Mac OS X Macs dürfen endlich mitspielen
Valve verschafft Mac-Spielern einen Zugang zur Spiele-Plattform "Steam". Schon ab April können Counter-Strike, Half-Life oder Left 4 Dead 2 auf dem Mac gespielt werden.
© Nigel Treblin/AFP/Getty Images

Der Klassiker "Counterstrike" lässt sich künftig auch auf dem Mac spielen
In Spiele-Blogs wurde schon länger spekuliert, dass Counterstrike & Co. demnächst endlich auch auf Macs spielbar werden. Immerhin hatte das amerikanische Unternehmen Valve in den vergangenen Monaten mit einer rätselhaften Werbekampagne auf sich aufmerksam gemacht. In der traten berühmte Valve-Figuren wie der Half-Life Protagonist Gordon Freeman oder Francis von Left 4 Dead in offenkundigen Apple-Werbe-Posen auf und verballhornten Appleslogans beispielsweise zu "I hate different". Auf einem weißen Brustpanzer von Freeman waren gar die Umrisse eines Apfels zu erkennen.
Bislang besaßen leidenschaftliche Computerspieler entweder einen PC oder eine Konsole. Wer mit dem Mac spielen wollte, der konnte das nur über Umwege, die oft mit lästigen Performance-Einbußen einhergingen. Doch künftig werden auch Mac-Besitzer problemlos ballern, hüpfen, tüfteln können. Zumindest, wenn sie sich mit der Online-Plattform Steam verbinden. Steam ist der Internetvertrieb des amerikanischen Herstellers Valve, bekannt unter anderem für die Ego-Shooter Half-Life und Counterstrike. Ab April werden diese Titel darüber auch auf einem Apple-Rechner spielbar sein, genauso wie Left 4 Dead 2, Team Fortress 2 und die Titel der Half-Life-Serie.
Steam-Kunden müssen einen Titel, den sie für ihren Windows-Rechner gekauft haben, nicht erneut erwerben, um ihn auch auf anderen Plattformen spielen zu können. Es ist sogar ein nahtloser Übergang inklusive Übernahme aktueller Spielstände möglich. Das gesamte Programm wolle man künftig plattformübergreifend anbieten, kündigte Valve an. Alle Titel kämen dann zeitgleich für die Xbox, den PC und für Mac. Als erstes neues Spiel wird das auf Portal 2 zutreffen, das vermutlich zum Weihnachtsgeschäft noch in diesem Jahr in den Handel kommt.
Die Plattform Steam hat nach eigenen Angaben derzeit rund 25 Millionen Nutzer weltweit. Das Valve-Team geht davon aus, dass die meisten Publisher und Entwickler, die über Steam vermarkten, diesen Weg unterstützen werden.
Nach Blizzard – bekannt für Titel wie World of Warcraft oder Starcraft – gibt es damit einen weiteren Hersteller, der im größeren Stil Spiele für den Mac anbietet. Was ein weiterer Beleg für die generellere These ist, dass die Spiele der Zukunft von technischen Plattformen immer unabhängiger werden.
- Datum 09.03.2010 - 16:06 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 31
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schön zu sehen das auf dem mac auch endlich wieder ein paar spiele einzug halten. vielleicht seigt somit auch wieder umsatz, nach dem jetzt auch offiziell mit dem child slave label von apel werbung gemacht wird...
mfg
Die Portierung von Steam auf den Mac zeigt meiner bescheidenen Meinung nach v.a. zwei Dinge. Zum einen ist es ein Erfolg für geschlossene Content-Distributionssysteme. Steam hat für PC-Spiele inzwischen eine ähnliche Relevanz wie Apples Itunes für Musik und Valve wird diesen Erfolg weiter ausbauen. Zum anderen ist es ein eindruckender Erfolg der Hartnäckigkeit. Ein verhältnismäßig kleiner Player wie Valve verdankt diesen Erfolg seine über zehn Jahre andauernden Entwicklungsarbeit an der Plattform und kontinuierlicher Verbesserung, aber nicht zuletzt auch die Entscheidung für Open Source. Denn in Steam verrichten Webkit und Open GL ihre Dienste.
Ich wünsche Valve von Herzen, dass es so weiter geht und freue mich riesig, endlich wieder ordentlich zocken zu können.
Bisher habe ich per BootCamp gezockt. Das ging übrigens nicht mit "mit lästigen Performance-Einbußen" einher. Aber genervt hat es dennoch. Wenn ich jetzt unter OS X spielen kann, dann bleibt dieses nervige einschalten, alt drücken und Windows wählen, dann Windows-typisch ewig warten bis das System vollständig geladen hat, dann zocken, und zum Schluß wieder rebooten, damit ich wieder arbeiten kann für immer Geschichte!
Klasse!
Jahre nach Einführung leidet Steam immer noch unter Kinderkrankheiten, was vor allem Kunden außerhalb von US betrifft.
Zum einen zeigt die Plattform Spiele an, die es in der EU so nicht zu erwerben gibt. Dann wundern sich die Benutzer, dass sie ein Spiel nicht kaufen können, weil die Plattform bei der Angabe von Zahlungsmittel Fehler herausgibt.
Dann werden Spiele als mehrsprachig beworben, obwohl sie im original Englisch gar nicht zu bekommen sind - meist wegen deutscher Bestimmungen.
