er. Oder behalten – eben so wie im Falle von Second Life.

 
Leser-Kommentare
  1. als die Reale!

    Doch wenn man sich die mannigfaltigen ökonomischen und politischen Fehlentscheidungen so betrachtet und die weltweite Ignoranz hinsichtlich der Ausbeutung unseres Planeten und Versiffung der Umwelt, wer weiß wie lange der Krug es noch bis zum Brunnen schafft...

  2. SL war nie ein Hype für Millionen von Teilnehmern. Über SL wurde nur überall in den Zeitungen geschrieben weil das eine Internet-Anwendung war, die Zeitungsleute verstehen.

    SL krankt an zwei Problemen.

    1. Man muss viel zu viel Aufwand treiben, lernen und kreativ sein um ein anerkannter Teilnehmer zu sein. Das ist für viele zu anstrengend.

    2. Es gibt keine Massenveranstaltungen weil das System nicht erlaubt dass tausende oder Millionen Spieler an den wirklich wichtigen Events teilnehmen. Millionen Spieler müssen sich also jeweils selber überlegen wo gerade etwas interessantes stattfindet. Ohne Herden fällt aber der Herdentrieb flach, den man für einen richtigen Hype braucht.
    Für Firmen sind Internet-Shops in denen nicht beliebig viele Kunden gleichzeitig sein können auch nicht wirklich interessant.

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    @beerwish

    > SL war nie ein Hype für Millionen von Teilnehmern.

    Es sind aber Millionen Teilnehmer in SecondLife registriert, ca 13-14 Millionen. Ausserdem ist ein Hype auch fuer Menschen gueltig, die gar nicht in SL sind, ganz einfach durch die Wahrnehmung des Hypes.

    > SL krankt an zwei Problemen.

    SL krankt nicht.
    Ein Service krankt, wenn er Verlust macht, wenn die Userzahlen zurueckgehen oder aehnliches. Das alles trifft auf SL nicht zu, aber sehr wohl auf viele andere Services.

    > Man muss viel zu viel Aufwand treiben, lernen und
    > kreativ sein um ein anerkannter Teilnehmer zu sein.
    > Das ist für viele zu anstrengend.

    Photoshop ist auch komplizierter als Wordpad. Das bedeutet aber nicht, dass Photoshop "krankt".

    > Es gibt keine Massenveranstaltungen weil das System
    > nicht erlaubt dass tausende oder Millionen Spieler
    > an den wirklich wichtigen Events teilnehmen.

    Natuerlich gibts Massenveranstaltungen, beispielsweise 'Burning Life'. Ueber 30 Sims erlaubten potentiell 3000 Menschen. Keine Massenveranstaltungen gibts in Facebook oder Myspace - oder warst du dort schon mal mit 50 anderen tanzen?

    Es gibt ansonsten auf dem gesamten Planeten keine Server, die eine Massenveranstaltung von Millionen Menschen zulaesst. Nicht bei Games, nicht bei sonstigem.

    Du verwechselst wohl registrierte User und sequenzielle Online-Kommunikation mit 'echten Veranstaltungen'?

    @beerwish

    > SL war nie ein Hype für Millionen von Teilnehmern.

    Es sind aber Millionen Teilnehmer in SecondLife registriert, ca 13-14 Millionen. Ausserdem ist ein Hype auch fuer Menschen gueltig, die gar nicht in SL sind, ganz einfach durch die Wahrnehmung des Hypes.

    > SL krankt an zwei Problemen.

    SL krankt nicht.
    Ein Service krankt, wenn er Verlust macht, wenn die Userzahlen zurueckgehen oder aehnliches. Das alles trifft auf SL nicht zu, aber sehr wohl auf viele andere Services.

    > Man muss viel zu viel Aufwand treiben, lernen und
    > kreativ sein um ein anerkannter Teilnehmer zu sein.
    > Das ist für viele zu anstrengend.

    Photoshop ist auch komplizierter als Wordpad. Das bedeutet aber nicht, dass Photoshop "krankt".

    > Es gibt keine Massenveranstaltungen weil das System
    > nicht erlaubt dass tausende oder Millionen Spieler
    > an den wirklich wichtigen Events teilnehmen.

    Natuerlich gibts Massenveranstaltungen, beispielsweise 'Burning Life'. Ueber 30 Sims erlaubten potentiell 3000 Menschen. Keine Massenveranstaltungen gibts in Facebook oder Myspace - oder warst du dort schon mal mit 50 anderen tanzen?

