Für Laien ist jeder Controller eine Hürde
Bei Richard Rouse heißt es in Game Design: Theory and Practice: "less is more". Zwar sei in der Spieleentwicklung viel Raum für Kreativität, aber die Controller seien nicht unbedingt der beste Ort, um diese auszuleben. In Patrick O'Luanaigh Lehrbuch Game Design Complete steht, dass kein Controller per se dem anderen überlegen sei. Doch seien der Innovation Grenzen gesetzt. Und zwar nicht durch die Industrie, sondern durch die Spieler selbst: "Sie weisen aus liebgewonnener Gewohnheit Innovationen bei den Controllern eher zurück."
Julian Kücklich von der Berliner Mediadesignhochschule hat einen weiteren Einwand: Innovationen in der Spielebranche kämen eher von den Indie-Firmen: "Aber die kommen an die neuen Controller derzeit noch nicht ran." Für die großen Publisher sei das finanzielle Risko bei wirklich neuartigen Spielen oft zu groß.
Wobei die Bewegungssteuerung im Grundsatz eine gute Idee ist. Für Martin Lorber von Electronic Arts sind Controller ein Nadelöhr – von Profis perfekt beherrscht, für den ungeübten Spieler zunächst aber überkomplex. "Sicherlich sind die Spieler heutzutage problemlos in der Lage, den Controller virtuos zu bedienen und sehen hierin auch gar kein Hindernis in der Kommunikation mit der Maschine. Ich bin aber überzeugt davon, dass die Weiterentwicklung der bewegungssensitiven Controller hier neue Möglichkeiten eröffnen wird. Das wird auch die Kernzielgruppe der Vielspieler begeistern." Dieser Argumentation zufolge ist der Erfolg der Wii vor allem der Tatsache zu verdanken, dass sie Zugangsbarrieren gesenkt hat.
Die besondere Ästhetik eines Spiels macht sich an den Entscheidungsmöglichkeiten der Spieler fest, glaubt Daniel Gronsky in seinen Untersuchungen zu der Frage, ob Computerspiele Kunst sein können. Dabei geht es nicht allein ums perfekte Eintauchen, das von vielen Spieleforschern nicht als Talent der Motion Controller gesehen wird. Vielmehr kann gerade eine nicht perfekte Steuerung zu neuen Erfahrungen führen. Gronsky zitiert in seinem Aufsatz die Steuerung bei Resident Evil: Sie sei manchmal wenig dynamisch, sehr grob und wirke veraltet. "Aber die Spieleentwickler haben sich bewusst dazu entschieden", schreibt er. Dadurch durchlebe der Spieler größere Anspannung und grusele sich mehr, wenn er etwa einen Gegner nicht umzingeln könne.
Spieleforscher Venus würde indes nicht nur gegebene Steuerungen erschweren, er hätte gerne ganz neue Bewegungserfahrungen "Das wirkliche Potenzial des Computerspiels liegt nicht in der Imitation einer realen Wirklichkeit, sondern in der Kreation neuer Erfahrungen, für die es im realen Leben kein Vorbild gibt." Neue Spielerlebnisse wären möglich, zum Beispiel, wenn das Rhythmusgefühl noch mehr angesprochen würde. Spiele wie Guitar Hero oder Sing Star weisen vielleicht in die richtige Richtung, sind aber zu realitätsverhaftet. "Durch Motion Controller können Spiele 'groovy' werden", glaubt Venus. Und Venus hat auch schon eine Idee: "Wenn ich ein Spiel für ein Motion-Controlling-System entwickeln sollte, dann würde ich mich an der Sportart Parkour orientieren. Dazu hätte ich gerne einen Guerrilla-Plot mit klandestinen Öko-Teroristen."
- Datum 18.03.2010 - 11:30 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Wenn es schlecht läuft, wird der Markt mit Minispielsammlungen überflutet, wie es die Wii erlebt hat.
Wenn es gut läuft, lassen auch Hardcore-Gamer den Controller liegen.
Aber ohne Ankündigungen und Tests ist das wirklich schwer voraus zu sagen.
PS Ein Bienchen für ZEIT ONLINE für dieses und andere unkonventionelle Themen.
Der Unterschied zwischen Wii und anderen Konsolen oder PC besteht doch darin, dass das Spielen mindestens teilweise aus dem Virtuellen herausgelöst wurde.