Und schliesslich, dank der Mitgliedschaftsbestimmungen, darf Steam eine Reklamation einmal herunter geladener Spiele einfach ignorieren. Und wir reden hier von einem Betrag von über 50 EUR bei Neuerscheinungen.
Und nun soll es 3 neue Spiele für den Mac geben - zugegebenermassen die Erfolgstitel von Valve. Das wird kaum die Welt verändern, es sei denn Steam übernimmt die Kosten, auch sonstige Titel in deren Store auf die Mac Plattform zu bringen. Und die bewegen sich im Millionen EUR Bereich je Titel.
Ich muss meinem Vorredner darin Recht geben: Es sind bisher nur wenige Spiele für eine Portierung geplant. Eher will Valve erst einmal die Plattform Steam selbst umsetzen. Sicherlich besteht berechtigtes Interesse dann auch dort etwas zu verkaufen, ergo auch Spiele zu liefern. Doch das wird sich zum einem vorerst auf Spiele mit Basis Source-Engine beschränken und, da auch diese so ihre Eigenheiten haben, sicherlich auch hier nur auf ausgewählte Blockbuster.
Es ist ein guter Weg, und sicherlich wird es dem ein oder anderem Kleinstunternehmen gegönnt, ihre Spiele auch unter Mac zu verbreiten.
Meine Hoffnung: Das der Computer als Plattform neuen Wind bekommt und der "Kampf" gegen die Konsolen in eine neue Runde geht.
Zwar werde ich mir nach wie vor keinen Mac kaufen (als Bastler ist man anderweitig besser beraten ;) ), aber dennoch: Weiter so Valve! Nur rutscht nicht in Richtung Apple ab. Ermöglicht es stattdessen mit "gebrauchten" Keys zu Handeln!
Seit 20 Jahren Mac- Fan im Bereich Mediengestalter. Supergerät
übersichtlich, Spitze aber teuer. Preis für Qualität.
Fürs Internet nutze ich nur den Micro PC, mein Mac bleibt sauber.
Auf dem Mac ist nie ein Spiel oder Virus gelandet, obwohl viele
Daten dort gewechselt wurden.
Natürlich ist es gut für Mac und User, wenn mehr Möglichkeiten
vorhanden sind. Für gewisse Programme, wie Videobearbeitung usw.
sind die PC Programme natürlich weiter, da die Zahl der User
immer lohnender war für die Entwickler. Viel Spass und Erfolg.
Ich habe doch meinen Mac nicht, um damit dämliche Ballerspiele zu machen.
Und ich hoffe, dass dies auch so bleibt - will heißen: Bitte nicht zur Spiele-Konsole verkommen!!
Was bringts wenn in 90% aller Macs Hardware von vor 2 Jahren steckt? Nur die Power Macs reichen aus für aktuelle Spiele, der Rest vielleicht für ältere Spiele. Ein Mac eignet sich praktisch überhaupt nicht zum Spielen, da er zu wenig Leistung hat im Vergleich zu einem Spiele-PC.
Was Sie sagen höre ich andauernd. Allerdings nicht in Spielebereich, sondern in Bezug auf Programme wie Photoshop, Illustrator, CAD, Cinema 4D usw... Da heißt es gern, der Mac sei hier langsam, das könne er nicht richtig, und dafür hat er sowieso zuwenig Power. Fakt aber ist, daß hier im Praxisvergleich oft ein iMac einen PC aussticht. Ich weiß genau wovon ich spreche; wir benutzen beide Systeme parallel. Sowohl was die Geschwindigkeit des Workflows angeht, wie auch in Stabilitätsfragen hat der Mac fast immer die Nase vorn.
Darauf höre ich dann oft, daß das garnicht möglich sei und die PCs sicher nicht besonders gut sind, sonst würden die Macs nicht schneller vorankommen ... Aber was soll ich dazu sagen?
Offen gestanden weiß ich nicht, wie dieser Unterschied zustande kommt. Aber ich vermute inzwischen, daß allein die Summe hochwertiger Einzelteile nicht allein entscheidend für die Leistungsfähigkeit eines Systems ist. Etwas steckt im Mac, daß ihn - trotz dem was Sie sagen - sehr effizient macht. Und wenn dieser Vorteil auf Spiele übertragen würde, das fände ich klasse.
Was Sie sagen höre ich andauernd. Allerdings nicht in Spielebereich, sondern in Bezug auf Programme wie Photoshop, Illustrator, CAD, Cinema 4D usw... Da heißt es gern, der Mac sei hier langsam, das könne er nicht richtig, und dafür hat er sowieso zuwenig Power. Fakt aber ist, daß hier im Praxisvergleich oft ein iMac einen PC aussticht. Ich weiß genau wovon ich spreche; wir benutzen beide Systeme parallel. Sowohl was die Geschwindigkeit des Workflows angeht, wie auch in Stabilitätsfragen hat der Mac fast immer die Nase vorn.
Darauf höre ich dann oft, daß das garnicht möglich sei und die PCs sicher nicht besonders gut sind, sonst würden die Macs nicht schneller vorankommen ... Aber was soll ich dazu sagen?
Offen gestanden weiß ich nicht, wie dieser Unterschied zustande kommt. Aber ich vermute inzwischen, daß allein die Summe hochwertiger Einzelteile nicht allein entscheidend für die Leistungsfähigkeit eines Systems ist. Etwas steckt im Mac, daß ihn - trotz dem was Sie sagen - sehr effizient macht. Und wenn dieser Vorteil auf Spiele übertragen würde, das fände ich klasse.
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