    Es gibt ansonsten auf dem gesamten Planeten keine Server, die eine Massenveranstaltung von Millionen Menschen zulaesst. Nicht bei Games, nicht bei sonstigem.

    Du verwechselst wohl registrierte User und sequenzielle Online-Kommunikation mit 'echten Veranstaltungen'?

  3. oefters tod gesagt.. dieses mehrmals im jahr.
    aber immer noch da..

    abgesehen davon 2 monate alte noobs (und auch so ausehend) die alles ueber sl rausgefunden haben sind mir mehr als suspekt..

    btw, wenn ich mir den bericht ueber SL berlin ansehe.. hmm ich kenne die sims dort.. estate owner auch.. sieht aber ganz anderst aus.. und ist recht voll..
    daher die frage..

    in welchen sl berlin bist du gelandet??

    wenn alle forschungs arbeiten so aussehen..
    gute nacht.

    sl oder aehnliche platforms sind die zukunft.. und ist noch zu neu um etwas daraus zu schliessen..
    sterben wird sowas sicherlich nicht..
    das ist forum & internet des XXI jahrhundert.

    cyberspace.. noch paar jahren und wir reden darueber wieder..

    bis denne.. (deutsch komisch da franco/germain..)

    geld kann man immer noch gut machen dort.. wenn man s richtig macht .. wie in RL..
    anderst ist nuer, als vor 3 jahren, SL ist nicht mehr so neu, und die konkurenz waechst.. wie in echtes leben.

  4. 4.

    Ich möchte an dieser Stelle auf meinen ausführlichen Artikel über die hier zitierte Kunstaktion hinweisen:

    http://www.sltalk.de/inde...

    Dort hinterfrage ich, ob die Position, die die Künstlerin transportiert, auch nur annähernd der aktuellen Entwicklung von Second Life gerecht wird - und ob die Art und Weise, wie dieses Kunstprojekt umgesetzt wurde, auch nur ansatzweise den formulierten Ansprüchen und den vollmundigen Ankündigungen gerecht wird.

    Schade finde ich es, dass die ZEIT-Redaktion sich nicht die Mühe gemacht hat, mit Menschen zu sprechen, die Second Life zurzeit aktiv nutzen.

    So reiht sich der Artikel leider in die ewiggleichen Weltuntergangsbeschwörungen ein. Der ZEIT hätte ich mehr zugetraut. Immerhin wird die Künstlerin mit den Worten zitiert: "Die Zahl der Sprachschulen auf Second Life beispielsweise wächst stetig". Dem hätte man ja mal nachgehen können...

    So reiht sich der Artikel leider in die ewig gleichen Weltuntergangsbeschwörungen ein. Von der ZEIT hätte ich mehr erwarte.

    Ich bin gespannt auf die weitere Diskussion!

  5. Ich arbeite als Coach und Eventmanager in Second Life und habe in diesem Rahmen ein unglaubliches Wachstum an Veranstaltungen und Aktivitäten in diesem Jahr beobachten können. Gleichzeitig sehe ich, dass die klassischen Medien, egal ob Papier 1.0 oder deren virtuelle Abbilder, immernoch fleissig die Artikel vom Sommer 2008 aus der Tasche ziehen und, an jeglicher virtuellen Realität vorbei, immer nur das alte Lied toter Welten singen. Es erschreckt mich, denn ich überlege mir, was passiert, wenn sämtliche Informationen der klassischen ebenso veraltet sind! Ebenso entsetzt bin ich über Menschen, die sich auf die klassischen Medien verlassen, und hier, voller Selbsherrlichkeit, ihren subjeltiven Ausschnitt der Wirklichkeit als absolute Realität darstellen.
    Wir haben schon oft Journalisten die Möglichkeit angeboten, in Second Life einen Rundgang zu machen um das Potential zu entdecken, stießen aber bisher nur auf Ignoranz und taube Ohren.
    So muss ich leider den klassischen Medien unterstellen, dass ein echtes Interesse an einer objektiven Berichterstattung scheinbar nicht beabsichtigt ist.
    Wir geben die Hoffnung jedoch nicht auf und stehen weiterhin als kompetente Ansprechpartner für virtuelle Welten gerne zu Verfügung.
    In diesem Sinne wünsche ich allen ein erfolgreiches 2010.
    v.Z.