Der Effekt des Spiels ist nicht mehr nur psychisch als Glücks- oder Erfolgsmoment zu spüren, sondern körperlich erfahrbar - abseits von Schlafmangel, schmerzendem Klickfinger und Sehnenscheidenentzündung. Plötzlich sind bei einem Konsolenspiel Körperhaltung, Körperbeherrschung und Ausdauer Erfolgsfaktoren.
Die Wii stellt eine unkomplizierte, da stark vereinfachte, Lösung zwischen Computerspiel und Sport dar. Meiner Meinung nach Vergleichbar mit dem lockeren Tanz auf einer Party.
Das Problem bei Ihrer Ansicht (die mehr als verständlich ist), sehe ich vor allem bei Kindern. Obwohl oder vielleicht auch gerade weil diese Form der Steuerung eine physische Bewegung des Spielers voraussetzt, besteht die Gefahr das man die Konsole als physische Spielform akzeptiert.
Die Gefahr liegt meiner Meinung nach darin, dass so eine Generation von Kindern heranwächst, die nicht mehr auf einen Baum klettert, fangen spielt oder über eine Wiese läuft, da hier kein Highscore, keine special effects und i.d.R. auch keine Spielvorlage eingeblendet wird.
Und als Eltern ist man nur zugerne bereit sich auf diesen Kompromiss einzulasssen, da man sich ja selbst mit den Worten:"Aber so bewegt er sich ja wenigstens ein bischen" beruhigen kann.
Ich weiss nicht was die Zukunft bringt und ob unsere Kinder nur noch bereit sind zu spielen wenn die augemented reallity ihnen das Spielen "schmackhaft" macht. Bedenklich finde ich diese Entwicklung jedoch schon.
Das Problem bei Ihrer Ansicht (die mehr als verständlich ist), sehe ich vor allem bei Kindern. Obwohl oder vielleicht auch gerade weil diese Form der Steuerung eine physische Bewegung des Spielers voraussetzt, besteht die Gefahr das man die Konsole als physische Spielform akzeptiert.
Die Gefahr liegt meiner Meinung nach darin, dass so eine Generation von Kindern heranwächst, die nicht mehr auf einen Baum klettert, fangen spielt oder über eine Wiese läuft, da hier kein Highscore, keine special effects und i.d.R. auch keine Spielvorlage eingeblendet wird.
Und als Eltern ist man nur zugerne bereit sich auf diesen Kompromiss einzulasssen, da man sich ja selbst mit den Worten:"Aber so bewegt er sich ja wenigstens ein bischen" beruhigen kann.
Ich weiss nicht was die Zukunft bringt und ob unsere Kinder nur noch bereit sind zu spielen wenn die augemented reallity ihnen das Spielen "schmackhaft" macht. Bedenklich finde ich diese Entwicklung jedoch schon.
kann man nicht stundenlang betreiben.
Wann immer man die klassische Fanboydiskussion PC vs Konsole verfolgt, kommt als erstes Argument der Preiswitz und als zweites die Couch.
Von daher wird man kaum drei Stunden lang vor dem Fernseher stehen und wild mit den Armen herumfuchteln, das klappt auf einer Messe am Stand 5 Minuten gut. Auch auf einer Präsentation funktioniert dies wunderbar, aber eben nicht mehr zuhause.
Ein interessanter Aspekt von Natal ist mit Sicherheit die Gesichtserkennung und ich glaube auch das MS auf dem Gebiet sehr fortschritlich sien wird, ist es doch ein "Abfallprodukt" derer geplanten Mitarbeiterkontrollmöglichkeiten der Officesuites.
Dort hat man ja auch ein großes Interesse daran zu erfahren was der Bürohengst nunr genaumacht im Kämmerlein. Arbeitet er motiviert an seiner Exceltabelle oder eben nicht.
Das Problem bei Ihrer Ansicht (die mehr als verständlich ist), sehe ich vor allem bei Kindern. Obwohl oder vielleicht auch gerade weil diese Form der Steuerung eine physische Bewegung des Spielers voraussetzt, besteht die Gefahr das man die Konsole als physische Spielform akzeptiert.
Die Gefahr liegt meiner Meinung nach darin, dass so eine Generation von Kindern heranwächst, die nicht mehr auf einen Baum klettert, fangen spielt oder über eine Wiese läuft, da hier kein Highscore, keine special effects und i.d.R. auch keine Spielvorlage eingeblendet wird.
Und als Eltern ist man nur zugerne bereit sich auf diesen Kompromiss einzulasssen, da man sich ja selbst mit den Worten:"Aber so bewegt er sich ja wenigstens ein bischen" beruhigen kann.
Ich weiss nicht was die Zukunft bringt und ob unsere Kinder nur noch bereit sind zu spielen wenn die augemented reallity ihnen das Spielen "schmackhaft" macht. Bedenklich finde ich diese Entwicklung jedoch schon.
in einem guten, natürlichen Umfeld aufwachsen und genügend normalen Input kriegen, dann können sie denk ich schon mal ein bisschen zocken.
Blöd halt, wenn die Tage nur in der Schule und vor dem Fernseher/Konsole verbracht werden, immer in Betongebäuden und ohne Verbindung zur Natur.
in einem guten, natürlichen Umfeld aufwachsen und genügend normalen Input kriegen, dann können sie denk ich schon mal ein bisschen zocken.
Blöd halt, wenn die Tage nur in der Schule und vor dem Fernseher/Konsole verbracht werden, immer in Betongebäuden und ohne Verbindung zur Natur.
in einem guten, natürlichen Umfeld aufwachsen und genügend normalen Input kriegen, dann können sie denk ich schon mal ein bisschen zocken.
Blöd halt, wenn die Tage nur in der Schule und vor dem Fernseher/Konsole verbracht werden, immer in Betongebäuden und ohne Verbindung zur Natur.
Nun wer den Erfolg der Wii begreifen möchte muss nur in einen Laden gehen und sich aschauen welche Spiel es nur für die Wii gibt die aber nei eine umsetzung auf anderen Platforman gefunden haben.
Meist sind diese "Casual Gamer(CG)" Spiele als Spielesammlung oder Sport Spiel was auf einer Party mit 4 Freunden schnell mal Spass bringt und so Anspruchslos ist das selbst ältere Herrschaften kaum Probleme haben.
Alle besseren Titel die ernsthaftere Spiler ansprechen benutzen die Wii fersteuerung viel Weniger und nurtzen sie eher als klassischen Game Pad, da die Motiencontroll der Wii zu ungenau fürs ernsthaftes Spielen ist, bei den herausgefordert werden will aber nicht von der Steuerung.
Wenn Spielefirmen das anders sehen würde ich es als Webelüge abstufen.
Da es auch Kameras für de Wii gibt kann man sich auch schon anguken welche Spiele dafür Probgrammiert werden und warum sie kaum gekauft wurden. Es waren billig Produkt mit meist recht schlechter Kolosionsabfrage die für den "CG" Programiert waren und kurtzzeitigen Spass bringen sollten.
Nun Wundert man sich eigentlich das die gute alte M T nicht von den Spielekonsolen implementeirt wird um dann dank Internett fähigkeit auch chat und Foren anbieten zu können.
Auch hat ein ales Spiel "Freelancer" damals bewiesen das man damit sogar Flugsimulatoren gut steuern kann, So kommt es wohl wie schon richtig gesagt nicht auf das Eingabegerät aber auf die Einbindung ins Spiel an, und da sehe ich bei billig produkten eher schwartz.
Ob Kinder auf einen Baum klettern oder nicht hat in erster Linie damit zu tun ob es in einem Dorf oder in der Stadt aufwächst das war schon lange vor der Wii so.
Man muss sich ja typisch deutsch selbst in einem Stadtpark benehmen, sonst könnte sich der Rentner auf der Bank noch aufregen das der Baum vom klettern kaputt geht. Man hat ja auch so wenige.
Im Falle von Natal glaub ich das vorab zu viel von der Technologie erwartet wird was sie nicht leisten kann.
Das hört sich alles toll an mit Wärmebildkamera, 3D Mikrofonen und pi pa po, das Gerät wird schätzungsweise um die 50$ kosten und dementsprechende Leistung bringen.
Wie das eben so ist mit dem Marketing wird gerne zu viel versprochen, das war bei der Wii nicht anders. Die Werbung zeigte ein etwas anderes Bild von dem was mittlerweile schlichtweg als "wackle" bezeichnet wird.
Sony wird sich wie so oft ganz einfach mit dem Preis selbst ein Bein stellen. So wie die PS-3 und die PSP-Go können die Produkte immer unglaublich viel sind aber auch vergleichsweise sehr teuer. Schon die ersten einfachen Spiele die vorgestellt wurden sollen 2 Bewegungscontroller benötigen welche an die 100$ pro Controller kosten werden.
Wenn man sich dann noch selbst ein einfacheres Konzept wie Wii Sports Boxing vorstellt wäre man schnell bei mehreren Hundert Dollar/Euro für zwei Spieler, wobei dann immer noch die Sub-Controller fehlen die man vielleicht für ein anderes Spiel bräuchte.
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