  6. ...oder können meine Vorredner nicht richtig lesen? Wo bitte ist in dem Artikel die Rede davon das Second Life aussterben würde? Ich kann an dem Artikel beim besten Willen nicht derartiges erkennen.
    Textzitate als Bespiele gefällig? Bitte schön, hier sind gleich drei, die eindeutig das Gegenteil von dem belegen, was meine Vorredner behaupten:

    1. Der Hype um die virtuelle Welt ist vorbei – tot ist Second Life deshalb aber noch lange nicht.

    2. Second Life sei jedoch keinesfalls dem virtuellen Tode nahe, glaubt Martens. Ganz im Gegenteil: Es ließe sich sogar wieder eine steigende Anzahl von aktiven Usern beobachten.

    3. "Jede Community, von der virtuellen Welt bis hin zu Twitter, Facebook und Co., wird ihre Nische finden", glaubt er. Oder behalten – eben so wie im Falle von Second Life.

  7. Ich war schon auf unzähligen real-virtuellen Ausstellungen. Darunter waren in den letzten Wochen gleich zwei Arbeiten die sich mit Joseph Beuys auseinander setzen:
    www.BeuYs2.com
    und
    http://0100101110101101.o...

    Joseph Beuys hat schon zu 2D Zeiten wie kein Zweiter verstanden, daß Realität im Kopf des Rezipienten stattfindet. Seine kaum verstandenen Kunstwerke könnten in einer 3D Welt wie Second Life eine Renaissance erleben, da hier dem Betrachter vollkommen neue Wege der Wahrnehmung erschlossen werden könnten.

    Der Unterschied zwischen z.B. Twitter und Second Life ist dass Twitter ein kleiner Bestandteil der Web 2.0 Bewegung ist, hingegen (auch wenn der Name schlecht gewählt würde) Second Life keine Beschränkung oder Einsatzmöglichkeiten vorgibt, sondern einfach nur ein kostenloses 3D Kommunikations und Raumbearbeitungs Tool anbietet.
    Es können beliebig viele Objekte erschaffen und sogar verkauft werden.
    Viele (so wie ich) nutzen SL aber hauptsächlich um an Konferenzen teilzunehmen.
    So durfte ich erst gestern eine Präsentation von IBM erleben, wo es um die Einsatzgebiete und Erfahrungen mit der neuen "Second Life Enterprise" Technologie für die Interne Nutzung in Unternehmen ging.
    Weiterhin strömt auch Bildung und Forschung aller Art gerade massiv in das Soziale Netzwerk.

    mfg
    Jan Northoff aka January Lightfoot
    YOUin3D.com GmbH

  8. ...es geht nicht anders oder ?
    entweder geht die Welt bald unter...oder Sie expandiert bis ins Universum..
    hat euch denn keiner beigebracht zu "sehen"...
    irgendwie nach dem Motto
    nur eine bad news ist eine good news kannste noch lesen...
    Als ich begann (April 2007) in Second Life waren so ca zw. 35 und 40.000 User/Avatare am Abend Online.
    Mittlerweile sind es ca. 65.000 bis 80.000 in Spitzenzeiten
    Durch die Zeitverschiebung zu den Staaten verlagert sich die Zahl auch oft bis in den frühen Morgen.
    Die Qualität der Veranstaltungen sowie die technischen Möglichkeiten der Plattform haben enorm zugelegt ebenso die Rechtssicherheit und vor allem der Service für deutsche User (Service ist für alle kostenlos unter freecall Nummer erreichbar) <<< das bietet kaum jemand
    Die Grafik und die Gestaltungsmöglichkeiten bzw auch Kommunikativen Möglichkeiten haben innerhalb der letzten 2 Jahre enorm an Qualität gewonnen( vom perfekten Wolkenzug über traumhafte Sonnenauf oder Untergänge...bis zu den stabilen Möglichkeiten im Voicechat oder im Grafik Bereich, glasklares Wasser das kaum noch von echtem zu unterscheiden ist)
    Die Livestreams von angesagten Dj`s in wundervoll gestylten Club`s lassen sich mühelos über große LCD TV Geräte ansehen und einen bombastischen Live Genuß erleben mit glasklarem Sound und der Möglichkeit in Echtzeit mit Leuten in Neuseeland oder Japan oder New York zu tanzen zu chatten oder sein English aufzupolieren...
    Second Life ist qualitativ und technisch besser denn je.

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